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[RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl

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Hinxe:
Gylfi
Auf dem Abendmahl in der Halle der Hagtorns

Gylfi hob seinen Bierkrug und sagte mit ehrlicher Überzeugung in der Stimme: "Ich trinke auf diese Maria, deren Heilkünste ein Leben gerettet haben, das anscheinend schon dem Tod geweiht war. Eine große Tat, fürwahr!" Mit erhobenem Arm blickte er sich zu den anderen Gästen um, als wolle er sie einladen, es ihm gleich zu tun, und trank dann einen Schluck. Sodann setzte er den Krug ab und wandte sich wieder an Huld.

"Es ist betrüblich, dass Ihr Euch nicht mehr an den Überfall erinnern könnt, der Eurer Frau und so manch anderem das Leben kostetet. Euer Kopf scheint aber von schwerer Verletzung verschont geblieben. Welcher Art sind denn die Wunden, die Maria so kunstvoll geheilt hat?" Mit unverbindlicher Miener blickte der Alte den Witwer direkt an. Innerlich dachte er: Schau mich endlich an, Du Feigling!

Outsider:
Tomus ist der erste welcher sich dem Skwilden anschließt und seinen Humpen zu ehren der Heilerin erhebt. Wenn auch mit weniger Begeisterung in der Stimme stimmt er zu: „Ein Hoch auf Marias Heilkünste ohne derer mein einziger Sohn jetzt nicht mehr unter den Lebenden weilen würde!“

Alle an der Tafel erheben die Humpen oder das Horn, was gerade greifbar ist und wiederholen einstimmig: „Ein Hoch auf Maria!“

Bier schwappt über und klatscht auf die Tafel dann werden die Humpen abgesetzt und das Essen geht weiter.

„Genau, zeigt dem Herrn eure Wunden!“ spöttelt einer der Onkel, es muss Bodvar sein „Zeig sie uns die Narben!“

Unsicher blickt Huld von seinem Essen zu Tomus. Ihm ist das ganze sichtlich peinlich. Dieser nickt nur. Ihr seid euch nicht sicher ob er es für seine Pflicht hält den Ermittlern von Oktar die Narben zu zeigen oder ob es ihm egal ist. Aber das Nicken scheint ihm nicht leicht zu fallen.

Huld wird noch blasser im Gesicht, steht aber auf und hebt das Hemd das er trägt.

Eines der Mädchen im Hintergrund keucht erschrocken auf.

Von der Achsel bis zur Hüfte hat etwas den Jungen mit einer Klaue aufgerissen. Parallele Furchen, rot entzündet ziehen sich über den Körper, der Brustkorb an der Stelle wirkt eingefallen als hätte die Wucht die Knochen gebrochen. Huld müssen die Gedärme herausgehangen haben als man ihn fand. Auf der gegenüber leigenden Seite sind die Abdrücke eines Bisses zu sehen, als hätte der Bär den Jungen gepackt und in seinen Pranken gehalten bevor er anfing zu fressen.

Hier fehlt noch Fleisch, das verkrustet, langsam verheilt. Die Heilerin hat für Wahr ein Wunder vollbracht, das der Junge noch lebt.

Bei dem Aufkeuchen des Mädchens setzt sich Huld schnell wieder hin, bekommt aber keinen Bissen mehr herunter, sein Blick ist starr auf die Tafel gerichtet.

Tomus kaut das Stück Rind was er im Mund hat zuende. „Seid ihr zufrieden, habt ihr gesehen was ihr sehen wolltet?“ fragt er trocken in Gylfis Richtung.

Hinxe:
Gylfi
Auf dem Abendmahl in der Halle der Hagtorns

"Vielen Dank, Huld!" Gylfi versuchte Wärme in die Stimme zu legen. Erstaunlich, dass es ihn nicht dahin raffte. Das sind fürchterliche Wunden. "Ich bin mir nicht sicher, wie viele der Krieger an diesem Tisch solche Verletzungen überlebt hätten, wie erstaunlich die angewendeten Heilkünste auch immer sein mögen." Dabei blicket er in Richtung von Tomus' Brüdern, besonders des Mannes, den er für Bodvar hielt.

