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Ist D&D5 ein Ersatz für die OSR-Versionen?

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takti der blonde?:

--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 14.06.2021 | 17:12 ---Da es bei D&D 5e deutlich mehr XP für Monster gibt, ist das am Ende kein Problem. Ich hab die Viecher 1:1 mit den namensgleichen Wesen aus 5e ersetzt und es hat gut funktioniert - okay Xvart und Skulk gab es damals noch nicht. Aber ich hab halt Goblins genommen und gut wars. Die SC waren immer im Level Bereich des Moduls.

--- Ende Zitat ---

Um die Levelbereiche ginge es mir gar nicht, sondern um das Vorgehen der Figuren. Wenn ich nur Erfahrungspunkte kriege, um Monster zu überwinden, gibt es weniger Anreize Begegnungen clever zu umgehen oder zu flüchten etc. Allein daher meine Verwunderung. But you do you!

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: hassran am 14.06.2021 | 17:17 ---Um die Levelbereiche ginge es mir gar nicht, sondern um das Vorgehen der Figuren. Wenn ich nur Erfahrungspunkte kriege, um Monster zu überwinden, gibt es weniger Anreize Begegnungen clever zu umgehen oder zu flüchten etc. Allein daher meine Verwunderung. But you do you!

--- Ende Zitat ---

Also, wenn es darum geht "Monster zu überwinden", gebe ich die Punkte sehr wohl auch für Umgehung der Gefahr oder andere clevere Ideen. Für mich heißt das nicht, dass die Monster am Ende am Boden liegen müssen (ob gefesselt oder tot, sei dahin gestellt). Flucht hingegen gibt maximal halbe EP. Denn das war dann nicht erfolgreich.

Ich mag diesen "Schnetzelmodus" nicht. Bei mir ziehen sich Gegner auch zurück, statt bis zur letzten Person zu sterben. Ich gehe davon aus, dass sie einen gesunden Überlebenstrieb haben.

Arldwulf:

--- Zitat von: Koruun am 14.06.2021 | 16:26 ---In der 3E begann WotC damit, Schwierigkeitsgrade für Begegnungen zu definieren. In diesem Zusammenhang waren diese Schwierigkeitsgrade i.d.R. nicht all zu weit nach oben oder unten vom Partylevel entfernt (es gab sogar den Wert Effective Party Level o.Ä. meine ich).
Die Begegnungen wurden also alle "balanced", es war möglich (und gewollt) bei jeder Begegnung die Waffen zu zücken und die Dungeons am Ende dennoch lebend zu verlassen. Bei manchen "Old School" Systemen wäre das je nach Dungeon vermutlich auch möglich gewesen, aber in einer breiten Masse von Dungeons wohl eher nicht.
Dadurch entsteht natürlich ein völlig neues Spielgefühl. Zumindest ich als Spieler habe in der 5E oder der 3E keinen "Respekt" vor dem Dungeon in dem Sinne, dass ich meinen Char jede Türe untersuchen lassen würde. Im schlimmsten Falle verliere ich an einer Falle oder einer Trollmeute ein bisschen von meinem Berg an HP, die ich beim Mittagessen wieder regeneriere. Etwas überspitzt, aber ihr wisst, dass der Kern wahr ist.

--- Ende Zitat ---

Ich weiß gar nicht ob dies so sehr daran liegt das an einer Begegnung eine Nummer dran steht welche den Schwierigkeitsgrad angibt.

Zum einen gibt es diese Angaben natürlich schon in den guten alten D&D Editionen und zum anderen sind solche Angaben eher ein Mittel für den Spielleiter abzuschätzen welchen Schwierigkeitsgrad er möchte, keine Fixierung wie schwer eine Begegnung sein darf.

Das Problem entsteht eher dadurch, das die Angaben schlecht sind. Häufig zu weit vom tatsächlichen Schwierigkeitsgrad abweichen und auch im Durchschnitt zu einfache Begegnungen generieren.

Ein Spielleiter und auch ein Abenteuerdesigner der sich auf die Angaben zur Schwierigkeit verlassen kann wird viel eher bereit sein zu sagen "heute teste ich mal die Grenzen der Gruppe aus". Und einer der das nicht kann wird mehr Sicherheitspuffer einbauen.

Das sieht man auch in der Betrachtung der Tödlichkeit der unterschiedlichen Editionen, obwohl alle dran schreiben wie gefährlich etwas sein kann ist die tatsächliche Gefährlichkeit und Tödlichkeit sehr unterschiedlich. Nicht nur weil die Werte in der 5e eine höhere Gefährlichkeit suggerieren als dann tatsächlich im Spiel vorhanden ist.

Sondern auch weil konkrete Mechaniken um mit gefährlichern Situationen umzugehen reduziert wurden. Was dann leider ebenfalls dazu führt von vornherein etwas mehr Sicherheitspuffer einzubauen und Encounter weniger tödlich zu gestalten um sie mit den reduzierten Optionen dennoch erfolgreich gestalten zu können.

Klingt jetzt vielleicht abwertend, aber eigentlich hat D&D 5 damit irgendwo auch eine Nische innerhalb der D&D Editionen, eine Art Bier &Brezel D&D zum einfach losspielen und ein paar Monster verhauen. Ist jetzt auch nicht so als ob dies etwas falsches sei.

Nur ist es eben auch nicht zwingend die OSR Nische.

Tarendor:

--- Zitat von: Arldwulf am 14.06.2021 | 18:33 ---Klingt jetzt vielleicht abwertend, aber eigentlich hat D&D 5 damit irgendwo auch eine Nische innerhalb der D&D Editionen, eine Art Bier &Brezel D&D zum einfach losspielen und ein paar Monster verhauen.

--- Ende Zitat ---

Ach echt? Sind alle D&D5-Abenteuer so stupide?
Welches von den offiziellen ist denn am wenigsten Bier&Brezel?

Hätte nicht gedacht dass 'Curse of Strahd' oder 'Princes of the Apocalypse' so grütze sind. Wird oft viel Gutes von berichtet.

caranfang:

--- Zitat von: Arldwulf am 14.06.2021 | 18:33 ---Klingt jetzt vielleicht abwertend, aber eigentlich hat D&D 5 damit irgendwo auch eine Nische innerhalb der D&D Editionen, eine Art Bier &Brezel D&D zum einfach losspielen und ein paar Monster verhauen.
--- Ende Zitat ---
Diese Aussage ist erwiesener Maßen falsch! D&D 5e ist weit mehr als das. Selbst das "MMO für Stromausfälle", auch D&D 4e genannt, ist mehr als das! So etwas kenne ich eher als wirklich alten D&D-Abenteuern oder von selbstgeschriebenen Abenteuern eher mittelmäßiger DMs, für die Hack & Slay das absolut wichtigste ist.

In meinen Augen ist D&D 5e ein sehr guter Ersatz für die diversen OSR-Versionen. kein Wunder hat man bei der damaligen Beta sehr darauf geachtet, dass man die Fans aller Versionen erreicht.

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