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[Mouse Guard] Gedanken zu Skill- und Konfliktsystem
First Orko:
Ich nutze mal Skasis Nachfrage:
--- Zitat von: First Orko am 11.05.2020 | 23:25 ---ich mit einem Mouse Guard-Oneshot über Roll20 gerade mal wieder 4 Leute davon überzeugen konnte, dass das einfach auf seine eigene, verschrobene Art ein schönes, elegantes System* und eine tolle Welt ist ^-^
*solange man das Konflikt-Subsystem weglässt. Was im Übrigen offenbar problemlos möglich ist, wie ich heut auch direkt gemerkt habe :o ;D
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Skasi am 16.05.2020 | 11:00 ---Mal eine Frage hierzu:
Ich finde das Konfliktsystem beim Lesen auch etwas ungelenk. Wie läßt du es weg? Werden einfache Skill-Würfe gemacht?
Wäre ganz hilfreich für unsere gerade gestarte Few-Shot-Testrunde :)
Gern auch in einem anderen Thread oder per PM...
--- Ende Zitat ---
zu einer Reflexion über das Probensystem und kompexe Konflikte. Ich habe in den letzten Jahren mit MG fast nur Oneshots geleitet. Bei den beiden Tanelorn-Treffenrunden hat sich wiederholt gezeigt, dass das Konfliktsystem in 3-5h Spiel zu einem ziemlichen Bruch in der Wahrnehmung des Systems führt: Ein grundsätzlich einfaches und elegantes Probensystem wird plötzlich zu einem abstrakten Kartenspiel aufgepumpt, wo man die Interpretation der Aktionen in die Fiktion schon ziemlich hart forcieren muss - es besteht durchaus die Gefahr, dass das zu einem Taktikgeplänkel wird.
Das kann Spass machen - aber nicht jedem (fragt mal den Dreamdealer - oder besser nicht ;D)
Kürzlich habe ich eine Onlinerunde mit Roll20 geleitet und mangels Möglichkeit (die Karten gibt es online nicht) auf einen "echten" Konflikt verzichtet. Gefehlt hat mir seltsamerweise nix :think:
Dafür habe ich deutlich öfter würfeln lassen - und damit natürlich die Anzahl der Twists erhöht! Die habe ich aber (entgegen der Regeln!) zT auf später verschoben, zum Teil dann ignoriert. Trotzdem habe ich "Fun once,let's not do it again!" beibehalten und das auch an die Spieler kommuniziert. Damit wurde das gewünschte Spielgefühl m.E. gut beibehalten.
Der Vorteil der häufigeren Proben ist, dass man die Wahrscheinlichkeit für Checks bei den Skills erhöht. Man muss ja jeden Skill diverse Male nutzen, um ihn steigern zu können. Da ja bei jedem Obstacle nur einer würfelt (der Rest kann assistieren) kann das u.U lange dauern. Ich bin ein Fan von Progression, daher habe ich hier einfach ein bißchen angezogen - das verträgt das System meiner Meinung nach durchaus in Maßen ^-^
Wie sind da eure Erfahrungen so in Bezug auf:
* striktes Durchziehen von Obstacles und Twists
* Progression
* Anzahl Proben am Abend
* Konfliktsystem und wie Spieler es aufnehmen?
Dreamdealer:
--- Zitat von: First Orko am 18.05.2020 | 15:19 ---Das kann Spass machen - aber nicht jedem (fragt mal den Dreamdealer - oder besser nicht ;D)
--- Ende Zitat ---
Ich habe mein Mouse Guard Trauma fast verarbeitet...
Im System gab es für mich 2 Brüche - den ersten hat Orko schon beschrieben - von "normalen" Proben zum Karten/Konflikt System. Der zweite Bruch hat mir zu noch mehr Verständnisproblemen geführt. (Die Erinnerung ist eher verschwommen) Im Konflikt beschreibt man seine Aktion, die man durchführen will, dann werden Karten ausgelegt und dann wird etwas komplett anderes aus der Aktion. Damit bin ich nicht klar gekommen.
... aber jetzt muss ich wieder zum RPG-Psychiater gehen.
First Orko:
Es ist eigentlich eine ungewohnt detailiert aufgelöste Narration: Die Erzählung "fließt" nicht sondern wird immer wieder von der Regeleben unterbrochen. Auf dem Papier wird sie gestützt aber ich schätze mal, das läuft auch nur geschmiert wenn mehrere am Tisch sattelfest in den Regeln sind. DIE nämlich zu erklären und rüberzubringen ist in kurzer Zeit immer wieder einer Herausforderung!
Daher ja auch der "Hack", einfach ohne Konflikt zu spielen. Für Oneshots funzt das. Aber langfristiger würde mich das nicht zufriedenstellen...
Die Frage, die sich mir gerade stellt: ob man das Gefühl "oh, jetzt geht es wirklich um was!" erhalten kann ohne dass man die Erzählung zu sehr bricht :think:
Skasi:
Danke schonmal für die Erklärungen.
Es war auch meine erste Idee, die Konflikte einfach erstmal wegzulassen bzw. entsprechende Fertigkeitswürfe machen zu lassen.
Ein Konflikt ist bei MG aber doch noch anders... Ziele und Dispositionen festlegen und natürlich die Festlegung der 3 Aktionen, die dann nacheinander abgearbeitet werden.
Wie könnte man nur mit Fertigkeitswürfen, beim Beispiel aus dem Buch bleibend, als Mouse Guard eine Schlange bezwingen, die die Mäuse von ihrem Nest abhalten will?
Grummelstein:
--- Zitat von: First Orko am 18.05.2020 | 15:19 ---...
Kürzlich habe ich eine Onlinerunde mit Roll20 geleitet und mangels Möglichkeit (die Karten gibt es online nicht) auf einen "echten" Konflikt verzichtet. Gefehlt hat mir seltsamerweise nix :think:
...
--- Ende Zitat ---
Die Karten ließen sich aber bestimmt einfügen. Ich habe ein Karten- & Würfelbasiertes Gesellschaftsspiel (Escape The Dark Castle) in Roll20 nachgebaut. Falls doch mal Interesse daran besteht die Karten einzufügen, einfach melden.
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