Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Nützlichkeitsunterschiede von Skills und was man dagegen tun kann
Ainor:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 8.12.2025 | 12:11 ---Insbesondere Tools finde ich nicht durchdacht. Dass man Werkzeug oder Geräte für bestimmte Dinge benötigt, ist doch normal. Tools sind nichts anderes als die Praxis im Umgang mit Dingen.
--- Ende Zitat ---
Also ich kann das nicht nachvollziehen. Tools (ausser Thieves') waren für mich immer kleine Extras mit beschränkten Anwendungen die den Charakter abrunden, so ähnlich wie die Craft Skills in 3E, aber eben explizit nicht als Skills die mit Persuasion & Perception um knappe Skillpunkte konkurieren.
Ich finde auch die Abgrenzung nicht wirklich problematisch. Von allen Beispielen für Skillanwendung (24erPHB 14) brauchen nur 2
Geräte, und bei Forage kann man ja schon davon ausgehen dass die schwerbewaffnete Gruppe irgendwie einen Hasen erlegt bekommt...
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 8.12.2025 | 08:28 ---Was soll Gaming Set: Dice Proficiency sein? Warum ist das auch nur ansatzweise gleichwertig zu Schach oder gar Medizin?
--- Ende Zitat ---
Man kennt verschiedene Würfelspiele inklusive der Wahrscheinlichkeiten. Durchaus vergleichbar mit Schachregeln.
Aber mal im Ernst: wen interessiert die "Wertigkeit" davon im Vergleich zu Stealth & Perception?
(Einzige Ausnahme wäre natürlich wenn man gegen den Tod spielt :-) )
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 8.12.2025 | 12:11 ---Diese mechanische Tools / Kits / Skills Unterscheidung ist für mich eine grundlegende Ursache bei der unterschiedlichen Wertigkeit.
--- Ende Zitat ---
Also ich glaube nicht dass sich das Spiel ohne Tools gross ändern würde. Aber wie bereits gesagt: Nützlichkeitsunterschiede von Skills ist schon seit mindestens 3E ein Problem.
--- Zitat von: Selganor [n/a] am 8.12.2025 | 16:41 ---Ist in D24 inzwischen in einer Sidebar bei den Skills (in D14 war es noch ein "Variant Rule"-Abschnitt), war also im Prinzip schon immer in 5e.
--- Ende Zitat ---
Ich finde die Regel nicht besonders gut in der Praxis. Bei jedem Skillwurf erstmal diskutieren welches Attribut gilt, was denn aber auch nur 2 Punkte Unterschied macht, ist mühsam. Ich glaube eine vorgegebene Liste solcher Anwendungen wäre einfacher.
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 8.12.2025 | 11:03 ---Eine Sache die ich überlegenswert fände wäre es einge skills zu "tool proficiencies" runter zustufen.
Insbesondere Performance, Animal Handling, Medicin und eventuell auch die Knowledge Skills.
--- Ende Zitat ---
Also bei Medicine finde ich die Idee sehr gut. Nur Zustand feststellen müsste dann je nach Kreaturtyp zu einem anderen Skill, z.B. Nature für Tiere.
Knowledge finde ich schwieriger denn die Standardanwendung ist ja einfach zu würfeln ob man etwas weiss. Und da es nur 4 Knowledge Skills gibt deckt jeder (idealerweise) eine ganze Menge ab.
--- Zitat von: nobody@home am 8.12.2025 | 09:33 ---Skills sind in D&D nun mal das Stiefkind und waren es auch schon immer. Frühe Versionen hatten sie noch nicht mal (außer als spezielle "Diebesfertigkeiten"), spätere waren sich auch nicht immer ganz klar darüber, wofür ihre "non-weapon proficiencies", "general skills" und dergleichen nun eigentlich gut sein sollten, und ganz allgemein standen Stufen, Klassenfähigkeiten, und natürlich erst recht Magie einfach im Vordergrund, woran sich auch bis heute nichts geändert hat.
--- Ende Zitat ---
Naja, in anderen Systemen sind "Skills" wichtiger weil Waffenfertigkeiten auch darüber laufen. Klar ist Magie spektakulärer, aber grade wenn man auf niedrigen Stufen unterwegs ist sind Skills viel präsenter im Spiel. Insofern weiss ich nicht ob "Stiefkind" zutrifft.
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat von: Ainor am 9.12.2025 | 01:22 ---Also bei Medicine finde ich die Idee sehr gut. Nur Zustand feststellen müsste dann je nach Kreaturtyp zu einem anderen Skill, z.B. Nature für Tiere.
