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[Hyperdrama-Rant] Ressourcenwürfel

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Radulf St. Germain:
Als ich das erste Mal Ressourcenwürfel sah, war ich gleich verliebt. Weniger Bookkeeping, vielleicht auch noch ein gewisses Zufallselement. Was ist daran nicht zu mögen? Einige Spiele verwenden diesen Mechanismus: Man hat nicht 5 Fackeln, sondern Fackeln=W6. Immer wenn man eine anmacht, würfelt man und bei einer 1 geht man einen Würfeltyp runter. Geht auch für andere Dinge wie Pfeile, Essen, Wasser, Kokain, was ein SC halt so dabei hat.

Nach einem Jahr "Verbotene Lande" ist diese Liebe abgekühlt. Zu Eis geworden, muss man sagen. Ich weiß nichtmal, warum ich das jemals besser fand. Denn, sobald die Kampagne etwas Fahrt aufnimmt, will man manchmal längere Reisen schneller abhandeln. Und plötzlich streiche ich nicht mehr mit einem mutigen Federstrich 20 Rationen ab, sondern würfle 20 mal. In welcher Welt ist das einfacher? In welcher Welt ist es generell einfacher zu würfeln und dann evtl zu schreiben statt einfach ein Kästchen zu markieren oder eine Zahl durchzustreichen?

Ich möchte also eindringlich vor dieser Mechanik warnen - erliegt nicht dem Sirenenruf der Ressourcenwürfel!

(OK, das Drama ist heillos übertrieben aber mich würde schon die Meinung interessieren. Liege ich falsch? Übersehe ich einen coolen Aspekt?)

Maarzan:
Vor allem führt das jede Planung und Ausrüstungspflege ad absurdum.

Ich wußte als Versorgungszwerg wie viel Pfund Stahl in welchen Formen und wie viel Stück Seife wir noch hatten... .

ghoul:
Es macht einfach enorm Spaß, auszurechnen, wie vielen spanischen Doublonen eine Tonne Gold entspricht und sich Gedanken zu machen, wie die Logistik für den Jahressold mehrerer Regimenter aussehen muss.
Solche Freuden sind dem Ressourcenwürfler fremd und verwehrt.

nobody@home:
Ressourcenwürfel sind mir meines Wissens so nie untergekommen, insofern habe ich wohl auch nichts verpaßt.

Ich meine, okay, ich kenne Würfel, die durch höhere oder niedrigere ersetzt werden können, durch Marvel Heroic (da geht's aber nicht so direkt um Ressourcen, sondern da ist das einfach ein Aspekt der ganzen Würfelpoolregeln insgesamt) und gelegentliche "zufällige" Ressourcenabzüge beispielsweise von einschlägigen Teilerfolgsergebnissen in pbtA-Spielen und ähnlichen Mechaniken. Aber einfach nur generell zu würfeln, um zu sehen, wann die Fackeln, Patronen oder sonstwas sichtbar weniger werden...ja, da sehe ich das große Plus irgendwie auch nicht.

Mal ganz abgesehen von einem ganz konkreten Detail der beschriebenen Regel: da ja mit kleineren Würfeln auch die Wahrscheinlichkeit, eine 1 zu kriegen, in die Höhe geht, heißt das doch eigentlich, daß sich das Schwinden der Vorräte, nachdem es erst einmal eingesetzt hat, sogar zunehmend beschleunigt. Ich weiß ja nicht, ob das unbedingt das ist, was ich im Spiel so haben wollen würde...gibt's da Modifikatoren für Rationierungsversuche? :think:

Weltengeist:

--- Zitat von: Radulf St. Germain am 26.04.2026 | 20:36 ---Nach einem Jahr "Verbotene Lande" ist diese Liebe abgekühlt. Zu Eis geworden, muss man sagen. Ich weiß nichtmal, warum ich das jemals besser fand.

--- Ende Zitat ---

Geht mir genauso. Ich weiß auch nicht, warum du das jemals besser fandest. ~;D

Im Ernst: Ich verstehe so was auch nicht. Die Unterstellung ist da doch irgendwie, dass die SC beim Fackelhändler gesagt haben: 'Wir hätten gerne wenige / ein paar / viele / ganz viele Fackeln'. Und zwar ohne hinterher auch nur nachzuschauen, was sie für ihr Geld eigentlich bekommen haben.

Ich bin ja auch kein Fan von überbordender Ausrüstungsbuchführung, aber diese Lösung vereint das Schlechteste beider Welten: Ich krieg die Buchführung, ohne die Planungssicherheit zu kriegen. Leuchtet mir auch nicht ein.

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