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Computer in Rollenspielwelten

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nobody@home:
Persönlich, müßte ich nebenbei zugeben, interessiert mich an Computern und ähnlich gelagerten Dingsen in einer Rollenspielwelt normalerweise weniger, inwieweit sie unter der Haube genau so funktionieren wie unsere vertraute Realwelttechnik, als schlicht und ergreifend, wie sie sich ihren Benutzern eigentlich präsentieren und was die dann unter Einsatz welcher Regeln mit ihnen anstellen können. Eine ratternde Uhrwerk-Denkmaschine mit Schlüssel zum Aufziehen mag intern keine boolesche Logik verwenden und gute physikalische Gründe haben, warum sie eigentlich nie funktionieren würde; aber wir können sie uns trotz aller eventuellen realen Unmöglichkeiten einigermaßen gut vorstellen, und fürs Spiel reicht das zumindest mir völlig aus. :)

6:
Du kannst übrigens (wenn Du keine Probleme mit Pseudowissenschaften hast) zu den alten Griechen gehen. Es gibt ein paar (ich meine) debinked Ideen, dass der Mechanismus von Antikythera Teil eines antiken Rechners gewesen sein sollte:
Mechanismus von Antikythera

Vielleicht hilft Dir das.

WeepingElf:

--- Zitat von: nobody@home am 15.03.2026 | 23:38 ---Persönlich, müßte ich nebenbei zugeben, interessiert mich an Computern und ähnlich gelagerten Dingsen in einer Rollenspielwelt normalerweise weniger, inwieweit sie unter der Haube genau so funktionieren wie unsere vertraute Realwelttechnik, als schlicht und ergreifend, wie sie sich ihren Benutzern eigentlich präsentieren und was die dann unter Einsatz welcher Regeln mit ihnen anstellen können. Eine ratternde Uhrwerk-Denkmaschine mit Schlüssel zum Aufziehen mag intern keine boolesche Logik verwenden und gute physikalische Gründe haben, warum sie eigentlich nie funktionieren würde; aber wir können sie uns trotz aller eventuellen realen Unmöglichkeiten einigermaßen gut vorstellen, und fürs Spiel reicht das zumindest mir völlig aus. :)

--- Ende Zitat ---

Ganz richtig. Die allermeisten Leute, die heutzutage mit Computern arbeiten, wissen kaum etwas darüber, wie sie funktionieren. Beim Programmieren oder Hacken muss man etwas mehr wissen, aber auch da hat man ja in der Regel mit "höheren" Programmiersprachen zu tun, die von den Details der Hardware abstrahieren. So wie man ja auch ein Auto fahren kann, ohne etwas über Querlenker oder Nockenwellen zu wissen - nur beim Tanken muss man wissen, ob man einen Benziner, einen Diesel oder ein Elektroauto hat (und etwa beim Aufziehen von Schneeketten, welche Räder angetrieben sind).

Zu den Ideen für Computer in Fantasywelten: Die Idee mit den "Logik-Dämonen" im Eingangspost finde ich lustig! Ich muss auch an ein Magiesystem denken, das ich vor Urzeiten mal im Netz gesehen habe, das ich aber nicht mehr wiederfinde, auch Google hilft nicht weiter. Da waren Zaubersprüche wie Computerprogramme aufgebaut, es gab eine magische Programmiersprache. Wer's mag ;)

sma:
Ja, ich habe viel geschrieben und es war aus mehreren angefangenen Artikeln zusammengesetzt und lässt daher einen roten Faden vermissen, aber dass ich an den Antworten nicht erkenne, dass sie sich auf den Text beziehen, finde ich ein bisschen schade.

Ich fand es spannend, zu explorieren, wie früh die für Computer notwendige Technologie verfügbar war und wie früh man daher in einem historischen Setting Computer zurückdatieren könnte. 100 Jahre scheint möglich.

Der zweite unabhängige Gedanke war, als Zeit- oder Dimensionsreisender einen Computer aus der Existenz eines einzelnen Bausteins, eines NAND-Logikgatters, zu konstruieren, die eine "Superkraft" die man als Informatiker (der an der Uni aufgepasst hat) haben sollte.

