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[Wandorra - Die Pfade im roten Sand] Entdeckt die Welt nach der Katastrophe
Wandorra:
Hallo zusammen,
vor einiger Zeit habe ich hier schon einmal eine frühe Version von Wandorra vorgestellt. Seitdem hat sich das Projekt ziemlich weiterentwickelt, vor allem regel- und konzeptseitig. Deshalb wollte ich ein kleines Update geben, was sich seit der ersten Fassung geändert hat – und natürlich auch hören, wie ihr das einschätzt.
Worum es bei Wandorra geht
Kurz zur Erinnerung: Wandorra spielt im Jahr 2263 in Westaustralien, rund zweihundert Jahre nach einer ziemlich gründlichen Katastrophe. Die Region ist ein Flickenteppich aus verstrahlten Ruinen, verrosteter Infrastruktur und langsam zurückkehrender Natur. Zwischen überwucherten Städten, trockengefallenen Flüssen und halb versunkenen Küstenstädten schlagen kleine Siedlungen Wurzeln und versuchen, irgendwie stabil zu bleiben.
Ton und Fokus sind „dreckige Endzeit“ und eher eine stabile Apokalypse: Die Welt ist kaputt, aber sie läuft weiter. Es gibt Mutanten, Schrotttechnik, Funkstationen, die mehr Orakel als Gerät sind, und genug Platz für moralisch graue Entscheidungen.
Der größte Umbau: Charaktererschaffung
In der Version, die ich damals hier gezeigt habe, lief die Charaktererschaffung noch über feste Berufe und Hintergründe. Das war übersichtlich, hat Figuren aber recht stark in vorgegebene Bahnen gedrückt.
Inzwischen ist das komplett umgebaut: Die Charaktererschaffung läuft jetzt über ein freies Punktekonzept. Du stellst dir deinen Wanderer selbst zusammen, indem du Attribute, Fertigkeiten, Gaben, Handicaps und Mutationen mit Punkten kaufst. Es gibt keine festen Berufsschablonen mehr, Berufe existieren eher als Beschreibung der Figur im Spiel, nicht als Regelpaket. Dadurch lassen sich Konzepte deutlich feiner bauen, ohne dass man gegen das System arbeiten muss.
Spezies und Mutationen
Früher waren genau zwei Mutantenspezies als spielbar vorgesehen. Das war ein netter Einstieg, hat aber die Vielfalt, die das Setting eigentlich hergibt, nicht wirklich abgebildet.
In der aktuellen Fassung sind daraus neun spielbare Mutantenspezies geworden, plus normale Menschen. Dazu kommt eine deutlich erweiterte und überarbeitete Liste von Mutationen, Gaben und Handicaps. Viele dieser Elemente gibt es in mehreren Stufen, so dass man eher fein dosieren kann, wie „kaputt“ oder wie spezialisiert eine Figur sein soll, ohne dass einzelne Optionen alles dominieren.
Regelgerüst und Aufbau
Auch strukturell hat sich einiges getan. Damals war im Prinzip alles in einem Dokument versammelt: Grundregeln, Spezialkram, Baukästen, Experimente.
Heute ist das etwas sauberer getrennt gedacht:
Es gibt einen Schnellstarter, mit dem man direkt losspielen kann.
Das Spielerhandbuch mit den Kernregeln ist fast fertig und bildet die „Frontseite“ des Spiels ab.
Die ganzen Baukästen für Waffen, Fahrzeuge, EXUG-Exoskelette und ähnliche Basteleien wandern ins geplante Spielleiter-Handbuch, zusammen mit optionalen Modulen wie Rufsystem, Außenposten/Massenkampf oder speziellen Ressourcenzugängen.
Die Idee dahinter: Spieler sehen in erster Linie das, was sie für ihre Figuren brauchen. Spielleitungen bekommen im zweiten Schritt das Werkzeuglager, um die Welt gezielt zu modellieren.
Soziale Interaktion und Mentalpunkte
Ein Punkt aus dem alten Post ist geblieben, wurde aber klarer gefasst: Soziale Interaktionen sind regelmechanisch nicht nur „Handwedelei“, sondern greifen ins gleiche Fundament wie Kampf ein. Einschüchtern, Verhandeln oder psychischer Druck können gezielt auf die Mentalpunkte eines Gegenübers gehen, funktionieren also strukturell ähnlich wie ein Kampf, nur eben auf der geistigen Ebene. Das soll keine reine „Social-Simulation“ werden, aber die Option bieten, Konflikte auch ohne Waffen spürbar und folgenreich auszutragen.
Aktueller Stand und Fragen an euch
Aktuell laufen Testspiele mit dem Schnellstarter und der Spielerhandbuch-Fassung. Parallel entstehen Hörgeschichten im selben Setting, um die Welt jenseits der Regelseiten greifbarer zu machen.
Mich würden ein paar Dinge aus eurer Sicht interessieren:
Wie steht ihr generell zu freien Punktekonzepten gegenüber Beruf/Hintergrund-Schablonen – insbesondere in eher tödlichen, endzeitlichen Systemen?
Neun spielbare Mutantenspezies: klingt das nach „schön viel Auswahl“ oder eher nach „Verzettelungsgefahr“?
Wie findet ihr die Aufteilung „Spielerhandbuch mit Kernregeln“ und „Spielleiter-Handbuch mit Baukästen und optionalen Modulen“ – hilfreich oder unnötig?
