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The Acolyte
Swanosaurus:
--- Zitat von: Zed am 5.07.2024 | 14:11 ---Danke, Jiba!
--- Ende Zitat ---
Ja, ich sage auch Danke!
Uebellator hat ja ein paar Kritikpunkte an Acolyte ausgeführt, und obwohl ich nicht alle nachvollziehen kann (Finde zum Beispiel gar nicht, dass es mit Maes und Oshas Loyalitäten ein Hin und Her gäbe, Osha ist bis mindestens Folge 6 klar bei den Jedi, und Mae entsagt ihrem Meister, nachdem sie kapiert, dass ihre Schwester noch lebt, weil die Rache für den Tod ihrer Schwester von Anfang an ihr treibendes Motiv war; und Jecki und Yord finde ich überhaupt nicht blass, besonders Yord wird knapp, aber sehr eindrücklich und auch nicht zu einseitig charakterisiert: Sozial ein bisschen unbeholfen, unerträglicher Klugscheißer, aber gleichzeitig zutiefst loyal und anständig), ist das für mich alles legitime Kritk - und nichts davon hat das geringste mit irgendeiner "woken agenda" zu tun.
Dass Disney sich zumindest in Sachen Star Wars für eine Seite in den "Culture Wars" entschieden hat, ist zwar schon klar - aber dazu gehört ja gar nicht, dass irgendwelche politischen Botschaften breitgetreten wird. Es reicht ja schon, dass sie ein paar PoC als Hauptfiguren haben, damit die "andere Seite" sie zum Feind erklärt. Ganz ehrlich scheint mir die "Wahl" für Medienschaffende in den USA ja derzeit die zwischen "Okay, wir achten ein bisschen mehr auf repräsentatives und faires Casting und schreiben auch dann und wann mal ein paar nicht-heterosexuelle Rollen" und "Jippiiee, Faschismus!" zu sein. Dann lieber "woke Agenda", auch wenn da der Schuss gelegentlich nach hinten losgeht und es manchmal auch verlogen erscheint, wenn gewaltige Medienkonzerne plötzlich ganz, ganz besorgt um soziale Gerechtigkeit sind. (Klar, idealerweise sollte es auch die "Das interessiert uns alles gar nicht, wir wollen einfach nur eine gute SF-Serie machen und sind hundert Prozent color- und gender-blind", was im Falle des Star-Wars-Universums ja absolut angemessen wäre, aber das gibt die politische Situation halt nicht her; am Ende ist alles ein Statement, und das Übergewicht an weißen Männern im alten Star Wars - einschließlich der Prequels war halt auch nicht neutral, sondern hat eine Diskriminierung widergespiegelt, die damals nur eben sehr viel weniger in Bezug auf Medien thematisiert wurde.)
Grubentroll:
--- Zitat von: Irian am 5.07.2024 | 13:21 ---
Why not both? Also, es kann eine Masse an Leuten ne Serie scheiße finden, weil sie aus, sagen wir mal, "neutralen" Gründen nicht gut ist (Kamera, Story, Dialoge, etc.), während GLEICHZEITIG eine Masse an Rechten/whatever die gleiche Serie primär deshalb scheiße findet, weil poc, Frauen, etc.etc. vorkommen und nicht ein weißer, strahlender, männlicher Held 100% des Spotlights bekommt.
Das kann beides gleichzeitig passieren und deshalb ist es dann natürlich auch bei der Gegenseite schwierig, das wieder auseinander zu frimmeln - und teilweise ist auch gar kein Interesse da, auch manchmal verständlicherweise.
--- Ende Zitat ---
Ja, da hast du natürlich recht.
Ich bezweifle mit Sicherheit nicht, dass es ein paar Nazi-Trottel gibt, die mit sowas grundsätzlich Probleme haben. Oder die, was ich echt zum kotzen finde, die Darsteller direkt angreifen auf Social Media. Geht gar nicht.
Aber die machen nicht den Großteil der Masse an Leuten aus, die Kenobi doof fanden. Aber die Erklärung war irgendwie trotzdem "Incel Nazi Muttersöhnchen hassen Moses Ingram, und deswegen haben wir so schlechte Audience-Bewertungen".
Aber das ist eben einfach Quatsch.
Und ich muss auch sagen dürfen, dass die Schauspielerin meiner Meinung nach ungeeignet war für die Rolle, ohne dass gleich öffentlich angenommen wird, dass ich Ausländerwohnheime anzünde in meiner Freizeit.
Swanosaurus:
Mal so am Rande: Seit wann ist der Diskurs eigentlich "Woke Disney hat Star Wars gekillt?"
Weil ich ehrlich gesagt immer noch auf dem Stand "Ein frühseniler George Lucas hat Star Wars mit den Prequels gekillt" war.
Und jetzt scheinen die Prequels plötzlich der positive Maßstab zu sein ...
(Ich finde ja zu den Prequels nach wie vor: Gute Idee, gute Darsteller*innen, aber ansonsten leider echt schlecht umgesetzt. Und bei den Sequels lustigerweise fast das Gegentei: Schlechte Idee (bis auf Last Jedi, der sich zumindest was getraut hat), streckenweise aber durchaus gut und spannend umgesetzt. Rise of Skywalker bleibt trotzdem der schlimmste Star-Wars-Film aller Zeiten, noch vor Revenge of the Sith).
Grubentroll:
--- Zitat von: Swanosaurus am 5.07.2024 | 16:25 ---Mal so am Rande: Seit wann ist der Diskurs eigentlich "Woke Disney hat Star Wars gekillt?"
Weil ich ehrlich gesagt immer noch auf dem Stand "Ein frühseniler George Lucas hat Star Wars mit den Prequels gekillt" war.
Und jetzt scheinen die Prequels plötzlich der positive Maßstab zu sein ...
--- Ende Zitat ---
Keine Ahnung, ich finde die Prequels immer noch furchtbar.
Für mich hat Star Wars 1983 aufgehört...
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Ich würde ja eher sagen, daß im Jahr 2075 Diskussionen rumgeistern werden, daß Xlllbbbt Frngrnhn mit seinem diesjährigen Reboot der legendären achtzehnten Staffel von "Star Wars - Jedi Teenage MasterBlaster Shootout " das Franchise endgültig an die Wand gefahren haben wird ;D
Totgesagte leben länger.
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