Und noch ein paar Anmerkungen:

- Der Antikythera-Mechanismus ist kein Computer, da nicht programmierbar. Ich habe das Wort extra definiert.

- Es ist völlig okay, wenn es einem egal ist, wie Computer funktionieren und man das dann auf Magie schiebt, aber natürlich komplett an dem, was ich hier diskutieren wollte, vorbei.

- Lasst und nicht über die Matrix oder über Hacken reden. Das wird eigentlich überall komplett falsch vorgestellt.

- Vor 50 Jahren, also 1976, erscheint Smalltalk-76 für den Xerox-Alto, das überlappende Fenster mit Kontextmenüs hatte und mit der Maus bedient wurde (WIMP). Da muss man noch weiter zurück gehen. GUIs sind überraschend alt :) Die Maus wurde 1964 von Engelbart erfunden und 1968 im Rahmen der "Mother of all Demos" der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Zugegeben ist das PARC ein Forschungslabor, aber sie haben seit 1973 immerhin 2000 Xerox-Alto-Computer verkauft.

- Es ist richtig, dass kein SF-Rollenspiel die Zukunft korrekt voraussagen konnte. Bei Traveller haben sie nicht nur angenommen, dass Projektilwaffen das null-plus-ultra sind, sondern auch, dass Computer auf in zigtausend Jahren so sind wie 1970er Jahre Großrechner. Shadowrun (und auch Cyberpunk) konnten sich drahtlose Kommunikation nicht vorstellen. Und absolut niemand hat ein Gefühl für die Größe von RAM oder die Geschwindigkeit von Computern.

- Die Idee, aus permanenten Zaubersprüchen (oder Runen) Schaltkreise aufzubauen, finde ich sehr interessant. Wenn ich einen Zauber triggern kann, kann ich Effekte auf diese sequentialisieren. Wenn ich jetzt auch noch eine bedingte Schleife ausdrücken kann, sollte das bereits turingvollständig sein und damit nach Definition ein Computer, wenn ich denn mit den Zaubern auch etwas berechnen kann.

- So wie an anderer Stelle diskutiert wird, wie man das Schwarzpulver für Schusswaffen herstellen kann und mit welcher Technologie das in welcher Epoche möglich wäre, geht es mir nicht um das Bedienen von Computern, sondern deren Konstruktion. Dafür muss man natürlich wissen, wie die funktionieren.

- Jetzt sage ich doch etwas zum Hacken: Hier geht es (wenn man nicht die Xkcd-Lösung mit dem Schraubenschlüssel wählt) darum, die Fehler anderer zu finden. Das kann man am einfachsten in einem Wettstreit der Fähigkeiten abbilden, wobei hier Talent und Erfahrung kombiniert werden sollte und letzteres dominiert. Erfahrung kann man durch Werkzeuge kompensieren. Außerdem geht es darum, nicht aufzugeben, weil die Suche nach Fehlern (in eigenen oder fremden Programmen) eine Übung für die eigene Frusttoleranz ist. Letztlich ist Hacking möglich, weil wir als menschliche Programmierer die Komplexität der Systeme (schon seit Jahren) nicht mehr beherrschen und unabhängig davon, auch bei besten Absichten fehlbar sind. Wir wissen vielfach (auch seit Jahren) wie es besser geht, aber Umstände sorgen dafür, dass die was Fehlerfälle angeht schlechteste Programmiersprache immer noch die am häufigsten eingesetzte ist. Vielleicht erleben wir zukünftig eine Zeit, wo Menschen Fehler in KI-generierter Software suchen. Wir haben aber bereits die Zeit erreicht, wo KI die Fehler sucht und schnell(er als ein Mensch) fündig wird.

WeepingElf:

--- Zitat von: sma am 16.03.2026 | 11:58 ---Ja, ich habe viel geschrieben und es war aus mehreren angefangenen Artikeln zusammengesetzt und lässt daher einen roten Faden vermissen, aber dass ich an den Antworten nicht erkenne, dass sie sich auf den Text beziehen, finde ich ein bisschen schade.

--- Ende Zitat ---

Tut mir leid, dass ich das Thema verfehlt habe.

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