Knowledge finde ich schwieriger denn die Standardanwendung ist ja einfach zu würfeln ob man etwas weiss. Und da es nur 4 Knowledge Skills gibt deckt jeder (idealerweise) eine ganze Menge ab.
--- Ende Zitat ---
Bei Knowledge bin ich mir auch nicht sicher, die sind nur mMn selten relevant.
Performance könnte man halt mMn durch die diversen Proficiencies für Musikintrumente ersetzten, den Medicine ist ja halt eh schon durch das Healing Kit weitest gehen überflüssig wenn es darum geht jemanden zu stabilisieren (alternativ müsste man es erlauben mit Medicine tatsächlich HP zu heilen, damit der Skill relevant wird), und die Untersuchung von Leichen o.ä. knnte man einfach Investigation zuschlagen, und Animal Handling ist glaub ich RAW nur beim Reite Relevant und da könnte man mMn auch einfach eine Mount Proficiencies analog zu den Vehicles Proficiencies einführen.
nobody@home:
--- Zitat von: Ainor am 9.12.2025 | 01:22 ---Ich finde die Regel nicht besonders gut in der Praxis. Bei jedem Skillwurf erstmal diskutieren welches Attribut gilt, was denn aber auch nur 2 Punkte Unterschied macht, ist mühsam. Ich glaube eine vorgegebene Liste solcher Anwendungen wäre einfacher.
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Vor allem, weil schon das klassische Klischeebeispiel "Mein Barbar sollte zum Einschüchtern gar kein Charisma brauchen, der hat doch Muckis!" ein gutes Stück weit an den Haaren herbeigezogen ist. Wenn zwischen "Ich bin stark" und "Ich kann Leuten genau die Art von Angst machen, die ich gerade jetzt für meine Zwecke brauche" ein Zusammenhang bestünde, wären Bodybuilder im richtigen Leben die besten Horror-Spielleiter...hat das in der Praxis schon mal irgendjemand so beobachtet? :think:
Sashael:
Es besteht trotzdem ein gewaltiger Unterschied, ob jetzt der 1,75 m große Herr Müller aus der Buchhaltung, der kaum Sport treibt, aber scheissegut aussieht, dich anbrüllt, oder ein 1,90 m Muskelpaket namens Max Mörder, der aussieht, als würde er den Wecker morgens mit seiner 25 Kilo-Hantel ausschalten.
Selbst wenn Herr Müller sonst ein unglaublicher Charmebolzen ist, der in 0,5 Sekunden mit jedem befreundet sein kann.
Da muss man imo schon unterscheiden, wie die Einschüchterung vonstatten gehen soll.
nobody@home:
--- Zitat von: Sashael am 10.12.2025 | 10:39 ---Es besteht trotzdem ein gewaltiger Unterschied, ob jetzt der 1,75 m große Herr Müller aus der Buchhaltung, der kaum Sport treibt, aber scheissegut aussieht, dich anbrüllt, oder ein 1,90 m Muskelpaket namens Max Mörder, der aussieht, als würde er den Wecker morgens mit seiner 25 Kilo-Hantel ausschalten.
Selbst wenn Herr Müller sonst ein unglaublicher Charmebolzen ist, der in 0,5 Sekunden mit jedem befreundet sein kann.
Da muss man imo schon unterscheiden, wie die Einschüchterung vonstatten gehen soll.
--- Ende Zitat ---
Ist relativ egal. Zum einen besteht Einschüchterung eben längst nicht bloß aus Anbrüllen, und zum anderen will man damit ja nicht bloß selber Ärger abblasen, sondern beim Gegenüber ein ganz bestimmtes Verhalten erreichen -- während man gerade bei Einsatz dieser Vorgehensweise gleichzeitig immer wenigstens ein Stück weit mit der Möglichkeit spielt, daß die andere Seite vor lauter Streß schlicht geistig kurzschließen und statt des Gewünschten irgendwelchen Blödsinn anstellen könnte.
"Charisma" im D&D-Attributsinn ist eben nicht bloß Aussehen und Nettsein, sondern vor allem die grundlegende Fähigkeit, andere überhaupt zu beeinflussen. Hab' ich das nicht (und sei es bloß, weil der angesprochene Max Mörder beispielsweise beim Brüllen immer die dümmlichsten Grimassen schneidet), dann kann ich das auch nicht -- und Punkt.
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