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[Erzählt mir von] Equinox | Match-System

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Doc-Byte:
Also, einen Blick auf die Regeln kann man natürlich auch bei mir werfen: https://www.dropbox.com/s/qldwiftfuwcxdyp/Star%20Reeves%20-%20Das%20Space%20Western%20Rollenspiel.pdf?dl=0

Das entspricht zum Großteil dem Match-System, aber equinox kann man damit natürlich nicht mehr spielen. Ich fände es aber eh fair, wenn sich jemand mit ernsthaftem Interesse, nur das Regelwerk zu nutzen, trotzdem das equinox Regel-Handbuch zulegen würde, das kostet als PDF auch echt nicht die Welt mit ca. 15€.

Ansonsten kann ich für equinox selbst wirklich die letzten Quellenbücher empfehlen, die nicht mehr auf Deutsch raus kamen. Zum einen sind die schöne Ergänzungen für das Setting und die Handvoll Erweiterungsregeln runden das Regelwerk mMn sehr gut ab.

Der "Vorteil" an der Einstellung des Systems ist, dass man für relativ wenig Geld die Komplettausgabe bekommt. ;)

Waldviech:
Ja, Equinox lohnt sich wirklich! Ist ein hübsches, spannendes Setting :)

Doc-Byte:
Ich weiß nicht, ob das hier noch aktuell ist, aber ich dachte mit gerade, es wäre vielleicht ne gute Idee, meine anderen beiden Beiträge zum Match-System hierher zu übernehmen. :)


--- Zitat von: Doc-Byte am 14.01.2022 | 21:42 ---Im Match-System spielt es im Prinzip keine Rolle, wie groß das Schiff ist. Das Schiff wird wie ein Charakter behandelt und die Besatzung muss sich dann die Handlungen / Aktionspunkte teilen, die dem Schiff in einer Kampfrunde zur Verfügung stehen. (Steuern, Schießen, etc.) Natürlich würde das System nicht mehr funktionieren, wenn man jetzt eine größere Crew darstellen wollte, aber eine typische Spielrunde besteht ja normalerweise aus 4 bis 6 Spielercharakteren und darauf ist das System ausgelegt. Hätte jetzt jeder Spieler (s)ein eigenes Schiff, stünden den Piloten einfach ein paar Aktionen pro Kampfrunde mehr zur Verfügung, weil sie sich die Aktionspunkte nicht mit dem Rest der "Brückencrew" teilen müssten.

Springt man jetzt auf die Flottenebene, läuft es im Prinzip genauso ab. Nur wird bspw. ein Angriff jetzt nicht mit den Bordwaffen ausgeführt, sondern man setzt dafür ein Schiff oder einen Einsatzgruppe seiner Flotte ein, die jeweils über eine spezielle Fähigkeit verfügen. Das könnten bspw. Raumjäger mit Torpedos sein, die einfach nur Schaden bei der gegnerischen Flotte verursachen (der dann wiederum abstrakt z.B. als Velust eines Großkampfschiffes gedeutet werden könnte) oder ein Enterkommando, dass beim Gegner für Verwirrung / Ablenkung sorgt. - Und wenn man wollte, könnte man dann auf diese Ebene herunterzoomen und ausspielen, wie sich die SCs als Enterkommando zur Brücke des zentralen Kommunikationsschiffes der gegnerischen Flotte durchkämpfen und diese lahmlegen. Das wird dadurch unterstützt, dass auf dieser Maßstabsebene innerhalb einer gegebenen Zeitspanne mehr Kampfrunden ablaufen, als auf der Ebene eines einzenelen Schiffes und auf der Flottenebene wiederum noch weniger.

Das Grundprinzip ist dabei immer das gleiche, nur die "Attribute" verändern sich. Agilität bspw. wird bei einzelnen Schiffen zu Manövrierfähigkeit und bei Flotten wird das gleiche Attribut dann zu Navigation. Aber die eingesetzt Fertigkeit für einen Angriff ist in allen drei Fällen mit Schießen die selbe, egal ob man eine Pistole, ein Bordgeschütz oder einen ganzen Zerstörer dafür benutzt.

--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Doc-Byte am  3.01.2022 | 19:27 ---Ich verwende eine angepasste Version des Match-Systems von equinox, das Thema "Fertigkeiten" ist dabei aber original geblieben:

Das Match-System verwendet jeweils 6 körperliche, geistige und soziale (also insgesamt 18) Fertigkeiten, die je nach zu lösender Aufgabe mit einem anderen der 6 Attribute einen Pool bilden. (Bis auf wenige Sonderfälle.) Gewürfel wird mit W6 und entweder gegen einen variablen Mindeswurf (je nach Schwierigkeitsgrad) oder als vergleichende Probe. Dabei werden alle Würfel einer Probe zusammengezählt.

