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James Bond geht vor die Hunde

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Greifenklause:

--- Zitat von: Ludovico am 30.05.2016 | 12:08 ---Ich würde eher mal die Einspielergebnisse inflationsbereinigt prozentual und absolut vergleichen.

Relative Vergleiche sind oftmals weniger sinnvoll als man denkt.
Sonst würde man auch annehmen, dass das zweistellige Wirtschaftswachstum einer Bananenrepublik besser ist als das einstellige Deutschlands.

--- Ende Zitat ---
Es IST auch besser. Nur der Gesamtkontext ist schlechter.
Aber wahrscheinlich meintest du genau das.

Yerho:

--- Zitat von: 6 am 30.05.2016 | 06:06 ---Blair Witch Project hatte 1999 weltweit ungefähr das 4100fache seines Budgets eingespielt. Paranormal Activity hatte 2007 weltweit knapp das 13000fache seines Budgets eingespielt.
--- Ende Zitat ---

Eine gewisse Vergleichbarkeit muss schon gegeben sein. Wenn du mir darlegen kannst, wie man das Konzept der 007-Reihe mit einem vergleichbar geringem Budget realisieren will, könnte ich deinen Einwand durchaus für triftig halten.


--- Zitat ---Erkennst Du das Problem die Beliebtheit an Hand der relativen Höhe der Dividende zu anderen Filmen herauslesen zu wollen?Stagnieren würden sie, wenn Du bei gleicher Geldinvestition (250 Mio. $) die gleichen Einnahmen hättest. Wenn Du eine Dividende bei höheren Einsatz auszahlen kannst, dann "stagniert" das Geschäft nicht.
--- Ende Zitat ---

Welche projektbasierten Geschäftsmodelle könne denn bitteschön überhaupt identischen Investitionen für jedes Projekt arbeiten? Wenn du jetzt wenigstens geschrieben hättest, dass der absolute Gewinn pro Projekt eine Aussage über Stagnation, Progression oder Regression erlaubt, wäre das etwas, worüber man diskutieren könnte. So aber ist es - bei allem Respekt - einfach nur unsinnig.

Worin ich dir allerdings beipflichten muss: Große Dividenden kann man nur durch große Projekte erwirtschaften, die große Investitionen erfordern. Aus Sicht der Investoren ist die Marke 007 offenbar immer noch stabil oder sogar vielversprechend, sonst würden die immensen Investitionen nicht getätigt. Nichtsdestotrotz: Wenn im Verhältnis immer größere Investitionen für immer geringere Dividenden erforderlich werden, ist das kein gutes Zeichen.
Stell dir einfach vor, du verkaufst Schnittchen und kaufst dafür täglich ein Brot für einen Euro, musst aber am nächsten Tag schon zwei Euro für ein Brot bezahlen, dass zwar größer, jedoch nicht doppelt so groß ist und ohne das du die Option hättest, ein Brot in der Größe des Vortags zu kaufen. Das bedeutet, das du zwingend immer mehr und/oder immer teurere Schnittchen verkaufen musst, damit du dir die immer größer werdenden Brote leisten kannst, die zudem noch nicht einmal im selben Maße wachsen wie ihr Kaufpreis.

Fairerweise muss man dazu sagen, dass das nicht nur das 007-Franchise betrifft. Aber es trifft *auch* 007 und da ziemlich klar ist, dass man keine kleineren Brote mehr backen kann, liegt auf der Hand, dass man auch hier deutlich mehr oder deutlich teurere Schnittchen verkaufen muss. Angesichts der bereist jetzt horrenden Ticketpreise und immer weiter zurückgehenden Besucherzahlen in den Kinos muss man nicht die Kristallkugel entstauben, um den sicheren Ausgang zu prognostizieren. Der Niedergang wird immer wieder etwas verzögert, weil sich noch neue Märkte auftun, beispielsweise der Ostblock in den 90ern des letzten Jahrhunderts und seit ein paar Jahren China. Aber irgendwann sind auch diese gesättigt und das verdammte Brot wird immer noch teurer.


--- Zitat von: Ludovico am 30.05.2016 | 12:08 ---Ich würde eher mal die Einspielergebnisse inflationsbereinigt prozentual und absolut vergleichen.
--- Ende Zitat ---

Allerdings müsste man dann auch die Produktions- und (nicht veröffentlichten) Werbekosten entsprechend anpassen.

Richtig interessant würde es, wenn man neben den Einspielergebnissen auch die Besucherzahlen über die selbe Zeitachse vergleichen könnte. Gleichbleibende Besucherzahlen wirken sich auf die Betrachtung des Programmerfolgs anders aus als eine verringerte Anzahl an Kinobesuchern, die einfach nur höhere Preise zahlen.

6:

--- Zitat von: Fantomas am 30.05.2016 | 18:58 ---Eine gewisse Vergleichbarkeit muss schon gegeben sein. Wenn du mir darlegen kannst, wie man das Konzept der 007-Reihe mit einem vergleichbar geringem Budget realisieren will, könnte ich deinen Einwand durchaus für triftig halten.

