Medien & Phantastik > Sehen
Die besten Martial Arts-Filme
Ludovico:
Hi Leute!
Welches sind eurer Meinung nach die besten Martial Arts-Filme. Stellt eure Lieblinge vor und auch weshalb ihr sie super findet.
Zur Klarstellung die Definition Martial-Arts-Filme:
--- Zitat ---Bezeichnet Filme, deren Held eine der fernöstlichen Kampfkünste beherrscht (Karate, kick-boxing, Judo, Kung-Fu, Tai-Kwan-Do und ähnliches). Im Verlauf der Handlung muss von diesen Fertigkeiten Gebrauch gemacht werden, die Action-Szenen fußen oft auf komplizierten Choreografien. Manchmal werden die Gesetze der Schwerkraft zugunsten einer Dynamisierung des Visuellen außer Kraft gesetzt, wenn die Kämpfenden, sprunggewaltig und schwerelos, den Konflikt austragen. Der Held der martialischen Künste ist geistig und körperlich äußerst diszipliniert, auch in schwieriger Lage die erstrebenswerte spirituelle Einheit von Leib und Seele demonstrierend. Oft zeigen die Filme, wie lange und wie intensiv der Protagonist zur Erreichung dieses Ziels ausgebildet werden muß. Auch die Antagonisten beherrschen die Kampfkunst, sie haben aber nicht die Läuterung durch die oft klösterlich anmutende Ausbildungs- und Reifezeit erfahren
--- Ende Zitat ---
.
Quelle: https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.php/m:martialartsfilme-634
Ludovico:
Einer meiner Favoriten ist Shaolin - Kinder der Rache.
Die Story ist überaus dünn, ist aber insofern interessant, als dass sie über sehr sehr lange Strecken keine Antagonisten aufweist.
Er wirkt eher wie ein chinesischer Heimatfilm streckenweise.
Die Kampfszenen zeigen toll choreographiertes Kung Fu ohne nennenswerte Spezialeffekte (vielleicht wurde mal ein Trampolin genutzt). Die Schauspieler sind auch wirklich Kampfkünstler und keine Tänzer.
Vor allem das Finale hat es in sich. Der Endkampf macht gefühlt ein Drittel des Films aus.
Raven Nash:
Die meisten Shaw Brothers und Golden Harvest Produktionen der 60er und 70er sind für mich eher unter "Komödie - auch unfreiwillig" eingeordnet. Insbesondere die im deutschen Verleih verbrochenen Soundtracks und furchtbaren Soundeffekte machen die einfach kaputt. Die Schlange im Schatten des Adlers ist die Ausnahme, weil das von Anfang an als Komödie gedacht war. Ebenso Drunken Master 1 + 2.
Zu Zeiten von Jet Li und Michelle Khan (heute Yeoh) wurde es dann besser. Tai Chi ist ein Klassiker, ebenso Wing Chun - Filme, die Kampfstile zeigen sollten, von denen man dann aber in der Choreo nie etwas sah. Aber trotzdem toll gemacht.
Leider finde ich die Filme von Bruce Lee allesamt nicht gut. So großartig er selbst war, die Drehbücher und die Umsetzung sind einfach furchtbar.
Ich war ja ein großer Fan von Cynthia Rothrock in den 80ern. Die Martial Law Reihe fand ich sehr gut. Tigerkralle hätte ich echt gerne in der Sammlung, weil Bolo Yeung (Chong Li aus Bloodsport) da auch mal eine richtige Rolle hatte.
Im deutschen Video-Verleih war ja die Karate Tiger Reihe stark - allerdings hatten die Filme halt nichts miteinander zu tun. No Retreat, No Surrender finde ich trotz der skurillen Story cool. Hatte starke Karate Kid Vibes, aber bessere Kampfszenen. Dafür halt schlechteres Writing.
Die ersten Filme von Steven Seagal fand ich auch gut. Mal was anderes als die X-te Karateform. Above the Law, Brooklyn Massaker und Hard To Kill waren für damalige Verhältnisse extrem brutal. Schade, was aus dem Mann geworden ist...
Jeff Speakman hat's leider nie weiter als zu Perfect Weapon geschafft. Dabei hätte der Mann alles gehabt, um Jean-Claude Konkurrenz zu machen - plus deutlich bessere Technik.
Was die Kampfchoreos angeht, stehen bei mir aber zwei Filme an der Spitze: Ong Bak und The Raid. Hart, brutal und ohne Schonung für die Darsteller.
KhornedBeef:
Ong Bak war definitiv ein ein Meilenstein, auch bei mir, +1. Sehr bodenständig und physisbetont
Was mir nahezu ohne Überlegen einfällt: Die 36 Kammern der Shaolin. Für eine überlange Trainingsmontage überraschend witzig und mit dem großartigen Gordon Liu.
nobody@home:
Ich stecke in dem Thema zugegebenermaßen gar nicht so tief drin. Die schon angesprochene "Schlange im Schatten des Adlers" ist dementsprechend für mich so ziemlich der Klassiker schlechthin (lief halt einfach oft genug im Fernsehen), dürfte aber auch schon so ziemlich jedem mit etwas Genreerfahrung bereits untergekommen sein; empfehlen würde ich sie trotzdem ohne Bedenken. :)
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln