Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D20 Auswirkungen auf Spielerverhalten
Haukrinn:
Ist doch 'ne große Ehre, geelcht zu werden. ;)
Viel beängstigender finde ich, daß Fredi's Signatur jetzt einen Satz enthält, in dem D&D vorkommt... ;D
Settembrini:
--- Zitat ---In welchem Deutschland lebst du denn? Huh In La-La-Deutschland? Also in dem Deutschland, dass ich kenne ist Nar sicher nicht der Default-Leitstil.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe ein, daß das in einen ThreadHijack ausartet, diskutierten wir das hier. Mach einen neuen auf, dann rambohlen wir das aus...
Fredi der Elch:
--- Zitat von: Chrischie am 13.03.2006 | 16:58 ---Huch wie komme ich in die Signatur des Elchs?
--- Ende Zitat ---
Weil der Spruch mit der Pizza einfach GEIL war. ;D
Azzu:
--- Zitat von: Boba Fett am 13.03.2006 | 15:05 ---Zum Beispiel, dass es nicht so schön ist, dass Rollenspiel (vor allem kommerzielle) nicht wirklich darauf hinweisen, welche Art des Spiels sie unterstützen.
--- Ende Zitat ---
D&D finde ich überdurchschnittlich ehrlich, was das angeht. Ein Buch mit 95% Regeln, die deutlich erkennbar mit Stufen und Klassen arbeiten. Keinem Setting abgesehen von den Standard-Rassen, den Standard-Rollenmodellen zu den Charakterklassen und einer Hand voll Göttern. Und einem deutlichen Bekenntnis zur Kampfsimulation mit Rasterkarte und Miniaturen.
Mir hat das Player's Handbook jedenfalls schon beim ersten Durchblättern gesagt: Ich bin nichts für dich!
Arkam:
Hallo zusammen,
ist es vielleicht Möglich das gerade bei D&D die Computerspieler zurückschlagen?
In einem Computerrollenspiel sind die Regeln absolut. Mit einem Stück Software kann ich nicht erfolgreich diskutieren aber es wird auch nie eine Regel zu meinen Ungunsten verändern oder gar eine Regel vergessen.
Wenn ich jetzt an einer P&P Runde teilnehme ist dieses regelfixierte spielen das was ich erwarte und eben auch gewohnt bin. Das ich jetzt plötzlich sehr viel Freiheiten habe sehen viele Leute eher als Nachteil - jetzt müssen sie entscheiden und das wird als Arbeit wahrgenommen.
Bei einem Computerrollenspiel kann ich normalerweise bei einem Mißerfolg den alten Spielstand laden und es noch Mal versuchen. Wenn es häufiger nicht klappt muß ich eben die nächste Stufe erreichen oder den besseren Gegenstand finden.
In einer P&P Runde kann es eben Ding geben die ich garnicht besiegen soll ohne das ich wie bei einem Computerrollenspiel daran gehindert werde. Das Ergebniss ist dann häufig das die Spieler Konsequenten in game bekommen die sie so nicht erwartet haben. Wenn mein P&P Charakter aber tod ist kann ich eben nicht den nächsten Spielstand laden sondern beginne mit dem nächsten Charakter.
Bei einem Computerrollenspiel hole ich mir eben Tips für einen optimalen Charakter oder gleich die Komplettlösung um bei Bedarf eben ganz locker und ohne Risiko spielen zu können.
In einer P&P Runde spiele ich meistens ohne Netz und doppeltem Boden. Wo ich bei einem Computerrollenspiel entweder einen Allrounder habe oder eine komplette Gruppe aufstelle muß ich mich beim P&P in eine Gruppe einfügen und dort möglichst eine Lücke ausfüllen.
Die starke Orientierung auf die Zukunft bei D&D liegt für mich daran das man eben nicht wie bei vielen Systemen schon am Anfang einen spezialisierten Charakter aufstellen kann der dann in seinem Spezialgebiet eben schon extrem gut ist. Statt dessen sind Attributssteigerungen, Skillhöhe, Kampffertigkeiten und Feats an die Stufe als Hauptkriterium gekoppelt. Wenn aber eine Prestigeklasse besondere Vorbedingungen hat so muß ich den Werdegang meines Charakters eben laut Regeln recht streng planen.
Generell erfordern Systeme die mit einer Vielzahl von Vorteilen arbeiten das man sich schon recht intensiv mit diesen beschäftigt wenn man einen Charakter haben möchte der im Rahmen der Regeln gute Werte hat. Sind die Vorteile jetzt noch von Attributen, anderen Vorteilen und Klassenfertigkeiten abhängig wird das ganze sehr komplex. Hier muß dann der Spielleiter festlegen wie komplex er es verkraftet. Das kann dann eben nur die einfache Basis sein oder eben die 100 bändige Komplettausgabe des Regelwerks inklusive der Regeln die in den verschiedenen Zeitschriften und Internetforen vorgestellt wurden.
Gerade die Wahl des passenden Vorteils kann dann eben auch schon Mal Charaktere in ihrem Spezialgebiet über das hinaus bringen was ihre Stufe eigentlich aussagt. Noch schwieriger ist es wenn der Spielleiter sich nicht klar zur gewünschten Komplexität äußert und die Spieler antürlich alle Vorteile einsammeln wollen.
Ich persönlich mag ja Systeme mit einem taktischen Einschlag. Denn so wird es mir ermöglicht Kampfsituationen durch Planung und Nachdenken abzukürzen oder gar zu vermeiden.
Gruß Jochen
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