Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Wie wichtig ist das Hauptattribut ?
caranfang:
--- Zitat von: Rhylthar am 23.05.2022 | 08:17 ---Wozu dann überhaupt reinpacken? Die Grenze von 20 ist bei Stufe 8 (Startattribut 17) bzw. 12 (Startattribut 15) erreicht.
--- Ende Zitat ---
für diejenigen, die die Werte immer noch auswürfeln und so auf Startwerte von 18 oder sogar 20 kommen können.
--- Zitat von: Rhylthar am 23.05.2022 | 08:17 ---D&D 5E ist für Level 1 - 20 ausgelegt, da werden also durchaus Leute in dem Bereich spielen.
--- Ende Zitat ---
Aber es gibt keine offiziellen Abenteuer, die so weit gehen. Häufig ist Stufe 12 sogar schon das höchste was erreicht werden kann.
--- Zitat von: Rhylthar am 23.05.2022 | 08:17 ---Es gibt in Fantasy RPG inkl. High Magic nicht sowas wie "unrealistisch".
--- Ende Zitat ---
Wirklich? Selbst High Fantasy hat ihre Grenzen. Und wenn eine Fee ohne Probleme einen Zweihänder schingen kann, der vielleicht zehnmal so groß ist wie sie selbts, ist das auch für ein Fantasy-Rollenspiel unrealistisch.
--- Zitat von: Rhylthar am 23.05.2022 | 08:17 ---Bei den Fähigkeiten sind es aber in erster Linie die Attribute, die dazu einladen. "Savage Attacks" vom Half Orc sind zwar nice-to-have, aber kein bahnbrechender Grund, diese Race zu wählen.
--- Ende Zitat ---
Wirklich? Wenn man jetzt nämlich die Eigenschaftsanpassungen durch die Rasse abschafft, wie es in D&D 5.5 passieren wird, werden die Fähigkeiten der einzelnen Rassen immer wichtiger, und Min-Maxer wählen dann eher bestimmte Kombinationen aus Klasse und Rasse.
--- Zitat von: Rhylthar am 23.05.2022 | 08:17 ---Und welche Eigenschaften? Attributsverbesserungen?
Dann wird ja noch mehr auf die Boni geschielt. Wieso sollte ich auf einer 15 sitzenbleiben, wenn ich eine 17 haben kann?
--- Ende Zitat ---
Weil vielleicht die 17 dazu führt, dass Dein Charakter auf anderen Gebiet deutliche Schwächen hat?
--- Zitat von: Raven Nash am 23.05.2022 | 08:25 ---Die grundsätzliche Frage ist doch: Was genau sollen die Attributs-Boni ausdrücken?
Offensichtlich waren sie mal als genetische Marker gedacht (wobei man darüber streiten kann, ob INT, WIS und CHA da überhaupt drin sein dürften). Da man damit heute offenbar ein Problem hat, lässt man frei verteilen - womit der ursprüngliche Gedanke ad absurdum geführt wird.
--- Ende Zitat ---
Da stimme ich Dir zu. Die Gründe dafür sind jetzt aber nicht irgendwelche politischen, sondern rein gamistische und haben ihren Ursprung in 4e, wo man die negativen Eigenschaftsanpassungen abgeschafft hat.
--- Zitat von: Raven Nash am 23.05.2022 | 08:25 ---Da wäre es eigentlich besser, man überlegt sich gleich einen anderen Weg. Minimalwerte wären z.B. eine Möglichkeit. Habe ich einen Halb-Ork, kann der nicht unter +1 Strength haben. Ein Halbling kann nicht weniger als +1 Dexterity haben, usw.
--- Ende Zitat ---
Auch ein guter Vorschlag.
Da fällt mir ein weiterer Vorschlag ein, der aber etwas komplizierter ist. Normalerweise werden die Eigenschaftsanpassungen als letztes durchgeführt, wodurch Werte von mehr als 15 erreicht werden können. Werden sie aber als erstes durchgeführt, sind höhere Werte nicht mehr zu erreichen, die Kosten senken sich nur um ein oder zwei Punkte.
Rhylthar:
Was man bei der 5E auch nicht vergessen sollte (wurde hier im Thread auch schon angedeutet):
Ein Bonus auf einem Primärattribut bietet nicht nur einen höheren Wert auf Schaden und Rettungswurf, sondern auch für die Trefferchance (und bei Zaubern den DC).
Und da können sich signifikante Unterschiede auftun:
Bsp.:
Langschwert, einmal +2 Bonus, einmal +3 Bonus
Reiner Schaden: 1d8+2=6,5 vs. 1d8+3=7,5...Unterschied ca. 15 %.
Schaden mit einbezogener Trefferchance von 70/75 % (inkl. Critical): 5,10 vs. 6,22...Unterschied ca. 22 %
Rhylthar:
--- Zitat von: caranfang am 23.05.2022 | 08:52 ---für diejenigen, die die Werte immer noch auswürfeln und so auf Startwerte von 18 oder sogar 20 kommen können.
