Pen & Paper - Rollenspiel > Karten und Battlemaps
Loke Battlemaps
Skaeg:
Alles klar, danke.
Namo:
Wie durch Karten Kampfinspiration entstehen kann
Eigentlich wollte ich für den nächsten Abend auf eine Map verzichten und wieder ToM spielen. Gemäß Plan soll eigentlich kein nennenswerter Kampf stattfinden. Zwischen zwei größeren Dialogabschnitten soll allerdings ein Kampf stattfinden.
Wir befinden uns immer noch in der Stadt der Untoten von oben. Die Welt ist verdreht und Spiegel spielen immer wieder eine Rolle. Außerdem ist sie im Gegensatz zu der echten Spielewelt ziemlich abgedreht und auch hoch magisch - man kann sich als SL also auch etwas austoben und die Charaktere/Spieler mit etwas fantastischeren Szenen konfrontieren, die nicht immer der letzten Logik gehören müssen. Um unerkannt in das Schloss des Herrn der Stadt zu gelangen, macht die Gruppe sich auf in die Spiegelgasse. Hier ist der Name Programm. Eine geschlängelte, etwa 4 Meter breite, Gasse voller Spiegel. Diese können vergangene Erinnerung und Seelenfragmente darstellen - aber auch manche sind auch Portale. So die Ausgangsbasis. Ich wollte hier einen Geisterjäger und seine Geisterwölfe oder Hunde erscheinen lassen, die Witterung aufgenommen haben und die Gruppe hier stellen. Kampfgedanke war, dass der Jäger ein Fernkämpfe ist und die Wölfe ihn "schützen" bzw. Nahkampfangriffe durchführen. Ich wollte durch die Enge der Gasse darstellen, dass die Gruppe nicht direkt an den Jäger heran kommen kann. Würde er besiegt, verschwinden auch seine Tiere. Und schon habe ich wieder ein "Problem" der Darstellung dachte ich. Also was ist schon dabei schnell eine Karte zu machen. Ist ja kein Aufwand. Also habe ich eine der Blanko Straßenkarten verwendet und einfach eine Gasse eingezeichnet. Es sollte ja nur eine grobe Visualisierung werden. Deswegen ist das nicht schön. Die blauen Striche sollen die Spiegel darstellen. Man sieht, wie gut man auch farblich über alles malen kann.
Fertig! ?!?!?? Fertig oder?!?!?!?!? Hm, eigentlich ist das mit den Spiegeln und der langen Gasse doch ganz cool. Was wäre denn, wenn der Jäger durch die Spiegel flüchten könnte und an anderer Stelle wieder erscheinen könnte? Könnte man ja so darstellen, dass die Spiegel dann immer einen Wald zeigen. Im Norden der Stadt ist ohnehin ein verdorrter Totenwald, den die Gruppe im weiteren Verlauf des Abenteuer noch betreten würden. Der Gedanke hat mir gefallen. Der Bezug zum Wald hat mir dann so gut gefallen, dass mir eine weitere Idee gekommen ist. Vielleicht würde der Geist sich immer heilen wenn er sich im Wald befinden würde? Dadurch ist dann entstanden, dass er in der Gasse nicht zu besiegen ist und eine quasi Unsterblichkeit hat. Die Gruppe muss ihm durch die Spiegel folgen und in einem Waldstück den endgültigen Kampf führen. Das sollten sie einigermaßen schnell checken anhand der Änderung der Spiegel die einen Wald zeigen wenn das Portal offen ist. Und zu einem verfluchten Wald gab es dann in einem meiner großen Bücher sogar eine richtig schöne Szene. Und so kamen weitere Ideen. Da das der endgültige Kampfplatz wird, sollte noch eine weitere Schwierigkeit hinzu kommen. Also habe ich auf die Lichtung eine Turmruine platziert, von deren Plateau er schießen würde. So hat er selbst Schutz vor Fernkampfangriffen und umgekehrt Überblick über die Situation. Die Wölfe schützen hier vielleicht den Turm bzw. verwickeln die Charaktere in Kämpfe. Dazu noch drei Portale um zufällig den Einstiegspunkt jedes Spielers zu ermitteln. Ein paar Mauerreste auf die Karte und das ohnehin unwegsame Gelände noch mit zusätzlichen Baumhindernissen beklebt, damit der direkte Weg zum Turm nicht immer ohne Weiteres möglich ist.
