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Aufstiegsgeschwindigkeit und -methoden bei D&D

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Luxferre:
Ich finde ja, dass man bei einer Systemfamilie, wie D&D, nicht Realismus oder Plausibilität als Maßstab setzen sollte. Hier ist das Ziel doch ein ganz anderes.

Skaeg:

--- Zitat von: Zed am 17.12.2025 | 13:36 ---Nur weil etwas Notwendiges schlecht geregelt ist, bedeutet es nicht dass es nicht noch besser ginge. Und sei es durch freie Gestaltung.
[...]
Eher Recht gebe ich Dir bei „From Zero to Hero“ in 9 Monaten. Als Fan vom Kampagenspiel muss es da ein besseres Maß geben, meine ich. Dass die Regeln zum Stufenaufstieg bzw zur Ausbildung diesen Part abdecken sollen, sehe ich nicht als zwangsläufig an. Denn dann kommt es vielleicht zu den Situationen, dass die Charaktere schön nacheinander ihren Ausbildungsbedarf anmelden und einfordern.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, ich werde hier mißverstanden.

Ich möchte nicht...
"Ich brauche bis zur nächsten Stufe 48,000 XP - die ich auch habe - also muss ich 10 Wochen Training einplanen und durchführen".
... sondern...
"Ich brauche bis zur nächsten Stufe 48,000 XP - die ich auch habe - also steige ich in 10 Wochen auf, egal, was ich zwischendurch mache, und ohne irgendwelche XP zu verschenken".

Gruftengel:
Da fand ich bei AD&D 2nd es eher komisch, dass ein Paladin schon auf Stufe 1 so "heldenhaft" war. Der Kämpfer greift zum Schwert, ok...Der Kleriker betet zu einer Gottheit und darf einen Zauber erbeten, ok...Der Magier hat lange Studien betrieben und hat endlich seinen ersten Spruch gelernt, ok...Aber beim Paladin hat sich das für mich immer falsch angefühlt. Da wäre mir eine Klassenkombination aus Kämpfer/Kleriker mit ähnlichen Fähigkeiten, aber halt allmählig gelernt lieber gewesen. Sicher kann man sagen, der Paladin hat ja auch extrem hohe Anforderungen und steigt langsam auf, aber am Anfang habe ich den immer als Eier-legende-Wollmilchsau betrachtet.

Wir haben vor 2000 auch immer mit den Bonus-XP für Gold beim Dieb, dem 10%-Bonus für hohe Charakterwerte gespielt. Das Aufstiegstempo war angenehm und es war uns wichtig, dass man eine Entwicklung der Charakteren feststellte.

Schwierig fanden wir es immer dann wenn diese gemeinen Stufenabzieher vorbeikamen. Damals gab es nichts, was die verlorenen Stufen zurückbrachte, außer ein gut formulierter Wunsch vielleicht. Aber den gab es ja im Low-Level-Bereich auch nicht.

Wir fanden es auch eher problematisch, wenn die Stufen der Charaktere mehr als 2-3 Stufen auseinanderdrifteten, da es dann die "Kleineren" doch recht schnell aus den Latschen gehauen hat, wenn eine einigermaßen fordernde Begegnung kam.

Heute handhaben wir das wie weiter vorn beschrieben mit regelmäßigen Stufenaufstiegen, anfangs schneller, dann langsamer.
Neue Charaktere starten bei uns, wenn die Gruppen bereits höhere Level hat 2 Stufen unter dem Gruppendurchschnitt.

Feuersänger:

--- Zitat von: Skaeg am 17.12.2025 | 13:34 ---Also, ihr habt tatsächlich so gespielt wie angesprochen, nur habt ihr halt erst nach einem der besagten frenetischen Dungeoneering-Räusche damit angefangen?  :think: So erstmal eine große Party, bevor der langsame Grind losgeht? 8]
--- Ende Zitat ---

So in etwa. Wobei halt dann eben in der jährlichen Abenteuersaison auch meistens mehrere Stufen in relativ kurzer Folge prasselten. Erst im letzten Jahr hat sich das deutlich verlangsamt -- von 0,5 Mio auf 1 Mio XP ist halt kein Pappenstiel. Glaube mein Fighter-Bard war am Schluss Level 10/12.


--- Zitat ---Ich muss allerdings sagen, dass ich die ersten paar Stufen (vielleicht nicht gleich 7!) auch eher schnell gehen lassen würde.

--- Ende Zitat ---

Das war halt bei uns schlicht dem Kampagnentempo geschuldet. Wir haben halt erstmal Einzelabenteuer gespielt die jeweils ca 1 Level gaben, aber in recht schneller Folgeohne allzu viel Downtime dazwischen, und dann ein längeres Abenteuer das halt ingame vielleicht 2 Wochen gedauert hat und uns von Level 4 bis 7 zog. So geht das halt dann Schwuppdiewupp.

Boba Fett:

--- Zitat von: Fezzik am 17.12.2025 | 11:05 ---Aber ist es nicht auch so, das irgendeine Veränderung stattfinden soll ?
Wenn die Figur gar keine Form von Steigerung und sei es nur, durch im Spiel gelebte Reputation, erhält. Wo ist dann die Motivation für Kampagnen?
--- Ende Zitat ---

Wer hat denn gesagt, dass sich der Charakter nicht verändern darf?
Er hat Dinge erlebt, die ihn charakterlich prägen und sein Verhalten und seine Einstellungen verändern lassen.
Er hat sich einen Ruf erschaffen (gut oder schlecht), so dass Leute ihn anders behandeln.
Er hat sich Besitzstand zusammengeplündert und ist von einem kleinen abgewrackten Fortbewegungsmittel zu einem großen, modernen Fortbewegungsmittel gewechselt.
Vielleicht ist er jetzt vom Gesetz gesucht. Oder er ist ein Volksheld. Oder ein berühmter Star. Und so weiter und so fort.
Was er aber nicht getan hat, ist, dass er seine Werte insofern verbessert hätte, dass er "fähiger" wurde. Warum sollte er das in den zwei Monaten Abenteurer-Leben seines Ruhestands auch,
nachdem er Jahre lang seinen Beruf ausgeübt hat?

Veränderung findet nicht nur in Zahlen statt...

Im übrigen muss es ja auch nicht in totale Negation enden (ich wollte nur darauf hinweisen, dass es durchaus möglich und unterhaltsam sein KANN, ohne Progression zu spielen).
Andere Systeme haben einen lineareren Kompetenzzugewinn im Kampagnenverlauf und ein oberes Ende des Powerlevels, das nicht an "Fantasy Superhelden" erinnert.
Auch das geht. Ist halt nur die Frage, was man vom Spiel erwartet.
Was mich verwundert ist, warum so viele ihr Problem damit haben, dass D&D ist, wie es ist, es aber weiterspielen...
Alle die happy damit sind, machen ja alles richtig.

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