An den Fylkjarl gewandt fügte der alte skwilde dann hinzu: "Jetzt können wir Schwertjarl Oktar mitteilen, dass es an ein Wunder der flowras grenzt, dass Euer Sohn noch unter uns weilt und nicht in den Nebel gegangen ist. In meinem Geiste verbleibt kein Zweifel, dass er den Tod Miri Grimmes nicht hätte verhindern können, wenn er einem solchen Gegner gegenüber stand."

Nach kurzer Pause fuhr Gylfi fort, in dem er sich Haldur Ouvar zuwandte: "Euch gebührt ebenfalls der Dank Aller, die am Wohl des Clans Hagtorn gelegen ist, habt Ihr es doch erst ermöglicht, dass die Heilerin ihr Handwerk anwenden konnte. Auch auf Euch trinke ich." Mit einem Lächelns auf den Lippen erhob er erneut seinen Humpen.

pharyon:
Aeryn Aulí
Auf dem Abendmahl in der Halle der Hagtorns

Den Wortwechseln Gylfis folgte Aeryn zunächst aufmerksam, wollte den Abend jedoch nicht gänzlich stumm verbringen. Nachdem sie sicher war, dass ein Kontakt nun nicht mehr anstößig sein dürfte, wandte sie sich an Siris, die ihr gegenüber saß. "Als Mutter des Dorfes müsst ihr viel zu tun haben. Wie viele Kinder gilt es denn zu versorgen?" Hoffentlich ist die Frage nicht anstößig. Aus den Augenwinkeln vesuchte sie einen Blick auf Huld zu werfen und wartete die reaktion ihres Gegenübers ab.

Outsider:
Gylfi ist sich nicht sicher ob es Belustigung ist welche er in Bodvars Gesichtszügen lesen kann.

„Für wahr, der Junge hätte das Mädchen nicht retten können, ein Wunder das sie nicht ihn…“ Bodvar kann den Satz nicht beenden da Tomus mit der Faust auf den Tisch klopft.

„Meister Skwilde…“ sagt Tomus „…ihr liegt absolut richtig. Hätte Haldur ihn nicht gefunden und bei Sturmi nur eine glückliche Fügung mag ihn an diesem Tag von seiner Reise zurückgeführt haben, dann wäre niemand mehr am Leben der euch seine Narben hätte zeigen können. Ich bin mir sicher keiner der Krieger an dieser Tafel hätte das überlebt. Das Blut der Hagtorns ist stark in meinem Sohn und Maria hat ihr Bestes gegeben!“

Bei Gylfis Trinkspruch zu Ouvars Gunsten stimmen alle mit ein, außer Ouvar selbst. Über den Rand seines Humpens blickt er den Skwilden abschätzend an. Ist es Misstrauen oder Ärger, Gylfi kann es nicht sagen. Es scheint dem Scharfrichter aber überhaupt nicht zu schmecken, dass die Angelegenheit die er längst für erledigt gehalten hat wieder aufgewärmt wird. Erst mit Verspätung und weniger Elan hebt er seinen Humpen und prostet dem Skwilden zu.

Siris scheint froh zu sein, vom Gespräch der Männer abgelenkt zu werden, dieser ganze Rummel um Huld scheint ihr ziemlich am Allerwertesten vorbei zu gehen.

„Mehr als ein Dutzend dieser kleinen Quälgeister gibt es hier und ihre Mütter sind zu sehr damit beschäftigt ihren Männern gefällig zu sein als dass sie ein Auge auf die kleinen haben könnten. Da muss ich schon ganze Arbeit leisten um die Bande zu zähmen!“

Siris scheint stolz auf ihre Aufgabe zu sein, oder auf das Amt das sie sich selbst geschaffen hat. Aeryn beschleicht aber das Gefühl das sie nicht sagen könnte was der Frau an dieser Aufgabe mehr gefällt. Der Umgang mit den kleinen oder die Tatsache, dass sie sich in die Erziehung praktisch jeder Familie hier in Wretguard einmischen kann.

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