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Aufstiegsgeschwindigkeit und -methoden bei D&D
Galatea:
--- Zitat von: Skaeg am 17.12.2025 | 08:33 --- ... empfände ich es als dezidiert unheroisch, wenn mein Charakter auf dem Junger Söldner/Novize/Zauberlehrling von Stufe 1 bleibt und dann NSCs alles regeln.
--- Ende Zitat ---
Was aber jetzt auch wieder voraussetzt, dass der Charakter auf Nichtskönnerlevel anfängt. Das ist ja bei den meisten Regelwerken, die keine/wenig Powerprogression haben nicht so.
Außerdem kann man "Einfluss in der Welt" in gewisser Weise auch als Progression sehen. Wenn die Charaktere als recht kompetente Könner ihres Fachs anfangen und irgendwann ihre eigene Grafschaft/Königreich inkl. eigener Armeen managen, dann ist das ja auch eine Form von Aufstieg.
Boba Fett:
--- Zitat von: Skaeg am 17.12.2025 | 09:11 ---Aber wenn alle Charaktere, äquivalent zu D&D, 22-jährige Jungspunde mit einer Dienstperiode und 2-3 Skills wären, würde es nicht funktionieren.
--- Ende Zitat ---
Das weiß ich gar nicht. Die Konflikte würden anders aussehen...
Ich glaube, das entscheidende ist wirklich die Erwartungshaltung der Spieler, dass ihre Charaktere sich stetig "verbessern" müssen.
Meine Tochter (12) fängt gerade mit Rollenspiel an. Die hat sich mein Fabula Ultima Regelwerk geschnappt und legt gerade los.
Ich halte mich ganz bewusst vollkommen raus. Eigentlich sollte ich erst den Spielleiter machen, aber dann konnte ich den ersten Tag nicht und sie haben alleine losgelegt.
Das entwickelt sich völlig anders, als ich gedacht hätte, aber auch viel kreativer. Die Spielrunde spielt spielleiterlos und auch (im Moment zumindestens noch) progressionslos.
Die Story wird gemeinsam entwickelt, Hindernisse (also Konflikte) durch "irgendwer wirft ein, es sollte mal was passieren oder, es müsste da jetzt ein ... existieren" entwickelt.
Progression ist nicht wichtig, weil denen das "Erleben" gerade viel wichtiger ist. Und das Gestalten (Welt, Story, etc.). Worldbuilding wird ebenso im kreativen Chaos-Konsens betrieben.
Ich finde es megaspannend und lerne auch noch eine ganze Menge dazu. Und ich werde mich hüten "so spielt man das aber eigentlich nicht" zu sagen. Solange es denen Spaß macht, sollen die sich austoben.
Runenstahl:
Awesome ! +1 und Like von mir :)
nobody@home:
...ich denke, für mich ist das Haupt"problem" an D&D nicht so sehr, daß es überhaupt eine Charakterprogression hat, als vielmehr, was es mit jeder neuen Stufe am liebsten noch draufsetzt, so daß es sich recht schnell (sagen wir, alle drei bis vier Aufstiege) zu "Das ist doch eigentlich gar nicht mehr dieselbe Figur" aufaddiert. Okay, ich bin mit DSA1 als meinem ersten "echten" Rollenspiel auch schon mit Klassen und Stufen sozialisiert worden, aber wenn ich insbesondere unter Verwendung der reinen Basisregeln die damaligen kleinen Änderungen in drei oder vier Zahlenwerten pro Stufe mit dem "Du hast jetzt plötzlich ganz neue Tricks drauf, die du früher nie konntest, und später gibt's noch mehr davon!"-Ansatz von D&D & Co. vergleiche...na ja, dann ist das eben bald kein wirklicher Vergleich mehr.
Da kommt's dann im hinreichend weiten Systemvergleich auf zumindest die exakte Art von XP-Zählerei bei D&D und das genaue Tempo, in dem die Stufen genommen werden, eigentlich schon gar nicht mehr an, sondern das sind einfach von vornherein recht grundverschiedene Aufstiegsphilosophien. :think:
Skaeg:
--- Zitat von: Boba Fett am 17.12.2025 | 09:23 ---Das weiß ich gar nicht.
--- Ende Zitat ---
Du würdest 'ne Menge Sachen, die Leute mit CT verbinden (Raumschiffbesitz, Handel etc.) komplett in die Tonne kloppen. Und wenn du nicht viele Jahre Spielzeit vergehen lässt (dazu separat mehr), bleiben die Charaktere halt in-Universe unerfahrene Jungspunde.
Das übrigens noch als eine weitere Anmerkung: CT hat durchaus Möglichkeiten (je nach Version), während des Spiels Skills zu erwerben oder zu verbessern. Das geht halt nur langsam vor sich: Ein bis zwei Skillpunkte pro 4-Jahres-Periode, analog zur Charaktererschaffung. Und es klappt nicht immer. (Herrlich, dass es für das körperliche Fitnessprogramm Boni auf den Erfolgswurf gibt, wenn man wenig Intelligenz hat. Ein Spiel von Nerds für Nerds.)
--- Zitat ---Ich glaube, das entscheidende ist wirklich die Erwartungshaltung der Spieler, dass ihre Charaktere sich stetig "verbessern" müssen.
--- Ende Zitat ---
Hm, nein? Jedenfalls nicht in Bezug auf dieses Beispiel. Allerdings die Erwartungshaltung, dass man nicht immer nur unerfahrene Charaktere spielt. Ob die nun qua Charaktergenerierung mit Erfahrung ausgestattet werden oder sie erst im Spiel bekommen.
Ich persönlich finde das Konzept, kompetent anzufangen und sich, wenn überhaupt, nur langsam zu verbessern, sehr gut. Gefällt mir eigentlich am besten, auch wenn es an D&D nur schwer anzuflanschen ist. Aber mit "Du fängst unerfahren an und bleibst auch unerfahren" kann ich nix anfangen.
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