Wenn jemand neugierig geworden ist, kann ich den aktuellen Schnellstarter gern per PN rüberschicken. Und wenn ihr noch den alten Thread im Kopf habt: Es hat sich tatsächlich einiges verschoben, insbesondere bei Charaktererschaffung und Mutantenvielfalt.
Beste Grüße
Mirco
Wandorra:
Wie ich ChatGPT nutze – und warum das für mich funktioniert
Ich nutze ChatGPT nicht als Spielzeug und auch nicht als Ersatz für eigenes Denken oder eigene Arbeit, sondern als Werkzeug mit zwei klaren Betriebsarten: Ideenmodus und Bau-Modus. Der Unterschied ist entscheidend.
Im Ideenmodus geht es um Öffnen. Varianten denken, Möglichkeiten ausloten, Stimmungen testen, Alternativen prüfen. Hier darf ChatGPT kreativ sein, widersprechen, neue Perspektiven einwerfen. Das erzeugt mehr Optionen, mehr Tiefe, manchmal auch mehr Arbeit – aber genau das ist in dieser Phase gewollt. Es ist Exploration.
Im Bau-Modus gilt das Gegenteil. Hier wird geschlossen, nicht geöffnet. Texte werden konkretisiert, Regeln festgezurrt, Widersprüche beseitigt, Entscheidungen getroffen. In diesem Modus soll ChatGPT keine neuen Ideen mehr liefern, sondern vorhandene Inhalte schärfen, strukturieren und stabil machen. Das Ergebnis soll verwendbar, belastbar und konsistent sein.
Wichtig ist dabei: Die eigentliche Finalisierung liegt immer bei mir.
Texte werden von mir nachbearbeitet, gekürzt, umformuliert, stilistisch angepasst und erst dann als final betrachtet. Gleiches gilt für Zeichnungen und Bilder: Entwürfe, Varianten oder Rohideen werden weiterbearbeitet, neu interpretiert oder verworfen. Nichts geht ungeprüft oder unbearbeitet in ein Projekt.
Auch das Layout entsteht vollständig in eigener Arbeit. Satz, Struktur, Seitenaufbau, visuelle Gewichtung und Endfassung werden nicht ausgelagert, sondern bewusst selbst umgesetzt.
Das Problem ist nicht, dass man Ideen generiert – sondern dass man sie ungefiltert übernimmt. Sobald man klar trennt zwischen Exploration, Ausarbeitung und Finalisierung, kippt man nicht in Verzettelung. Dann spart das Werkzeug real Zeit, statt neue Baustellen zu erzeugen.
Ich nutze ChatGPT außerdem fast nie für Einzelantworten, sondern in Arbeits-Sessions. Ich bringe eigene Gedanken mit, lasse sie spiegeln, prüfen oder zuspitzen und treffe danach schneller Entscheidungen. Besonders bei Regelwerken, Technik, Struktur und Textarbeit ist der Zeitgewinn deutlich: weniger Sackgassen, weniger Umwege, weniger spätes Korrigieren.
Ergebnis:
Das, was hier entsteht, ist kein KI-Slope.
Es ist kein schleichender Kontrollverlust, keine kreative Abhängigkeit und kein automatisiertes Produzieren. Entscheidungen, Stil, Auswahl und Verantwortung bleiben vollständig beim Menschen. ChatGPT beschleunigt Prozesse – es ersetzt sie nicht.
Kurz gesagt:
Kein Ersatz für Kreativität oder Handwerk.
Kein Automatismus.
Sondern ein kontrollierter Sparringspartner innerhalb eines klaren, eigenen Arbeitsprozesses.
Wandorra:
Hi zusammen,
Episode 3 meiner Wandorra Hörgeschichten ist online – und zwar seit dem 17.12.2025.
Ich wollte kurz dazu sagen, warum sich der Aufbau verändert hat: Nach eurem Feedback zu Episode 1 und 2 (Danke dafür!) habe ich die Struktur angepasst. Weniger „Szenen-Schnipsel“, mehr zusammenhängender Ablauf, damit sich die Stimmung und die Figuren besser setzen können.
Das hat einen ganz praktischen Effekt: Die Folgen sind dadurch deutlich länger geworden – statt vorher ca. 12 Minuten liegt die Episode 3 jetzt bei rund 30 Minuten.
Wenn du Lust hast: Hör rein und sag mir gern, ob sich der neue Aufbau für dich besser anfühlt (Tempo, Atmosphäre, Verständlichkeit, Länge). Ich freue mich über ehrliches Feedback – ich feile da weiter dran.
Viele Grüße
Mirco
Wandorra:
Etwas besonderes zum Fest:
In der Downloadsektion findet ihr ab heute die Beta 10 des Spielerhandbuches von Wandorra plus Charakterbögen.
https://a362155.jupiter.1blu.de/?goto=default%2FPublic%2FDownloads%2FWandorra%20SHB%20Beta%2010
Über Feedback würde ich mich sehr freuen.
Gunthar:
--- Zitat von: Wandorra am 24.12.2025 | 08:14 ---Etwas besonderes zum Fest:
In der Downloadsektion findet ihr ab heute die Beta 10 des Spielerhandbuches von Wandorra plus Charakterbögen.
https://a362155.jupiter.1blu.de/?goto=default%2FPublic%2FDownloads%2FWandorra%20SHB%20Beta%2010
Über Feedback würde ich mich sehr freuen.
--- Ende Zitat ---
Öhm, da muss man ein Benutzername und Passwort eingeben. Wurde vermutlich falsch verlinkt.
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