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LOTR: War Of The Rohirrim
flaschengeist:
--- Zitat von: Raven Nash am 12.04.2025 | 08:24 ---So, wir haben uns den Film gestern angetan. Ja, angetan, denn weder ich noch meine Frau hatten hohe Erwartungen. Und die wurden noch unterlaufen. Bzw. wurden alle Erwartungen aufgrund von Trailer und Kritiken, erfüllt.
--- Ende Zitat ---
Habe ihn mir heute angetan und es ging mir leider wie euch. Und dabei wollte ich den Film echt mögen, umso mehr als ich gerade in einer schönen RPG-Runde LOTR 5e mitspiele. Besonders an War Of The Rohirrim gestört haben mich folgende Punkte, die auch andere Tanelornis schon genannt hatten:
--- Zitat von: Raven Nash am 12.04.2025 | 08:24 ---Sorry, Folks, aber wenn man ein Trinkspiel draus machen kann, wenn man 1:1 Dialoge und Szenen aus den HdR-Filmen findet, ist es mit der Eigenständigkeit nicht weit her.
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--- Zitat von: PzVIE am 19.12.2024 | 15:50 ---Den Animationsstil hingegen empfand ich auf "Heidi/Wikie" Niveau.
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--- Zitat von: Raven Nash am 12.04.2025 | 08:24 ---Die Schlachtszenen wirken, als hätte man kein Budget für mehr Figuren gehabt. Das ist maximal Skirmish, aber keine Schlacht.
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--- Zitat von: ghoul am 31.12.2024 | 10:03 ---Der Film war eine Aneinanderreihung von Filmfehlern.
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Ich bin bei Logiklöchern nicht pingelig aber das war mir echt zu viel. Mein Favorit: Helm Hammerhand opfert sich vor dem Tor der Hornburg und kein einziger Bogenschütze beschießt die bergan stürmenden Feinde von den Mauern aus.
Swanosaurus:
Ich hab den neulich auf einer Flugreise gesehen und fand's jetzt echt nicht so schlimm. Umgehauen hat es mich nicht, und die Animation war nicht immer ideal (der Oberdunländer hatte irgendwie eine missglückte Gestik, und viele der Backgrounds wirkten zu fotorealistisch und haben sich mit dem sonstigen Stil gebissen). Der Fanservice (Auftritt von Saruman, noch mal in Isengart vorbeischauen, Hera trifft sich mit Gandalf, Ringgespräche der Orks) war etwas durchschaubar.
Aber die Figuren haben für mich ganz gut funktioniert, die tragische Story hat den Film getragen, und es gab viele gelungene Handlungselemente (der Tod von Heras Brüdern, der Spuk in der Hornburg). Für mich war das nette Fantasy, die den Tolkien-Kanon auch nirgends aggressiv gebrochen war. Hera war alles andere als eine Mary Sue, dass sie sich am Ende tatsächlich in den Zweikampf stürzt, war lange vorbereitet, und man hatte auch nicht den Eindruck, dass sie die Oberheldin war, die einfach alle wegrockern konnte. Ich fand's gut, dass man nicht irgendwie noch Elben oder Zwerge oder Ents oder gar Hobbits in die Story gepresst hat (deshalb haben mich auch die Orks etwas gestört in diesem "Menschenfilm").
Klar, man kann sagen, für einen Mittelerde-Film gelten höhere Maßstäbe (aber da ist für mich bei den Hobbit-Filmen schon der Zug abgefahren ...). Aber ich fand das insgesamt eine gelungene Fantasy-Trickfilm-Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Mit meinen Kindern würde ich mir den auch nochmal angucken, wenn sie Lust haben.
Namo:
Ich bin da auch relativ unbenommen, obwohl mir die HdR Filme schon heilig sind. Ich glaube der Film hätte mir eben besser gefallen, wenn er auch einfach neue Setpieces verwendet hätte (im Kern also auch eine andere Geschichte erzählt hätte). So haben wir Edoras und eine Schlacht um Helms Klamm. Das hat mich ein wenig gestört. Ich hätte dann lieber eine Geschichte gesehen, die in einem Teil von Mittelerde spielt, den man so noch nicht gesehen hatte. Gerade die zweite Schlacht um Helms Klamm hat in mir halt schlimme Erinnerungen an Episode 7 von Star Wars geweckt. Insofern hat mich auch nicht gestört, dass es ein Animationsfilm war. Aber mal Süd Gondor sehen, oder etwas zu den Waldläufern, den Krieg gegen den Hexenkönig, Tharbad zeigen und ähnliches. Möglichkeiten hätte es da schon genug gegeben, die sicherlich auch lizenzrechtlich gedeckt gewesen wären.
Alexandro:
Fahrradkette.
Der Film war nunmal über die Rohirrim, und unter diesen Umständen hat einen guten Job gemacht. Zwar waren die Kulissen (notwendigerweise) schon bekannt, aber wurden teilweise auch anders in Szene gesetzt (z.B. Helm's Klamm). Da habe ich schon schon schlimmeres Location-Recycling gesehen.
Andere Orte wären auch möglich gewesen, aber dort gibt es halt deutlich weniger Material, was (abseits von irgendwelchen Schlachten) dort passiert.
Und zu
--- Zitat von: Namo am 22.01.2026 | 14:32 ---Tharbad
--- Ende Zitat ---
hat Tolkien afaik nichtmal was geschrieben (abseits von "war mal groß, dann Hungersnot und Flut, jetzt sind da nur noch Ruinen") dazu gibt es nur die Beschreibung aus einem MERS-Quellenband (der grottig geschrieben ist und - wie ein Großteil des MERS-Materials - nicht so recht nach Mittelerde passt).
Swanosaurus:
--- Zitat von: Alexandro am 22.01.2026 | 15:52 ---
Und zuhat Tolkien afaik nichtmal was geschrieben (abseits von "war mal groß, dann Hungersnot und Flut, jetzt sind da nur noch Ruinen") dazu gibt es nur die Beschreibung aus einem MERS-Quellenband (der grottig geschrieben ist und - wie ein Großteil des MERS-Materials - nicht so recht nach Mittelerde passt).
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, es gibt auch einen aktuellen TOR-Quellenband (Ruins of the North?), in dem Tharbad viel Raum gegeben wird. Und den MERS-Band fand ich gar nicht so übel (wobei es letztendlich eine beliebige Fantasy-Stadt war ...).
Aber nichts davon wird wohl den geringsten Einfluss auf irgendwelche Mittelerde-Filmprojekte haben ...
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