Dazu kam mir dann noch der Gedanke, dass der Jägergeist hier auch zwei Fallen vorbereitet haben könnte. Also die losen Platten aus der Tilesbox zu Fallen etc. drauf gelegt. Diese haben den Nachteil nicht zu kleben - dafür kann man sie aber umdrehen und die Spieler mit dem darunterliegenden überraschen. Das ist wirklich faszinierend, wie solche Karten und Gedanken über einen Kampf hierauf einen inspirieren können und den Kampf deutlich besser machen wie zunächst geplant.
Zum Abschluss kam mir noch die Idee ein Zelt und altes Lagerfeuer in die Ecke zu kleben. Wie war er ein Geist geworden? Wölfe hatten ihn nachts in seinem Zelt überrascht und zerfleischt so ist er gestorben und zum Geist geworden, der auch an die Geisterwölfe gebunden ist. Also können sie im Zelt auch die Überreste des Jägers finden. Wenn sie hierzu eine gute Idee haben (Verbrennen, Segnen whatever) würde der Geist auch ohne Kampf besiegt werden können und "befreit" sein.
Je nachdem wie der Kampf ausgeht, können sie diese Szene auch später im Abenteuer wenn sie im Wald unterwegs nochmal vorfinden (falls sie z.B. nicht ins Zelt gehen).
So der Entwurf ohne Minis. Aber damit bin ich jetzt wirklich zufrieden. Ich mag ja Kämpfe nicht allzu gerne - zumindest wenn sie gehäuft sind und eigentlich auch keinen tieferen Storysinn haben. Aber auf den Kampf habe ich jetzt schon wieder richtig Lust, da er in sich eben nicht nur TP runter kloppen ist und auch eine eigene Geschichte erzählt.
Namo:
Sonntagnachmittag, Sonnenschein, herrliches Wetter - ein perfekter Zeitpunkt die letzten Reste des kommenden Abenteuers vorzubereiten ~;D Nach dem wir im letzten Abenteuer nur im Theater gekämpft haben, wird es nun zum Abenteuerabschluss wieder Zeit für Karten. Zwei Szenarien sollen hier entstehen. Ein Ballsaal und ein Dorf, dass nach einem Überfall teils in Flammen steht. Also habe ich mal wieder die Lokebücher gewälzt und recht schnell ein paar passende Karten gefunden:
Es sind die beiden "Towns" Bücher und das Giant Book Shadowscar. Letzteres war mein Weihnachtsgeschenkt an mich. :) Schön es gleich anwenden zu können.
Der Ballsaal soll drei Spiegel beinhalten, die für Seelenfragemente des zu bekämpfenden Bossgegners stehen. Ein Charakter kann in eine Spiegelwelt eintreten um dort versuchen dort durch Dialoghandlungen einen guten Teil der Seele wiederzuerwecken. Inzwischen sehen sich die übrigen Charaktere dem Monster ausgesetzt und müssen Zeit gewinnen. Durch jeden erledigten Spiegel wird es schwächer, da der gute Teil seiner Seele rebelliert. Wenn es das nach dem ersten Spiegel versteht, wird es versuchen wollen die übrigen Spiegel zu vernichten oder vernichten zu lassen. Dafür sollen Ritterrüstugen die im Saal stehen beseelt werden. Da wir in einer Alptraumdimension sind, verfügt das Monster auch über Fähigkeiten, die das Szenario etwas verändern bzw. sich hier leichtfüssig durch die Schatten bewegen zu können. Und ich stellte mir zwei Ebenen vor. Um den Ballsaal sollte sich eine Ballustrade entlang führen. Hier konnte mir dann wieder mal die Tricks&Traps Box helfen. Ich habe hierzu Dungeongänge genommen und seitlich angelegt. Leider sind die Teile daraus nur Aufleger, kleben also nicht. Dafür kann man sie aber auch umdrehen und gerade für das Szenario, in dem Feuer auch eine Rolle spielt, ist das eigentlich nicht schlecht gewesen. Für den Transport ist das allerdings immer etwas doof, da ich die Karten dann vor Ort noch etwas aufbauen muss und sie nicht sofort hinlegen kann. Aber das geht fix.