--- Ende Zitat ---
Dann ist doch eher das Auswürfeln der Unsicherheitsfaktor als die regelseitige Limitierung.
--- Zitat ---Aber es gibt keine offiziellen Abenteuer, die so weit gehen. Häufig ist Stufe 12 sogar schon das höchste was erreicht werden kann.
--- Ende Zitat ---
Die DMsGuild ist durchaus voll von solchen Abenteuern. Und Dungeon of the Mad Mage ist bis Lvl 20.
--- Zitat ---Wirklich? Selbst High Fantasy hat ihre Grenzen. Und wenn eine Fee ohne Probleme einen Zweihänder schingen kann, der vielleicht zehnmal so groß ist wie sie selbts, ist das auch für ein Fantasy-Rollenspiel unrealistisch.
--- Ende Zitat ---
Kann sie ja auch nicht, die Limitierung ist nämlich schon drin. Nur weil sie STR 20 oder mehr hat (z. B. über Magie), kann sie aufgrund ihrer Größe den Zweihänder nicht führen. Siehe Halblinge.
--- Zitat ---Wirklich? Wenn man jetzt nämlich die Eigenschaftsanpassungen durch die Rasse abschafft, wie es in D&D 5.5 passieren wird, werden die Fähigkeiten der einzelnen Rassen immer wichtiger, und Min-Maxer wählen dann eher bestimmte Kombinationen aus Klasse und Rasse
--- Ende Zitat ---
Also wie jetzt über die Attribute. Nur dass diese für mich einen wesentlich höheren Einfluss haben als die meisten Volksfähigkeiten.
--- Zitat ---Weil vielleicht die 17 dazu führt, dass Dein Charakter auf anderen Gebiet deutliche Schwächen hat?Da stimme ich Dir zu. Die Gründe dafür sind jetzt aber nicht irgendwelche politischen, sondern rein gamistische und haben ihren Ursprung in 4e, wo man die negativen Eigenschaftsanpassungen abgeschafft hat.Auch ein guter Vorschlag.
--- Ende Zitat ---
Eine 17 bedeutet nicht zwangsläufig, dass ich irgendwo signifikante Schwächen haben muss. Weder bei PB noch beim Array ist das zwangsweise so. Komplizierter wird es nur bei MAD-Klassen.
caranfang:
Vielleicht wäre dieser Vorschlag besser. Er beseitigt jetzt zwar nicht unrealistische Effekte, sorgt aber dafür, dass die Attributsanpassungen nicht mehr so stark ins Gewicht fallen und die Rassen trotzdem vorteile aus ihren Attributsanpassungen ziehen können. Das könnte man dann soagr noch mit den frei verteilbaren Attribusanpassungen kombinieren.
Runenstahl:
--- Zitat von: Rhylthar am 23.05.2022 | 09:02 ---Was man bei der 5E auch nicht vergessen sollte (wurde hier im Thread auch schon angedeutet):
Ein Bonus auf einem Primärattribut bietet nicht nur einen höheren Wert auf Schaden und Rettungswurf, sondern auch für die Trefferchance (und bei Zaubern den DC).
Bsp.:
Langschwert, einmal +2 Bonus, einmal +3 Bonus
Reiner Schaden: 1d8+2=6,5 vs. 1d8+3=7,5...Unterschied ca. 15 %.
Schaden mit einbezogener Trefferchance von 70/75 % (inkl. Critical): 5,10 vs. 6,22...Unterschied ca. 22 %
--- Ende Zitat ---
Wobei ich anmerken möchte das bei den kämpfenden Klassen der Unterschied geringer ist weil der Grundschaden einfach höher ist. Einhändig ist da 1D8+4 zu 1D8 +5 realistischer (weil man entweder als Fighter, Ranger oder Paladin den Dueling Style hat, oder als Barbar den Rage-Bonus). Auf höheren Stufen wird der Unterschied dann noch geringer (durch Steigerungen und magische Waffen) und am Ende ist ja für beide 20 das Maximum. Wenn man dann z.B. ab Stufe 8 einen Vergleich zwischen Stärke 18 und 20 mit einer +1 Waffe hat, dann reden wir hier von 1D8+7 zu 1D8 +8. Da sind wir dann nur noch bei 9 %. Und bei zweihändigen Waffen ist der Unterschied noch einmal einen Tick geringer.
Aber es stimmt natürlich das sich der Bonus auf die Trefferchance mit dem Schadensbonus multipliziert. Ein kombinierter Bonus von bis zu 20 % ist durchaus realistisch, da bin ich bei dir.
Ich bleibe allerdings auf dem Standpunkt das ein Charakter nicht "Unspielbar schlecht" oder gar "eine Belastung für die Gruppe" ist wenn er nur noch 85 % des Schadens im Vergleich zu einem optimierten Charakter macht. Und man hat dann ja auch woanders wieder bessere Werte (auch wenn die meist nicht so stark ins Gewicht fallen).
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