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ONE D&D: Playtest der "neuen" Edition

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Arldwulf:
5e ist Casual Gaming. Genau dies ist die große Nische des Spiels. Generell ist es so, dass man für alles was über das Gelegenheitsspiel hinaus geht und konkrete Spielaspekte oder Thematiken angeht und die Frage wie diese möglichst gut Regelmechanisch umgesetzt werden können anderswo besser bedient wird.

Natürlich werden die Entwickler immer mal kleine Anpassungen machen und z.B. versuchen das Balancing zu verbessern. Aber eigentlich liegen die Probleme in der Grundmechanik verborgen, in BA und dem Ressourcensystem. Und um das zu ändern bräuchte man eigentlich wieder eine neue Edition. Die dann erst einmal als Designziel haben müsste überhaupt mehr als nur jenes "Core Story" Casual Game aktiv zu unterstützen. Auch mal Dinge wie Improvisation, Nichtkampfbegegnungen oder Charakterindividualisierung besser zu unterstützen.

Das damalige Designziel war es im Gegenteil das Spiel auf eben jene grundlegende Spielweise einzustampfen und möglichst viel von dem was drum herum existierte zu streichen. Und der Erfolg gibt dort dieser Entscheidung recht - gerade für Casual Gamer war es nie leichter eine neue Runde zu finden.

One D&D scheint noch stärker in diese Richtung zu gehen und wer könnte es den Designern verdenken? Es war einfach erfolgreich.

YY:

--- Zitat von: Arldwulf am 16.12.2022 | 11:39 ---One D&D scheint noch stärker in diese Richtung zu gehen und wer könnte es den Designern verdenken? Es war einfach erfolgreich.

--- Ende Zitat ---

Gerade deswegen finde ich es so bemerkenswert, wie sehr sich die Playtest-Gespräche in fiesestem Regelkleingefuddel verlieren. Aber vielleicht gibt es zu allem anderen einfach nichts mehr zu sagen, weil die "große" Richtung so klar ist.

Und dann bleibt es spannend, ob diesmal das Experiment klappt, ein Spiel quasi nur mit den Casuals weiter zu betreiben...normalerweise ist das ja eher der Tod auf Raten.

takti der blonde?:
Als hardcore casual gamer ist 5e zu spielen und zu leiten alles andere als "casual" für mich. Allein die ganzen conditions...

YY:
5e ist schon eine kuriose Mischung aus Vereinfachung und Überfrachtung. Und wenn Charakterindividualisierung (auch) über Spielmechanik geschehen soll, ufert das absehbar noch viel mehr aus.

aikar:

--- Zitat von: Mouncy am 16.12.2022 | 11:01 ---Ich will aber beides. Ist das zuviel verlangt?
--- Ende Zitat ---
Ich denke tatsächlich ja. Optimal durchdachte Builds und echte taktische Tiefe erfordert vollständige Planbarkeit, erfordert sehr präzise Regeln, erfordert üblicherweise mehr Regeln und damit verliert man die "Casual Gamer" (Ich hoffe es ist aus meinem Post klar, was ich damit meine, wenn ihr einen besseren Begriff dafür habt, bitte her damit). Ein D&D4.2 ist kein System für Casual Gamer.
Zumindest wär mir noch kein System untergekommen, das mir das Gegenteil bewiesen (also sowohl Taktiker als auch Locker-Rollenspieler voll zufrieden gestellt) hätte, Gegenbeispiele sind herzlich willkommen.


--- Zitat von: YY am 16.12.2022 | 11:49 ---Und dann bleibt es spannend, ob diesmal das Experiment klappt, ein Spiel quasi nur mit den Casuals weiter zu betreiben...normalerweise ist das ja eher der Tod auf Raten.
--- Ende Zitat ---
Welche historischen Beispiele sagen dir das?


--- Zitat von: YY am 16.12.2022 | 11:49 ---Gerade deswegen finde ich es so bemerkenswert, wie sehr sich die Playtest-Gespräche in fiesestem Regelkleingefuddel verlieren.
--- Ende Zitat ---
Genau das war der Grund für meinen letzten Post. Weil ich mich in dieser Diskussion einfach überhaupt nicht mehr wiederfinde und ich glaube (!), dass sich hier eine Minderheit der D&D5-Spieler:innen um sich selbst dreht und sich dann wundert/ärgert, dass ihre Anmerkungen nicht mehr Niederschlag finden. Ich respektiere diese Gruppe und wünsche allen, dass sie auch zufriedengestellt werden. Ich glaube nur eben nicht, dass das die Probleme sind, die einen Großteil der D&D5-Spielerschaft bewegen und entsprechend wohl auch Wizards nur begrenzt.

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