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[Questworlds] Smalltalk

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Achamanian:
Ich lege mal einen Smalltalkthread zu Questworlds (ehemals HeroWars/HeroQuest-System) an:

https://questworlds.chaosium.com/


Ich lese gerade am SRD herum, und zum ersten Mal habe ich einen guten Eindruck von diesem System, das ich unter dem Namen HeroQuest nie ausprobiert habe, weil es von der Lektüre her schrecklich umständlich anmutete. Jetzt lese ich die knappere und in meinen Augen deutlich besser verständliche (wenn auch etwas komisch aufgebaute) SRD-Fassung, die Ian Cooper erstellt hat, und habe richtig Freude daran. Mechanisch haben sich wohl auch ein paar kleine, aber gar nicht so unwesentliche Dinge verändert (es gibt jetzt nicht nur standardmäßig Konsequenzen, sondern auch benefits, keine Extra-Schwierigkeitstabelle mehr für Augments, dafür sind zwei alternative Extended Conflict Systeme hinzugekommen, das eine wohl aus dem älteren HeroWars - funktioniert mit "bids", und ich peile es so gar nicht - das andere raus Mythic Russia, das die Dinge sehr viel einfacher macht, indem es "Chained Conflicts" einfach als eine Reihe einfacher Konflikte hintereinander behandelt, was aber dann wohl auch sehr viel tödlicher sein soll; Aufstiege funktionieren nun auch nicht mehr durch Vergabe einzelner XP, sondern "gebündelt").

Ich will das sehr gerne mal ausprobieren, falls es dazu kommen sollte, schreibe ich hier mehr ...

Chiarina:
Ich muss es auch noch gründlich lesen.
Wenn ich mir aber auf den letzten Seiten anschaue, was sich alles im Vergleich zu "HeroQuest Glorantha" geändert haben soll, dann stelle ich fest: Allzuviel ist es nicht.
Ich freue mich trotzdem über die Veröffentlichung, weil offensichtlich ein paar Regeln eindeutiger formuliert wurden.
Das war auch wirklich nötig.

Achamanian:

--- Zitat von: Chiarina am 30.04.2020 | 17:34 ---Ich muss es auch noch gründlich lesen.
Wenn ich mir aber auf den letzten Seiten anschaue, was sich alles im Vergleich zu "HeroQuest Glorantha" geändert haben soll, dann stelle ich fest: Allzuviel ist es nicht.
Ich freue mich trotzdem über die Veröffentlichung, weil offensichtlich ein paar Regeln eindeutiger formuliert wurden.
Das war auch wirklich nötig.

--- Ende Zitat ---

Stimmt, du hast da ja schon länger eine Kampagne am laufen!
Ich hätte ja große Lust, mal ein "literarischeres" SF-Setting mit dem System zu bespielen, aber noch keine Ahnung, wie und mit wem ich das angehen soll.

Chiarina:

--- Zitat von: Rumpel ---Ich hätte ja große Lust, mal ein "literarischeres" SF-Setting mit dem System zu bespielen[...]
--- Ende Zitat ---

Das System ist da ja sehr geduldig. Es bietet ein paar Hinweise zur Figurenerschaffung und besteht im Wesentlichen aus einem einzigen Probenmechanismus. Damit kannst du machen, was du willst.

Wenn du aber schon mal "literarisches" SF-Setting in den Raum stellst, muss ich doch mal fragen, was dir da so vorschwebt. Ich hätte auch Lust auf so etwas, aber bin irgendwie noch auf der Suche nach dem Kick.

Achamanian:

--- Zitat von: Chiarina am 30.04.2020 | 18:28 ---
Wenn du aber schon mal "literarisches" SF-Setting in den Raum stellst, muss ich doch mal fragen, was dir da so vorschwebt. Ich hätte auch Lust auf so etwas, aber bin irgendwie noch auf der Suche nach dem Kick.

--- Ende Zitat ---

Literarisch ist vielleicht das falsche Wort, ich habe einfach etwas im Kopf, das ich so bisher eher aus neueren SF-Romanen kenne, vor allem Ann Leckies Trilogie "Die Maschinen" - aber es gibt in jüngerer Zeit wohl noch einige andere Werke in die Richtung. Far-Future-SF mit großen (menschlichen) Sternenreichen, die einen starken Schwerpunkt darauf legen, dass diese reiche ungewöhnliche Kulturen und Verhaltensregeln haben. Raum für Abenteuer, aber auch für etwas, das inzwischen an vieler Stelle als "Comedy of Manners in Space" beschrieben wird, also vielleicht so ein bisschen Space Opera + Jane Austen.
Bei der genannten Ann Leckie hast du z.B. ein gewaltiges Sternenreich, das Schiffe mit Borg-ähnlichen "Drohnen" verwendet bzw. verwendet hat, eine ungewöhnliche und vielschichte Haltung zu KIs (KIs haben keine "Menschen"rechte, trotzdem stehen Menschen oft in engen (Arbeits-)Beziehungen zu ihnen, es gibt KI-Psychologen ...), seltsame Regeln und Tabus (z.B. gilt es als anstößig, seine nackten Hände zu zeigen, alle tragen Handschuhe), und eine völlig andere Haltung zu Geschlecht, das als soziale Kategorie unbekannt ist. Eher keine Aliens, bzw. gibt es welche, die aber nur am Rande auftauchen; die Menschheit hat da am ehesten so eine "so richtig verstehen wir uns einander eh nie, also gehen wir uns aus dem Weg und zerbrechen uns ansonsten nicht allzu sehr den Kopf"-Haltung.

Vereinfacht gesagt: Ich hätte Lust auf SpaceOpera, die auf der (Zukunfts-)gesellschaftlichen Ebene einen Sense of Wonder auslöst und durchaus in großen Maßstäben denkt, aber sich trotzdem nicht in Gigantismus und Krach-Bumm erschöpft, die nicht bemüht cool in irgendeinem Actionfilm-Sinne ist und sich nicht an den ewig gleichen Post-Cyberpunk-Noir-Tropen abarbeitet. Von den RSP-Settings, die es gibt, ist da Mindjammer für mich am nächsten dran, aber so toll ich das Setting in der Theorie finde, springt der Funke da bei mir nie über.

Mit QuestWorlds könnte ich mir so was irgendwie gut vorstellen.

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