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James Bond geht vor die Hunde

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Waylander:
Ich bin vor allem gespannt, ob Christoph Walz wieder mitmachen wird. Eine Rückkehr von Blofeld wurde ja am Ende von Spectre offensichtlich angekündigt.

Mr.Renfield:

--- Zitat von: Der Rote Baron am 27.07.2017 | 11:13 ---Blasphemisches zur Diskussion:
..
Was ment ihr? Vielleicht ist Bond einfach "durch" - ohne Kalten Krieg, einem Reich des Bösen und in einer Welt, in der man exotische Orte selbst bereisen kann, wenn man es durch die Großkontrolle am Flughafen geschafft hat.

--- Ende Zitat ---

muß dir leider in allen punkten recht geben

Menthir:

--- Zitat von: Waylander# am 27.07.2017 | 11:15 ---Ich bin vor allem gespannt, ob Christoph Walz wieder mitmachen wird. Eine Rückkehr von Blofeld wurde ja am Ende von Spectre offensichtlich angekündigt.

--- Ende Zitat ---

Dann hoffentlich mit einer Leistung, die nicht die Verwässerung mit Pseudofieseligkeit von Dr. King Schultz ist, die schon die Verwässerung in der Darstellung von Hans Landa war. Für mich lag in Waltz' Leistung einer der großen Punkte, warum Spectre unter seinen Möglichkeiten blieb. Nachdem Waltz durch seine Rollen bei Tarantino sehr - sicher auch teils zurecht - gehyped wurde, hat er dieselbe Grundmasche nochmal neu aufgegossen und das war für den Rahmen des Filmes und seines eigentlichen, schauspielerischen Profils nicht angemessen.

Ich persönlich mag Craig als Bond und für mich waren Casino Royale und Skyfall auch die beiden besten Bonds der Post-Cold-War-Era. Seine Darstellung ist gritty, und er ist Bond, ohne zu superheldenhaft zu sein; was in dieser Super Hero-Movie-Zeit eine gewisse Kunst ist. Dass die Probleme auch im Establishment liegen und die Loyalitäten nicht mehr so klar erscheinen, wie sie es noch zu den Zeiten des Kalten Krieges dargestellt wurden und am Ende trotz allem wirkten, ist erfrischend und wird in der Stimmung der Filme gut umgesetzt und Craigs Charakter ist dafür sehr gut gewählt. Allerdings scheitern diese Bonds manchmal an ihrem Anspruch. Liegt allerdings auch daran, dass sie aus Nostalgiegründen so viele Verweise auf alte Bondfilme machen wollen und damit den eigenen Rhythmus konterkarieren und manchmal aus dem Tritt geraten. Und die Bondvillains sind zudem - trotz an sich guter Besetzung - in letzter Zeit durchwachsen.

Ich gebe zu, das mag vor allem nur mein Eindruck sein. Aber gerade von Blofeld war ich...enttäuscht. Es lag nicht daran, dass Waltz nicht aussieht wie Donald Pleasence, sondern vor allem daran, dass es die dargebotene Darstellung wie ein schlechter Aufguss oder wie aus der Konserve wirkte. Hat mich echt geärgert. Ansonsten fand ich Spectre erträglich und vor allem die Startszene toll inszeniert.

Ich kann also gut damit leben, dass Craig das nochmal macht. Kritik an ihm oder seine Kritik an der Reihe hin oder her. Seine Kritik führt hoffentlich zu einer Verbesserung und damit wieder zu einem sehenswerten Bond.
Ich teile nämlich die Einschätzung, dass die Qualität innerhalb der Reihe auch bei den jeweiligen mehrfach besetzten Schauspielern sehr schwankend ist. :)

Lyonesse:
So lange es Geheimdienste gibt, ist Bond eigentlich nicht überflüssig, aber letztendlich ist es
eine alte Kinoserie, die sich immer wieder neu definieren und der Zeit anpassen muß, und das
gelingt mal mehr oder weniger gut.
Waltz war als Blofeld für mich hart am Rande der Fehlbesetzung, weil er die Rolle gar nicht wirklich
angenommen hat. Stattdessen bekam man, wie auch oben schon erwähnt, den altbekannten Tarantino-
Charakter aus Django und den Inglorious Basterds vorgesetzt - habe manchmal das Gefühl, Waltz macht
seit Jahren nichts anderes mehr. Das ist jetzt auch nicht wirklich neu, was die Rollenfestlegung im Filmgeschäft
anbelangt, aber Christoph Waltz schießt da so langsam den Vogel ab.

Edit: Immerhin war er aber offenbar selber nicht so wirklich zufrieden mit seiner Blofeldinterpretation.

Der Rote Baron:
Waltz kann nur noch eins: distinguierter Fiesling, mehr oder weniger am Rande der Zurechnungsfähigkeit.

War nicht immer so (siehe: Lenz oder die Freiheit, König der letzten Tage), aber da war man ja auch noch deutscher TV-Schauspieler und nicht ÖSTEREICHISCHER MEGA-STAR IN HOLYWOOD!!!

Landa war toll. Danach kam nur noch Landa mit nem anderen Namen (selbst in Wasser für die Elefanten gibt er den Zirkus-Landa).

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