Am Ende sieht das dann von obigen Karten ausgehend so aus. Zugegebenermaßen will ich die Spieler auch ein wenig durch dir vier "Ritterrüstungen" die an den Mauern des Ballsaals stehen, nervös machen. Sie werden natürlich schon ahnen, dass die nicht so einfach so stehen bleiben werden. Ich hätte da auch erstmal Ritterrüstungen Aufkleber hin kleben können. Aber hier will ich sie durch die Standees schon wirklich darauf vorbereiten, dass der Kampf wohl länger wird und sie ihre Ressourcen etwas einteilen sollten. Um die hier leicht nervige Unebenheit des Buches im Übergang zu zweiten Ebene auszugleichen
habe ich noch das Minibook für den oberen Raum genutzt. Das ist eigentlich mit 14 Euro und die übersichtliche Anwendungsmöglichkeiten, eigentlich überteuert bzw. nicht ganz so gut, aber für solche Zwecke ist es wiederum perfekt. Und so sieht es dann aus:
Aber dann folgt ein Szenenwechsel. Dem Monster hängt die Schuld nach, einst ein Dorf aus Eid dem König gegenüber mit überfallen zu haben. Unschuldige sind hier in Flammen gestorben. Nachdem die drei Spiegel bezwungen und die gute sich von der bösen Seeler getrennt hat, wird diese alte Düsternis in ihm der finale Kampfplatz sein. Die Charaktere sehen kurz schwarz und finden sich in einer Mühle. Hierzu habe ich zwei Bücher aneinander gelegt. Das klappt meistens überraschend gut und die Brüche sind eher minimal. Die Charaktere müssen die gute Seele, die sich nun auf einem Altar in einem alten Tempel (rechts unten) befindet, rechtzeitig erreichen. Denn die Toten erheben sich in Form von Zombies. Diese wollen sich rächen und versuchen die gute Seele zu töten. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Dazwischen geben die teils zerstörten Häuser dem Bossgegner gute Möglichkeiten, die Charaktere von oben im Fernkampf anzugreifen.
Alle Kisten die da noch aufliegen, lassen sich zu Flammenkisten umdrehen. So soll nach und nach ein noch größeres Flammenmeer entstehen. So auch oben am Tempel. Sollten sie versuchen den Tempel zu erkettern, wird der Bossgegner auch hier zündeln. Es ist seine Erinnerung, die von ihm geschaffene Welt, so hat er hier deutlich mehr Macht wie in der realen Welt. Die Gegner, bis auf den Boss, sind alle eigentlich recht schwach. Aber ich denke durch die reine Länge des Kampfes und der Hindernisse, dürfte er doch recht happig werden. Sie werden da schon einiges an Zaubermöglichkeiten und ihre Gegenstände nutzen. Vielleicht auch taktieren und die Möglichkeiten der Karte vielleicht gegen die Gegner ausspielen. Theoretisch kann ein Flugzauber oder ähnliches hier extrem helfen. Aber wieviel Magiepunkte hat der Magier zu dem Zeitpunkt noch bzw. wieviel ist er bereit hierfür auszugeben? Ich bin wirklich gespannt, wie es laufen wird. Das ist schon ne kleine Sandbox. Insofern frage ich mich aber auch immer mehr, was ich eigentlich mit den kleinen Dina4 Büchern soll ;D Ich mag es durch die Karten eigentlich den Kämpfen ein großes Areal zu geben. Ganz so ist es zwar nicht gedacht von Loke her, aber die Möglichkeit haben sie bewusst auch geschaffen. So sieht die Karte aus:
Das Designen der Kämpfe macht mir echt jedesmal super viel Spaß, ist in der Form aber natürlich auch zeitaufwändig. Aber hätte ich damit schon früher angefangen, wären wahrscheinlich noch ein paar Elemente für diesen Kampf dazu gekommen. Ich merke wie mir bei dieser Art der Gestaltung beim Vorbereiten ständig neue Ideen für den Kampf kommen. Vielleicht gehe ich es auch mal umgekehrt an und designe für ein Abenteuer zunächst den Hauptkampf und schreibe dann erst das Abenteuer drum herum. Einfach um mal einen Abend den Fokus eher auf eine Kampf zu legen.
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