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Raven - A Gothic Horror Roleplaying Game

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Waldviech:
Und das ist exakt das, was ich (zumindest vom Konzept her - ob sich das Ganze dann in der Praxis gut spielt, ist ne andere Sache) daran spannend finde. Und wenn es dann nachher nur zum "Ausplündern" für andere Sachen da ist :).

Und @Poe: Finde ich gerade witzig, dass Poe von anderen eher als Krimi-Autor gesehen wird. Ich hatte bei ihm dank "Die Maske des Roten Todes", "Der Fall des Hauses Usher", "Die Tatsachen im Fall Waldemar" usw. immer eher den Horror-Aspekt im Fokus. "Falsch" ist das ja beides nicht, sondern nur eine Frage dessen, was man eher in den Blick nimmt. Poe war ja schon recht vielseitig mit dem, was er schrieb - und ich möchte nicht verhehlen, dass meine Horror-Perspektive auf Poe vielleicht auch eher mit der Filmreihe von Roger Corman aus den 1960ern zu tun haben könnte, als mit Poe selber. Corman hat ja ausschließlich Poes Gothic-Zeugs verfilmt und den Rest links liegen lassen.

Ich vermute mal (schon allein auf Grund der häufigen Erwähnung von dunkler Zauberei und Gespenstern), dass Raven das wohl genauso handhaben wird - was ich fast ein bisschen schade finde. Schließlich war die Genregrenze zwischen "Krimi" und "Gothic Novel" in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verdammt verwaschen und nebulös und es wird gerne vergessen, dass anständiger Gothic Horror nicht zwangsweise echten übernatürlichen Hokus-Pokus braucht.




Outsider:

--- Zitat von: Waldviech am  3.03.2023 | 09:23 ---Und das ist exakt das, was ich (zumindest vom Konzept her - ob sich das Ganze dann in der Praxis gut spielt, ist ne andere Sache) daran spannend finde. Und wenn es dann nachher nur zum "Ausplündern" für andere Sachen da ist :).

--- Ende Zitat ---

Ich habe es mir jetzt zum Plündern gegönnt. Kann nicht schaden. Spielen stelle ich mir mit mehreren Leuten weiter schwierig vor, wenn:

- alle eine "dunkle" Ambition, Hobby, whatever haben...

- alle Teil derselben Familie sind, das gleiche Anwesen bewohnen und alle dort ihren Raum der "Verbotenen Dinge" haben

- alle von einer lebenden, toten oder untoten Person manisch angezogen werden

Aber das sind nur Barrieren die sich in meinem geistigen Horizont aufbauen. Vielleicht reißt, das Werk sie später wieder ein. Nur, vom ersten Lesen her, sehe ich da zu wenig Varianz.

@Waldviech nochmal danke, dass du das hier geteilt hast, wäre ich sonst nicht drauf aufmerksam geworden!  :d 

Waldviech:
Joah, das könnte in der Tat einer dieser Fälle sein, wo der Fokus des RPGs tatsächlich so eng angelegt ist, dass es tatsächlich wenig Varianz gibt. Um das festzustellen, müssten allerdings erst einmal mehr Infos vorliegen. So persönlich sehe ich in diese beiden Punkten:


--- Zitat ---- alle eine "dunkle" Ambition, Hobby, whatever haben...
- alle von einer lebenden, toten oder untoten Person manisch angezogen werden
--- Ende Zitat ---

allerdings eher Einschränkungspotential als hierin


--- Zitat ---- alle Teil derselben Familie sind, das gleiche Anwesen bewohnen und alle dort ihren Raum der "Verbotenen Dinge" haben
--- Ende Zitat ---

So wie ich die Familie bis jetzt verstehe, handelt es sich um ein extrem weit verzweigtes Adelsgeschlecht, möglicherweise mit zahllosen Seitenlinien. So ein bisschen wie der komplette(!) Clan der Addams-Family. Nur in ernsthafter. Dass man da Probleme beim Zusammenstellen einer Gruppe hat, sehe ich eher weniger. "Familie" beschränkt sich hier ja nicht auf Mutter-Vater-Kind, sondern umfasst bestimmt auch noch Onkel, Tanten, Cousinen drölfzigsten Grades, angeheiratete Schwippschwager, illegitime Bastarde und Zugereiste, die (wat weis ich) dem entfernten Familienzweig der Metzengerstein-Corvus aus Überwald angehören. Denkt man in solchen Dimensionen, ist eine Vielzahl von Charakterkonzepten denkbar - bis hin zum gerade von Bord gestiegenen Südsee-Insulaner-Harpunier (der nämlich der Ekelsohn von Captain Kunibert Corvus ist und daher, obgleich aus einem total anderen Kulturkreis kommend, natürlich auch zur Corvus-Sippschaft gehört).

So gesehen finde ich das eigentlich einen recht cleveren Ingame-Grund, warum ein Trüppchen völlig unterschiedlicher Charaktere mir-nix-dir-nix eine Gruppe bildet.

Die Sache mit dem gleichen Anwesen ist ein wenig "schwieriger", aber auch nicht so schwierig, wenn man sich das Herrenhaus der Corvus-Sippe jetzt nicht als normale Villa, sondern mehr als urbane Ausgabe von Schloss Gormenghast vorstellt. In einem labyrinthischen Schloss mit x-tausend Zimmern kann es halt schonmal passieren, dass man seinen Vetter aus dem Westflügel mal ein paar Jahre nicht gesehen hat  ~;D

Outsider:
Ich kann dir in allem nur zustimmen, trotzdem zuckt es bei mir im Auge...so nervös.  ^-^

Es müssen einfach wirklich mehr Infos her, wenn das PDF dann irgendwann mal vor den Büchern ankommt. Dann (erhabend gehobene Stimme), dann bin ich schlauer!

Ist ja sicherlich auch ein Stück eine Geschmacksfrage.

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