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Skyrock:
Was Games In rausbringen will ist nicht CP v3, sondern der Nachdruck des 2nd-Edition-Regelwerkes in den endlich die Errata und das italienische Artwork eingebracht werden.

Man könnte so langsam Wetten abschließe ob die neue 2nd von GI oder die 3rd von Talsorian früher erscheinen >;D

Ein:

--- Zitat ---Was davon war nicht schon in den 80ern ein großes Thema?

--- Ende Zitat ---

Amerikanischer Imperialismus - In den 80ern fürchtete man den Sturz der USA in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. Das ist ja auch der Grund, warum die Japaner im CP-Genre so mächtig sind. (Thema: Bubble Gum Economy) Auch Deutschland wurde als Wirtschaftssupermacht des 21. Jahrhunderts angesehen.

Globalisierung war auch noch kein Thema in den 80ern. Da hat man jeden ausgelacht, der davor gewahnt hat, dass Jobs in Billiglohn-Länder verschoben werden könnten. Anfang der 90er wurde das dann Realität und hat die USA vollkommen unvorbereitet getroffen.

Damit bleibt aus der Liste nur für den CP nur Klimakatastrophe und organisiertes Verbrechen übrig.

Und was ganz eindeutig fehlt, ist der Einstellungswechsel der Gesellschaft zu individuellen Verhalten. In den 80er wurd man noch richtig schräg angeguckt, wenn man Rocker, Punk oder Goth war. Das ist heute alles Teil des Mainstreams. Und jede neue Strömung, die in den letzten 10 Jahren aufgekommen ist, ist ebenso blitzschnell kommerzialisiert wurden. Damit ist dieser Underground-Subkultur-Aspekt des CP-Genre passé. Es gibt keinen echten Underground mehr, weil der auch Mainstream ist.

Von daher ist Cyberpunk passé. (Aber dazu kann man aber auch einfach einen Blick in den Cyberpunk tot-Thread werfen.)

Ich selbst erwarte nichts von CP203x. Es wird im Kern dasselbe alte Wettrüst-Rollenspiel werden, bei dem es weniger um Cyberpunk geht (im Sinne von Gesellschaftskritik), sondern einfach nur darum die größte Knarre auf diesem verfluchten Planeten zu haben. (Sprich: SR für Leute die "viel cooler" sind.)

Boba Fett:
Klimakatastophe:
Da sah man in den 80ern nur ewigen, sauren Regen als Bedrohung an.
Tornados, Hurricanes, Tsunamis, Verlust der Trinkwasserreservoires, Flutkatastrophen, massenhaftes Aussterben ganzer Tiergattungen, Seuchen waren damals noch kein Thema.
Das Thema wurde entweder total katastrophal angesehen oder verlacht.
Heute hat man einfach realistischere Prognosen.

Was mir noch einfällt: Erdöl- / -gasreserven werden 2050 längst sehr knapp.
Wenn es da keine Alternativen gibt (Rappsöl ist keine, denn soviel Land gibt es auf der Welt nicht, dass man das als Anbaugebiet nutzen kann, Strom ist nicht effektiv, Wasserstoff lässt sich nicht speichern)
Der Individualverkehr wird in den nächsten 45 Jahren vollkommen anders aussehen...
oder aussterben.

Boba Fett:

--- Zitat von: Ein am 16.06.2005 | 14:03 ---Ich selbst erwarte nichts von CP203x. Es wird im Kern dasselbe alte Wettrüst-Rollenspiel werden, bei dem es weniger um Cyberpunk geht (im Sinne von Gesellschaftskritik), sondern einfach nur darum die größte Knarre auf diesem verfluchten Planeten zu haben. (Sprich: SR für Leute die "viel cooler" sind.)

--- Ende Zitat ---
Gesellschaftskritisches Cyberpunk gab es noch in keinem Rollenspiel, sofern dies nicht vom Spielleiter kam.
Von daher wird es natürlich wie immer um "the next bigger gun" gehen.
Es sei denn der SpL macht was anderes draus. Aber dazu braucht es kein 2030, denn dazu reicht auch 2020.
Denn letztendlich kann man das Grundsystem nehmen, es zeitlich upgraden (handies, PCs, etc.) und dann das draus machen, was man will.
Wie mit jedem anderen System auch.

Skyrock:
@Ein:
Gut, die Punkte Ami-Imperialismus und Globalisierung räume ich ein. (Wobei mit dem Aufstieg der Tigerstaaten/Ost-Europas mit gleichzeitigem Fall der Bedeutung der westlichen Industriestaaten auch ein Ausschlag Richtung klassischen CP möglich wäre - das ist der Weg den ich selbst für Cthulhu in Chrome einschlage.)


--- Zitat von: Ein am 16.06.2005 | 14:03 ---Und was ganz eindeutig fehlt, ist der Einstellungswechsel der Gesellschaft zu individuellen Verhalten. In den 80er wurd man noch richtig schräg angeguckt, wenn man Rocker, Punk oder Goth war. Das ist heute alles Teil des Mainstreams. Und jede neue Strömung, die in den letzten 10 Jahren aufgekommen ist, ist ebenso blitzschnell kommerzialisiert wurden. Damit ist dieser Underground-Subkultur-Aspekt des CP-Genre passé. Es gibt keinen echten Underground mehr, weil der auch Mainstream ist.
--- Ende Zitat ---
Ich bezweifle dass Individualismus wirklich komplett in den Mainstream eingesickert ist. Sicher spielt Kommerzialisierung von Subkulturen heute eine größere Rolle als vor 20 Jahren - aber wirklich Mainstream ist das noch nicht.
Wer mir nicht glaubt kann sich ja einen grünen Iro zulegen und sich so für ein paar Stellen bewerben ;)


--- Zitat von: Ein am 16.06.2005 | 14:03 ---Ich selbst erwarte nichts von CP203x. Es wird im Kern dasselbe alte Wettrüst-Rollenspiel werden, bei dem es weniger um Cyberpunk geht (im Sinne von Gesellschaftskritik), sondern einfach nur darum die größte Knarre auf diesem verfluchten Planeten zu haben. (Sprich: SR für Leute die "viel cooler" sind.)
--- Ende Zitat ---
Seit dem Munchkins Guide to Powergaming wissen wir ja dass jeder Cyberpunk ein Munchkin ist :D

OK, ernster: Sicher ist Cyberpunk in vielen Runden zum reinen PG-Wettrüsten verkommen, aber zumindest im Falle von CP2020 war das nicht in diesem Ausmaß vorgesehen. Da wird der SL sogar angehalten sich großzügig auf Murphys Law zu stützen und der Gruppe das Leben zur Hölle zu machen.

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