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[Überzeugt mich von] Eberron
Daeinar:
--- Zitat von: Seraph am 29.08.2005 | 05:09 ---Wenn du hingegen nach einem neuen, innovativen Setting suchst, dann werden deine Erwartungen wohl eher weniger erfuellt werden, da Eberron eher wenig neues bietet als vielmehr eine sehr gute Mischung darstellt.
--- Ende Zitat ---
Wenn man nach einem neuen, innovativen Setting sucht, ist man einfach ein paar Jahre zu spät dran. Es kommen nach wie vor sehr gute Settings raus (bspw. Midnight), die zeichnen sich aber nicht durch Innovation aus, sondern durch die konsequente, stimmungsvolle Umsetzung eines Themas. Ich glaube fast das es diese Suche nach dem vermeintlich innovativen ist, die viele Leute so frustiert.
Cyberdance:
Innovation bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass Du das Rad neu erfindest.
Es bedeutet im Grunde nur, dass Du bestehendes neu und ansprechend definierst. Ächz, jetzt ist der Werbefuzzi wieder durchgebrochen... ;) Aber im Ernst, es gibt eigentlich keine "neuen" Ideen. Jede Innovation ist nur die gelungene Komposition vorhandener Bestandteile.
Zum Thema Eberron: Ich persönlich finde es mit das spannendste Setting, da es eben diese Innovation leistet - es fügt viele (relativ junge - für das Genre) bekannte Inhalte zu einem neuen Ganzen zusammen. Eberron bezeichnet sich selbst als "Fantasy Noir" und das kann man durchaus so festhalten. Man hat etwas Nachkriegs-Aufbruchstimmung eine beginnende Industrialisierung auf Basis von Magie und eine sehr plausible Welt, die keine burleske, archaische Anarchie ist, in der einfach der mit den dicksten Armen regiert (wie Fantasy-Settings leider von vielen interpretiert werden).
Wie geil ist es bitte, in einem Fantasy-Setting, Charaktere zu spielen, die Reisepapiere haben und Zollprobleme mit ihrer Ausrüstung bekommen können, während sie mit dem Zug eine Landesgrenze überqueren. Und das leicht barocke Ambiente ist mal eine erfrischende Abwechslung zu der pseudo-mittelalterlichen Umgebung anderer Fantasy-Settings. Da Eberron unserer modernen Welt sehr viel näher ist als, sagen wir mal, die Realms, ist es IMHO sogar leichter zugänglich für komplette Genre-Neulinge.
Man kann Stories die vom Stile des Maltheser Falken bis hin zu eher überdrehten Action-Spektakeln im Stile der Mumie spielen. Erzählerischen Raum gibt es genug. Ich kann mich außerdem komplett den vorangegangenen Statements von SdÄ anschließen. Gut gesagt. ;)
Das klingt vielleicht komisch, aber für mich ist das Setting "erwachsener" als z.B. die Realms (wobei ich wirklich sehr gerne in den Realms leite). Eberron rockt.
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