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Nützlichkeitsunterschiede von Skills und was man dagegen tun kann
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Zed am 11.12.2025 | 22:00 ---Ich verstehe die Kritik an der D20-Swingyness so, dass ...
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Ein D20 Wurf liefert ein ja / nein Ergebnis. Dabei gibt es keine Extreme. 1 ist genauso "nein" wie 10, wenn der DC 11 ist, also die Erfolgsaussicht 50/50 ist. Auch die Granularität spielt dabei keine Rolle.
edit: allerdings kann die Granularität dahingehend störend sein, dass sie keine Fehlschlagchance < 5 % erlaubt.
flaschengeist:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 11.12.2025 | 21:38 ---Also der D20 an sich ist nicht swingy, das ist ja im Prinzip wie ein W100. Swingy machen es die DCs und die Boni, die nicht sinnvoll zusammenpassen. Wenn Profiency die Erfolgschance nur um marginale 10 % erhöht, ist das halt albern, weil das keine wesentliche Steigerung der Kompetenz ist.
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Swingy war meine umgangsprachliche Formulierung für "1W20 hat eine relativ hohe Varianz". Das heißt, Würfelergebnisse weichen stärker vom Mittelwert ab als etwa bei 2W10.
1W20 erzeugt eine Gleichverteilung, 2W10 erzeugen eine "Pyramidenverteilung". Zed hat also richtig erfasst, worauf ich hinaus will:
--- Zitat von: Zed am 11.12.2025 | 22:00 ---Ich verstehe die Kritik an der D20-Swingyness so, dass bei 1D20 jedes Ergebnis zu 5% auftaucht, also ein Fail mit 1 2, 3 oder 4 (oder entsprechend ein Erfolg mit 17-20) zu ganzen 20%.
2D10 ist näher an der Gaußschen Glocke: Die extremen Erfolge oder Niederlagen tauchen also seltener auf, erwartbar ist eher ein mittleres Ergebnis - wie in der Realität auch. Ein 2D10-Ergebnis von 17-20 hat da nur eine Wahrscheinlichkeit von 10% (wenn ich mich nicht irre).
--- Ende Zitat ---
Colgrevance:
Ich bin ja der Meinung, dass es eher der hohe Varianzanteil des Würfels am Ergebnis ist, der d20-Systeme "swingy" erscheinen lässt (ich denke, das wollte Tudor auch zum Ausdruck bringen).
Dies insbesondere durch die meiner Erfahrung nach weit verbreitete Praxis, dass SL erstmal keinen konkreten Wert für die Probenschwierigkeit nennen, und somit das Ergebnis (zumindest vom Spieler) nicht direkt in eine ja/nein-Entscheidung umgemünzt wird, sondern tatsächlich zunächst eine reine Zahl im Raum steht.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: flaschengeist am 11.12.2025 | 22:33 ---Swingy war meine umgangsprachliche Formulierung für "1W20 hat eine relativ hohe Varianz". Das heißt, Würfelergebnisse weichen stärker vom Mittelwert ab als etwa bei 2W10.
1W20 erzeugt eine Gleichverteilung, 2W10 erzeugen eine "Pyramidenverteilung". Zed hat also richtig erfasst, worauf ich hinaus will:
--- Ende Zitat ---
Ist mir klar. Die Pyramide ist aber entweder irrelevant, nämlich dann wenn der DC genau der Mittelwert ist. Dann sind trotzdem alle ja und nein Ergebnisse gleichwahrscheinlich, nämlich 50 %. Oder der DC liegt abseits des MW, dann wird die Wahrscheinlichkeit imo viel schwieriger zu erfassen und imo unhandlich. Das Problem beim D20 entsteht, wenn man man an der Zahl mehr festmacht als "ja" oder "nein".
Edit: zu Colgrevance: genau. Der D6 ist insofern genauso "swingy" wie der D20.
Ainor:
--- Zitat von: Galatea am 11.12.2025 | 20:22 ---Naja, wenn man verlässliche Ergebnisse möchte ist man mit D&D schon grundlegend beim falschen System.
--- Ende Zitat ---
Wenn man verlässliche Ergebnisse möchte sollte man nicht würfeln.
Ob man verlässliche Ergebnisse braucht hängt im Übrigen ganz vom Skill bzw. der Anwendung ab. Was man mit Springen oder Klettern hinbekommt dürften die meisten noch recht gut einschätzen können. Aber bei ungemein breiten Wissenfertigkeiten oder Überreden? wohl kaum. Wenn es dort weniger Varianz beim Würfel gibt dann muss die Varianz durch die DC reinkommen. Klar, man kann auswürfeln ob der Ziel "störrisch" (+2 DC) oder "kompromissbereit" (-2 DC), oder man setzt einfach eine mittlere DC fest und akzeptiert mehr Varianz beim Wurf.
Solange man alle Skill checks mit demselben Würfel (oder mit denselben Boni) macht wird man um Kompromisse nicht herumkommen. Aber man kann mit den DCs und der Häufigkeit der Würfe gegensteuern.
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 11.12.2025 | 21:38 ---Also der D20 an sich ist nicht swingy, das ist ja im Prinzip wie ein W100. Swingy machen es die DCs und die Boni, die nicht sinnvoll zusammenpassen. Wenn Profiency die Erfolgschance nur um marginale 10 % erhöht, ist das halt albern, weil das keine wesentliche Steigerung der Kompetenz ist.
--- Ende Zitat ---
Also wenn die Fehlschlagwahrscheinlichkeit von 10% auf 0% sinkt ist das eine wesentliche Steigerung der Kompetenz, besonders wenn man jede Runde würfeln muss.
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