Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Schuldig oder nicht schuldig?
Wolf Sturmklinge:
Hallo,
ich möchte hier gerne mal eine Rollenspielsituation (D&D) erzählen und Eure Meinung dazu lesen:
Ein mächtiger Druide verlangt eine Aufgabe von der Gruppe:
Im Süden bedroht ein mächtiges Monster den Wald. Die Gruppe soll sich der Situation annehmen und den Frieden wahren.
Die Gruppe findet bald heraus, daß es sich offenbar um einen Drachen und zwei andere Spießgesellen handelt. Dem nicht genug, kommen dazu noch ca. 30 Handlanger.
Es bleibt der Gruppe nichts anderes übrig als der Gefahr ins Auge zu sehen.
Man schlägt sich wacker, als es plötzlich eine Überraschung gibt! Der Drache taucht auf und siehe da, er ist einer von der 'guten' Sorte (ein junger Bronzedrache). Eine Minute später steht für die Gruppe fest, daß der Drache von zwei Gedankenschindern (alienartige Psioniker) versklavt wurde. Kurzum stürzt sich die Gruppe auf die beiden Gedankenschinder, in der Hoffnung den Drachen (der schon einige fiese Blitze auf die Charaktere abgefeuert hat) von Ihrer mentalen Kontrolle zu befreien.
Es stehen noch 5 Handlanger und der Drache als der letzte der Gedankenschinder fällt.
Ich beschreibe die Szene wie folgt:
"Der Drache bäumt sich auf und brüllt, offensichtlich völlig verwirrt, schlägt er wild auf alles und jeden in seiner Reichweite."
Daraufhin bringt ihn die Gruppe in einem Kampf um.
Jetzt habe ich vor:
- dem (rechtschaffen guten) Paladin seine Kräfte zu entziehen.
- den (rechtschaffen neutralem) Späher aus seiner Gemeinschaft (die geschworen hat, alle guten Wesen des Waldes zu beschützen) zu werfen.
- dem (neutral guten) Kleriker einige seiner Spezialfähigkeiten (verstärkte Heilung, Untote vertreiben) zu nehmen.
- das Wiesel der (chaotisch guten) Magierin verläßt aus Enttäuschung seine Meisterin.
- der (neutrale) Druide wird im gesamten Norden als geächtigt angesehen.
Wie würdet Ihr in dieser Situation verfahren?
Schönen Gruß,
Wolf
Holothuroid:
Die Spieler fragen, ob sie's cool fänden, dass ihre Chars ihren guten Ruf verlieren.
Ludovico:
So wohl eher nicht, denn das wäre ungerechtfertig imho.
Immerhin waren die SCs und auch die Tiere des Waldes (sind ja auch viele gut) und alles in der Umgebung des Drachen in Lebensgefahr.
Sie taten, was sie dachten, was notwendig ist, um eine Gefahr von den Lebewesen in der Umgebung abzuwenden.
Auch, wenn man gut ist, so sollte man auch zumindest die neutralen noch zumindest schützen.
Dabei kann auch mal ein gutes Wesen bei sterben.
Gerade der Druide sollte wohl keine Probleme kriegen.
Immerhin hat er etwas aktiv dafür getan, den Wald zu schützen und der Kleriker... welcher Gottheit gehört er an?
Wieso sollte die Gottheit sauer sein, nur weil der Kleriker versucht, andere zu schützen.
Und wieso sollte das Wiesel entäuscht sein? Das ist ein Vertrautentier, der beste Kumpel eines Magiers. Die gehen durch dick und dünn.
Na ja, wenn Du es jedenfalls bestrafst, dann kann es Dir passieren, daß unter ähnlichen Umständen die Gruppe dann einfach weggeht, obwohl da ein sehr gefährliches Monster Amok läuft, frei nach dem Motto: "Zweimal kriegt er uns nicht dran."
Teclador:
--- Zitat von: 1of3 am 22.01.2006 | 22:12 ---Die Spieler fragen, ob sie's cool fänden ihren guten Ruf zu verlieren.
--- Ende Zitat ---
Das ist eine gute Idee auf die ich nicht gekommen bin.
Ich sehe übrigens nicht wo in dieser Aktion die böse Tat steckt.
Sich gegen ein mächtiges Monster, dass wild um sich schlägt zu wehren, ist bei mir keine Motivation die ich der bösen Gesinnung zurechnen.
Wenn du das allerdings so mechanisch siehst, dass es einfach erlaubt ist böse Wesen zu töten und gute Wesen nicht, dann sieht die Sache anders aus.
Minne:
bääh, so hinterfotzigkeiten haben mir schon immer den spass an dnd verleidet...
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln