Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Spielt ihr alte Systeme ohne Support oder ältere Ausgaben aktueller Systeme?
Kalimar:
Wie wichtig ist Euch der Austausch über das (alte) System? Support ist ja einerseits neues Zeug (Abenteuer. Settings, Zusatzmaterial) das rauskommt, aber andererseits eben auch, dass man (online, auf Cons usw.) darüber spricht.
Dass man kein Geld für den neuesten Kram ausgeben "muss" ist ja vielleicht noch ein Vorteil. Aber dass sich gefühlt keiner mehr für mein Lieblingssystem/-setting interessiert? Dass z.B. hier im Tanelorn der entsprechende Faden schon jahrelang still ist?
Oder ist das für Euch gar nicht so relevant?
Fezzik:
Für mich gilt 2 - 4.
Aktuell leite ich Dolmenwood/Old school Essentials by the book.
Generell leite ich Labyrinth Lord (weils der erste deutsche Retroklon war und mir wieder gezeigt hat wie viel Spaß ich mit D&D haben kann).
Ich klau so viel Zeug aus anderen Retroklonen das das was ich spiele sozusagen "mein" Retroklon ist.
Wenn ich mir noch Zeug kaufe, sind es meist speziellere Sachen, wie Finsterland, Vaesen, Trudvang Chronicles oder Doomspiral.
Und ehrlicherweise schau ich da immer beim lesen wie ich die zu OSR konvertieren könnte ( einfach weils mir spass macht).
Finde ich dafür Spieler ? Ja und Nein. Ich habe eine feste Dolmenwood Runde und habe mit dieser auch meine Labyrinth Lord Kampagne gespielt.
Der Erfolg Spieler auf Con's oder Vereinstreffen einzufangen ist aktuell eher Mittel. Die die kommen sind oft Leute die mich kennen und bei mir spielen, weil ich es bin (was mich ja auch ehrt, irgendwie). Jüngeres Publikum zieht man mit OSR weniger, da ist mein Eindruck das man schon Shadowdark oder Mörk Borg dabei haben sollte oder ein bekanntes Modul wie "den heiligen von Bruckstadt".
Warum spiele ich das eigentlich ?
Das System ist quasi unkaputtbar und macht was es soll. Es ist im Prinzip modular für tausende schräger Ideen aus zig Jahren Rollenspielerfahrung und gleichzeitig kann ich es so auswendig das es mich nicht vom wichtigen Teil am Tisch ablenkt, Interaktion mit den Spielern. Ich hasse nichts mehr als beim spielen im Buch eine Regel nachschlagen zu müssen. Das killt einfach den Flow.
ghoul:
Es ist ja nicht immer das Tanelorn der relevanteste Austauschort, gerade was AD&D 1e betrifft gibt es viel Aktivität.
Wenig Aktivität gibt es z.B. bei Pavillon Noir. Da bin ich dann die Aktivität. ;D
Jiba:
Eigentlich bräuchte ich eine weitere Option: Aktuelle Systeme, aber mit Versatzstücken und Materialien aus den alten. Ich sattle in der Regel nie vollständig auf neue Editionen auf, sondern schaue immer, wie sich neue Settingsetzungen oder Regelkonstrukte mit den Elementen verheiraten lassen, die ich früher gut fand.
--- Zitat von: Kalimar am Gestern um 18:52 ---Was macht ihr bei neuen Spielern in der Runde, wenn es z.B. das Regelwerk nicht mehr zu kaufen gibt?
--- Ende Zitat ---
Ich bereite meinen Spielern in der Regel Handouts vor, auf denen ohnehin alles steht, was sie wissen müssen. Das gilt auch für die Regeln. :)
Die brauchen nicht das ganze Regelwerk zu kaufen, nur um mitzuspielen. Und Charaktere erschaffen wir auch zusammen in einer konstituierenden Spielsitzung.
--- Zitat ---Aber dass sich gefühlt keiner mehr für mein Lieblingssystem/-setting interessiert? Dass z.B. hier im Tanelorn der entsprechende Faden schon jahrelang still ist?
--- Ende Zitat ---
Das ist eben der Weg allen Fleisches. Nach zweien meiner Lieblingssettings (7te See, Exalted) kräht eigentlich kein Hahn mehr, zumindest nicht in Deutschland. Aber nischig waren die immer schon. So tausche ich mich mit den wenigen Fans aus, die das auch mögen oder hole mir sogar Feedback von Leuten ein, die das betroffene Spiel nicht kennen. Häufig sehr wertvoll.
Spieler:innen finden sich übrigens für so ziemlich alles – ich hatte jedenfalls niemals große Probleme.
Ein Dämon auf Abwegen:
Also ich spiel aktuell immer noch DSA3 und Shadowrun3.
Die DSA Runde wurde halt gestartet als das noch die aktuelle Edition war.
Bei Shadowrun 3 wurden halt Leute für eine Shadowrun 3 Runde gesucht, und ich kannte das System (im Gegensatz zu den neueren Editionen) noch einigermaßen von früher.
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