--- Ende Zitat ---
Nein. Du musst da erstmal eine Vergleichbarkeit in Deine Aufstellung bringen.
Oder in Deinen Worten: Lege ein Konzept der 007-Reihe mit einem vergleichbar geringen Budget des Original Dr. No-Filmes in der heutigen Zeit (also 1 Mio $) vor und dann können wir darüber diskutieren, ob Deine Datenreihe ein valides Argument ist.
Wenn Du dann wieder mit den Ticketpreisen und der Inflatiion kommst, dann schau Dir mal Wulfhelms Posting an.

--- Zitat ---Welche projektbasierten Geschäftsmodelle könne denn bitteschön überhaupt identischen Investitionen für jedes Projekt arbeiten? Wenn du jetzt wenigstens geschrieben hättest, dass der absolute Gewinn pro Projekt eine Aussage über Stagnation, Progression oder Regression erlaubt, wäre das etwas, worüber man diskutieren könnte. So aber ist es - bei allem Respekt - einfach nur unsinnig.

--- Ende Zitat ---
Kein Problem. Dann streichen wir die Frage nach der Stagnation komplett. Habe ich garkeine Probleme mit. :)

--- Zitat ---Worin ich dir allerdings beipflichten muss: Große Dividenden kann man nur durch große Projekte erwirtschaften, die große Investitionen erfordern. Aus Sicht der Investoren ist die Marke 007 offenbar immer noch stabil oder sogar vielversprechend, sonst würden die immensen Investitionen nicht getätigt. Nichtsdestotrotz: Wenn im Verhältnis immer größere Investitionen für immer geringere Dividenden erforderlich werden, ist das kein gutes Zeichen.

--- Ende Zitat ---
Dazu mal ein kleines Gedankenmodell:
Wenn Du die Dividende eines Dr. Nos heute erwirtschaften wolltest, müsstest Du bei er einer Investition von 250 Mio $ ungefähr 12,5 Mrd $ erwirtschaften (Also ungefähr das 5-fache des bisher erfolgreichsten Filmes).
Und dann gehst Du mal zur Bank mit sagen wir mal 1 Mio $ und verlange von der Bank eine Dividende von 100% über 2 - 3 Jahre.
Da sieht dann für den Investor die Dividende eines solchen Filmes wieder extrem gut aus. Meinst Du nicht?

--- Zitat ---Fairerweise muss man dazu sagen, dass das nicht nur das 007-Franchise betrifft. Aber es trifft *auch* 007 und da ziemlich klar ist, dass man keine kleineren Brote mehr backen kann, liegt auf der Hand, dass man auch hier deutlich mehr oder deutlich teurere Schnittchen verkaufen muss. Angesichts der bereist jetzt horrenden Ticketpreise und immer weiter zurückgehenden Besucherzahlen in den Kinos muss man nicht die Kristallkugel entstauben, um den sicheren Ausgang zu prognostizieren. Der Niedergang wird immer wieder etwas verzögert, weil sich noch neue Märkte auftun, beispielsweise der Ostblock in den 90ern des letzten Jahrhunderts und seit ein paar Jahren China. Aber irgendwann sind auch diese gesättigt und das verdammte Brot wird immer noch teurer.

--- Ende Zitat ---
Ah. Jetzt geht es also um die ganze Kinobranche. Keine Ahnung, ob die Kinobranche als Ganzes auf dem absteigenden Ast ist. Momentan sind sie noch voll im Boom. Ob der Boom bald zusammenbricht und was dann passiert, ist weiss Gott nicht ein alleiniges Thema einer Franchise. Ergo passt das hier nicht zum Thema.

Eulenspiegel:
Um den Erfolg einer Reihe zu beobachten, hilft es, sie mit anderen Reihen zu vergleichen.

Im gleichen Jahr (2015) kamen heraus:
- Star Wars: Das Erwachen der Macht (2,1 Mrd $ Einspielergebnis)
- Fast & Furious 7 (1,5 Mrd. $ Einspielergebnis)
- Avengers: Age of Ultron (1,4 Mrd. $ Einspielergebnis)
- James Bond 007: Spectre (880 Mio. $ Einspielergebnis)
- Mission: Impossible: Rogue Nation (650 Mio. $ Einspielergebnis)

Ich finde jetzt nicht die Produktionskosten dieser Filme. Aber ein Vergleich der Einspielergebnisse zeigt doch recht deutlich, welche Filme die Gewinner sind und welche an Bedeutung verlieren.

6:
Also ich seh da nur Gewinner. (Btw. Spectre ist der Agentenfilm mit dem zweitbesten Einspielergebnis überhaupt. Und das als britische Produktion)

EDIT:
Wenn Du mal ein paar Verlierer sehen willst dann bitte:
Fantastic Four (2015) 168 Mio. $
Jupiter Ascending 181 Mio. $
Strange Magic 13,6 Mio $
Tommorowland 209 Mio. $
Pan(!) 128 Mio $
Steve Jobs 30 Mio $
Victor Frankenstein 34 Mio $

Reicht das oder soll ich noch mehr?

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