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Was wären Gründe für ein D&D6?

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aikar:
Da ja immer wieder mal das Thema "Wann kommt eigentlich D&D6" in den Raum geworfen wird würde mich mal interessieren: Was gäbe es denn eigentlich überhaupt für Kritikpunkte an der 5e. die eine 6e sinnvoll erscheinen lassen würden?

Damit meine ich jetzt nicht die persönlichen Kleinigkeiten, die euch stören, sondern Sachen, über die es immer wieder Beschwerden/Verbesserungswünsche geben würde.
Mir wäre da nämlich bis dato nichts aufgefallen, was die D&D-Community overall kritisieren würde.

Weil mit dem aktuellen Fokus "Keine (oder nur wenige) neue Regelbücher dafür Abenteuer/Kampagnen/Settingbände" kann Wizards ja prinzipiell endlos mit der 5e weitermachen. Wenn es dringend neue Regelbände im Verkauf zur Finanzierung geben müsste (was ja manchen Rollenspiellinien unterstellt wird) wäre die Produktpolitik ja nicht so, wie sie gerade (und offenbar erfolgreich) ist.

Allen recht machen kann man es sowieso nicht, aber D&D5 hat wohl auch die denkbar größte Schnittmenge an Spielergeschmäckern erreicht, jede Bewegung in eine Richtung (mehr Simulation, noch schlankere Regeln,...) würden wohl eher gesamt Spieler kosten als bringen.

Fallen euch triftige Argumente für eine 6e in den nächsten Jahren ein?

Sphinx:
Direkt keiner, klar gibt es hier und da Sachen die man abändern könnte. Aber dafür braucht es IMO keine neue Edition.

Aber ich finde die Argumentation die Luke Hart (TheDMLair) mal benutzt hat interessant. Eine neue Edition wird dann nötig wenn die alte zu überladen ist und das Powerlevel komplett schief liegt.
Er vertritt die These, der ich mich anschließen würde, das jedes neue Quellenbuch neue mächtigere Optionen für die Charaktere anbietet. Und irgendwann kippt das System und man muss zu viel anpassen das es noch spannend bleibt. Das ist dann der Moment wo man mit einer neuen Edition wieder auf einem unbeschriebenen Blatt anfängt.

Sgirra:
Als Gelegenheits-D&D-Spieler fällt mir nichts ein. Die 5E scheint da einen Sweet Spot im Rollenspielangebot gefunden zu haben. Und da Wizards nun in Neu-/Eigenübersetzungen der Regelbücher investiert, scheinen sie wirklich keine Eile zu haben. Da stimme ich dir zu: Die alte Unterstellung "Ohne neue Regeln keine sichere Finanzierung" greift hier eher nicht.

Kritische Punkte wie Rassen-Boni etc. werden zudem mit (optionalen) Korrekturen in Angriff genommen. Woran sich dann allenfalls noch Geister scheiden (und nicht en masse und zudem wirklich von der Seitenlinie auf einem anderen Spielfeld aus beobachtet), würde das Opfern einiger heilige Kühe wie das Klassensystem bedeuten.

aikar:

--- Zitat von: Sphinx am 19.08.2021 | 16:36 ---Eine neue Edition wird dann nötig wenn die alte zu überladen ist und das Powerlevel komplett schief liegt. Er vertritt die These, der ich mich anschließen würde, das jedes neue Quellenbuch neue mächtigere Optionen für die Charaktere anbietet.
--- Ende Zitat ---
OK, aber gerade da geht D&D5 ja extrem vorsichtig vor.
Xanathars Ratgeber erschien 2017, Taschas Cauldron 2020. Von wirklichen Gamebreakern hätte ich bei beiden nichts gehört (korrigiert mich, falls ich falsch liege). d.h. bei diesem Tempo kann das locker noch 10 Jahre oder mehr weiter gehen, bis der kritische Punkt erreicht wird (Pathfinder hat die Klassenerweiterungen ja z.B. deutlich schneller rausgeboxt).

Weltengeist:
Ich sehe da eigentlich auch keinen Bedarf. Wer es regellastiger mag, spielt Pathfinder, wer es leichtgewichtiger bevorzugt, spielt D&D 5. Alles grün. Wegen mir sollen sie ihre Energie lieber in den Aufbau vernünftiger Spielwelten (nicht nur "ein Band und dann hört ihr nie wieder was davon") und Abenteuer stecken. ;)

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