Medien & Phantastik > Sehen
James Bond geht vor die Hunde
Ludovico:
--- Zitat von: ManuFS am 27.05.2016 | 12:21 ---Genau, US-Amerikaner sind ja quasi genetisch nicht fähig einen britischen Akzent zu lernen. ::)
--- Ende Zitat ---
Ein Schauspieler aus dem Commonwealth gehört zur Marke Bond. Einen US-Amerikaner ranzulassen, hieße eine Entwertung der Marke, weil sie dann ein Alleinstellungsmerkmal verlöre und so in die lange Liste beliebiger amerikanischer Geheimdienst-Action-Streifen einreihen würde.
--- Zitat ---Dieses. Auch in der Hoffnung, dass dann wieder Leute an die Drehbücher gelassen werden, die was interessantes fabrizieren, und nicht aus großartigen Vorlagen mit großartigen Schauspielern solchen Bullshit wie Christoph Waltz Mini-Auf-und-Abtritt in Spectre fabrizieren...
--- Ende Zitat ---
Und wozu benötigt man dann einen weiblichen Bond? Wieso nicht ein Spin-Off?
Thandbar:
--- Zitat von: Ludovico am 27.05.2016 | 12:04 --- Wieso kommen immer dieselben Schnapsideen alle Jahre wieder hoch, wenn es um Bond geht?
--- Ende Zitat ---
Weil die Figur des James Bond sehr zeitgebunden ist und man bei der Neuerfindung des Franchise immer das Problem mit der Vermittlung zwischen Tradition und Modenwandel hat. Das wird auch - solange es Bond als Marke gibt - immer so sein.
Ludovico:
Ich weiß nicht, ob sie so zeitgebunden ist.
Eher glaube ich, dass ein Teil des Erfolgs auf immer den selben Merkmalen fusst, die etwas Retro sind. Deshalb ist eine Anpassung der Marke Bond an die jeweilige Mode sehr riskant. Daniel Craig mag zwar sehr erfolgreich in der Rolle des Bond sein (und Casino Royale und Skyfall waren meiner Ansicht nach Topfilme), aber auch wenn er die Rolle anders interpretiert, so gibt es noch immer einige Schlüsselelemente, die Bond zu Bond machen wie etwa den Schauspieler aus dem Commonwealth, ein gefühlskalter männlicher Bond mit Bindungsproblemen und noch einiges mehr.
Persönlich glaube ich, dass Anderson sich so indirekt um die Rolle des Bondgirls ins Gespräch bringen möchte.
Nocturama:
--- Zitat von: Ludovico am 27.05.2016 | 13:00 ---Persönlich glaube ich, dass Anderson sich so indirekt um die Rolle des Bondgirls ins Gespräch bringen möchte.
--- Ende Zitat ---
Bei den Rollen, die Anderson inzwischen so spielt, kann ich mir das absolut nicht vorstellen. Vielleicht für eine Schurkin oder M. Aber Bond-Girl...? Neee.
Ich glaube nicht, dass eine Chance auf einen Gillian-Bond besteht, ich fänd's aber super und in "The Fall" hat sie ja schon gezeigt, dass sie gerade einen gefühlskalten und kaputten Charakter mit Bindungsängsten exzellent spielen kann.
Aber ich finde den Prä-Craig-Bond auch absolut unerträglich und würde vermutlich eher unseren Fernseher zertrümmern, ehe ich mich zwingen lasse, so einen Film noch mal anzuschauen.
Lord Verminaard:
Was mich an der Sache mit den Augen rollen lässt, ist vor allem die Berichterstattung. Ist es heutzutage wirklich so einfach, die Medien auszunutzen? <-- Rhetorische Frage, bitte nicht beantworten. ::)
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