Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Ist D&D5 ein Ersatz für die OSR-Versionen?
Ma tetz:
--- Zitat von: Tarendor am 25.06.2021 | 14:21 ---Und dieses DCC, von dem einige schwärmen? Wie findest du das?
Ich muss sagen dass ich das Artwork von DCC was ich bisher gesehen habe teilweise besser finde als die Bilder von D&D5. Halt so richtig oldschool.
--- Ende Zitat ---
Probier es doch einfach mal aus. Am Samstag ist DCC-Tag. Schau einfach mal auf die System Matters Homepage.
La Cipolla:
DCC ist für mich immer so ein betont altes Spiel, das noch mehr als andere OSR-Dinger auf Nostalgie setzt, nach meinem ersten Eindruck (?) auch nicht nur in den Illustrationen – da lasse ich mich aber gerne von Veteranen korrigieren. Ich würde es daher allem voran denen empfehlen, die wirklich Nostalgie für irgendeine alte Variante von D&D haben.
Aber ja, das Coole an der OSR ist ja, dass man zu allem überall was findet. Wenn man keine Zeit zum Rumprobieren hat oder nicht mit Fremden Spielen will, kann man sich einfach nen Nachmittag hinsetzen und einmal die üblichen Verdächtigen (oder ihre Reviews) Überfliegen, dann kriegt man einen sehr guten Eindruck. Die OSR war für mich nie so wie die Indie-Szene, wo man vieles wirklich spielen sollte; OSR-Spiele fühlen sich beim Spielen meistens genauso an wie sie sich lesen.
schneeland (n/a):
Das besondere an DCC ist m.E., dass es einerseits ein altmodisches Spielgefühl bieten möchte und das auch mit seiner Ästhetik untermauert, andererseits aber viel von der "Warzigkeit" älterer D&D-Editionen abwirft und im Kern eher ein auf Kernbestandteile kondensiertes D&D3/D20-System ist, das entsprechend des anvisierten Spielgefühls weitergedacht wurde.
Tegres:
@La Cipolla: Ich kann deinen Eindruck entkräften. DCC ist bewusst kein Retroklon, sondern mischt vielmehr das beste aus altem D&D und D&D3.X und legt den Charakteren beispielweise mit Glück und Zauberbrand viel mehr Werkzeuge und Macht in die Hand (man könnte es Player Empowerment nennen >;D).
Es geht zum Beispiel auch weniger darum, das Spielgefühl von alten D&D zu emulieren (wobei das auch gar nicht so viele OSR-Spiele wollen). Stattdessen setzt sich das Spiel sogar noch tiefer mit den Wurzeln von D&D auseinander (Stichwort Anhang N), macht daraus aber etwas eigenes. Gerade der Aufbau der Abenteuer ist sehr modern in dem Sinn, dass die Abenteuer sehr fokussiert und leicht vorzubereiten sind.
Alexandro:
Ich würde sagen: das Schlechteste (besonders was die Verregelung der Zauber und die Unfairness/Beliebigkeit der Abenteuer angeht).
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