Attribute haben einen Wert von 1 bis 5, wobei Startcharaktere maximal mit einem Attribut auf 5 beginnen, auch das aber eher selten der Fall ist. (Es können 18W auf die Attribute verteilt werden und auf eins bekommt man dann am Ende einen Bonus von +1W.) Die Fertigkeiten gehen auch von 1 bis 5, aber ein Wert von 4 oder 5 ist nur über eine Spezialisierung zu erreichen. Startcharaktere haben die meisten ihrer Fertgikeiten (in der Regel 6 bis 8, selten mehr) nur auf 1 oder 2 und vielleicht eine oder zwei auf einem Wert von 3. Mehr ist mit den Punkten für "Anfänger" kaum zu erreichen, es gibt aber die Option, mit mehr Startpunkten zu starten, wenn man erfahrenere Charaktere bauen will. (Sehr viel stärker werden die dadurch aber auch nicht, es hält sich wirklich in balancierten Grenzen.)

Da im Match-System alles mit Charkaterpunkten (aka XP) bezahlt wird, gibt es neben Fertigkeiten noch einige andere Dinge, für die man sie ausgeben kann, daher werden auch sehr erfahrene Charaktere nicht sehr viel höhere Fetigkeitswerte als Anfänger haben. Den Unterschied machen dann eher die Spezialsierungen aus.

Achso, es gibt dann auch noch sog. "Nebenwirkungen" über Patzer (bei mehr als zwei 1en) und Pasche von mehr als 2 gleichen Würfeln. Und das Match-System kenn noch eine Sonderform von Fertigkeiten, sog. "Qualifikationen", die ein breiteres Spektrum bzw. ein Berufsfeld abdecken. Die sind für SCs eine Erweiterung und können diese abrunden, NSCs können auch komplett nur Qualifikationen verwenden, wenn man die als SL "nur mal schnell für einen einzelnen Auftritt" benötigt. Die mögliche Anzahl von Qualifikationen ist theoretisch unbeschränkt, praktisch limitieren aber die verfügbaren XP Erwerb und Steigerung von Qualifikationen. - Achso, die gehen übrigens nur von 1 bis 3 und haben keine Spezialisierungen.

--- Ende Zitat ---

Oder sind die zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen? :think:

RackNar:
Ich habe mir inzwischen Equinox zugelegt. Das Artwork ist so gar nicht meins, was mich vorher eher abgeschreckt hatte. Es erinnert schon stark an Earthdawn mit seinen Adepten.

Ich stolpere noch ein wenig über die Paschregeln. Wenn ich es richtig sehe, nimmt die Change einen Patzer zu würfeln zu, je besser ich bin. Ein wenig strange ...

Doc-Byte:

--- Zitat von: RackNar am  9.02.2022 | 19:55 ---Ich habe mir inzwischen Equinox zugelegt. Das Artwork ist so gar nicht meins, was mich vorher eher abgeschreckt hatte.
--- Ende Zitat ---

Das dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass es von einem sehr kleinen Verlag kommt und afaik unrsprünglich auch nur als PoD bei Drivethru geplant war. Sprich, mit entsprechend eher kleinem Budget. - Also, nach meinem Eindruck, ohne Insiderwissen!


--- Zitat von: RackNar am  9.02.2022 | 19:55 ---Es erinnert schon stark an Earthdawn mit seinen Adepten.
--- Ende Zitat ---

Das war wohl auch das Designziel. Wenn man das Regelwerk für andere Settings nutzen möchte, kann man das aber mEn leicht zurückfahren bzw. rausnehmen.


--- Zitat von: RackNar am  9.02.2022 | 19:55 ---Ich stolpere noch ein wenig über die Paschregeln. Wenn ich es richtig sehe, nimmt die Change einen Patzer zu würfeln zu, je besser ich bin. Ein wenig strange ...
--- Ende Zitat ---

Darüber habe ich tatsächlich bisher nicht nachgedacht, aber das scheint wirklich so zu sein. Aber ich müsste da selber nochmal genauer nachsehen. - Stören täte es mich jetzt aber eigentlich auch nicht wirklich.


Nachtrag zum letzten Punkt

Okay, ich hab mich damit noch mal beschäftigt. Die Wahrscheinlichkeit eines Patzers bzw. die theoretisch mögliche Größe davon steigt natürlich mit einem größer werdenden Würfelpool. Also insofern, ja, wenn man besser ist - sprich aufgrund höherer Attribute/Fertigkeiten/etc. mehr Würfel hat - werden die Patzer potentiell schwerwiegender. Andererseits sind Patzer (und Pasche) im Match-System ja primär erzählerische Nebenwirkungen. D.h. ein Patzer steht nicht automatisch für eine misslungener Probe. Ich glaube, man muss sich an dieses Konzept einfach im Spiel herantasten. Und wenn man sich letztlich einfach nicht damit anfreunden kann, kann man es ja immer noch verändern. Aber ich glaube echt, es ist nicht so problematisch, wie es zunächst aussehen mag. - Auf der Meta-Ebene könnte man es ja so deuten, dass man mit einem größeren Pool, also besseren Fähigkeiten, überhaupt erst schwierigere Aufgaben angehen kann, bei denen ein Patzer dann eben auch potentiell gefährlicher sein kann.

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