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Rifts / Palladium
Settembrini:
Wo ist das Problem mit dem Boxen?
Wo ist das Problem überhaupt? Nur weil der Schaden der Südamerika-Sachen ein bißchen höher ist? Zu Carella kann ich sagen, daß Phase World in sich sogar ausgewogen ist. Und Naruni-Power ist ja sogar fester Bestandteil des Metaplots. Ja, die Verfügbarkeit von Waffen verschiedener Powerlevel ist doch direkt mit der Main Story verbunden. Das sehe ich da eher noch als Feature denn als Nachteil.
Das einzige, was echt doof ist an RIFTS sind die fehlenden Monster und NSC-Werte. Da gibt es Abhilfen, aber es könnte besser sein. )Alles andere halte ich für Gerüchte von RPG.Net und Haterei.)
Was hat dem bei Euch im Spiel nicht funktioniert?
tartex:
Das System ist IMO so kaputt, dass ich gar nicht alles aufzählen will. Wurde ja schon zu oft gemacht.
Mich interessiert wirklich eher, wie jemand damit glücklich werden kann.
Lassen wir mal die Charaktererschaffung weg.
Kampf ist einfach eine elendigliche MDC-Runterwürfelei.
Die unterschiedliche Anzahl von Angriffen pro Runde... >:( >:( >:( Boxen ist ein Überskill, das jeder nehmen muss, wenn er sich im Kampf nicht langweilen wil.
Ich habe sogar Synnibarr RAW gespielt, und finde das System um Klassen besser als jenes von Palladium.
Update: ich zitiere mich mal von weiter oben aus dem Thread. Da habe ich schon 2006 einiges gesagt:
--- Zitat von: tartex am 10.05.2006 | 18:49 ---Ich bin großer Rifts-Fan (habe neben vielen anderen u.a. alle Wordbooks bis 18: Mystic Russia).
Was mich an der Charaktererschaffung stört:
1. Die Grundwerte haben im Spiel keinerlei Einfluss, solange sie nicht höher als 16 sind.
2. So gut wie alle Charakter einer Stufe haben den gleichen Wert in den Skills, die sie ausgewählt haben.
3. Schön und gut, die dicken Worldbooks, aber viel zu viel Platz wird doch ohnehin von der 100. Variante einer Krieger-OCC eingenommen. Anstatt eine Standardklasse vorzugeben und kompakt die Unterschiede darzustellen, wird jedesmal nochmals der gesamte Skillwulst abgedruckt.
--- Ende Zitat ---
Settembrini:
Daß Attribute erst ab 16 was bringen ist bei allen D&D Derivaten bis 3e ziemlich genau so. Nur bei Rifts gibt es Möglichkeiten Attribute zu steigern.
Zudem: wo stört das denn IM SPIEL?
Wo ist das Problem, daß Charaktere die gleichen Werte in Skills haben (haben sie ja nicht, aber mal nur so angenommen)? Ist bei allen D&D Varianten bis einschließlich 3.5 so, ich glaube bei 4.0 auch. Oder bei Warhammer 2nd Ed.
Und bei Harnmaster rechnet man sehr viel rum, nur um innerhalb von 5% zu rechnen. Also auch nur ein Scheinproblem.
Stört im Spiel noch weniger.
Kampf ist MDC-Runterwürfelei???! Nun, wenn zwei Gargoyles Faustkampf machen vielleicht. Ich kenne mit großer Mehrheit Kämpfe mit groooßen Explosionen, fiesen Zaubern usw. usf.
Und wenn die MDC weg sind oder so um die 10 rumgurken, dann wirds ja mal Mega-Gefährlich und damit spannend. Wie gesagt, wenn jemand an den anderen ranrennen kann und dem mit übrigen Aktionen nen volles Magazin reinbraten kann, dann geht das alles verdammt fix, und im Umkehrschluß dann ziemlich taktisch. Grandios ja auch die Dodge-Regel, die inhärent suppression fire darstellt.
So viele Abkürzungen, gerade durch die Unterschiedliche Anzahl an Aktionen und die ganzen Sonderkräfte. Und durch den genialen "D20+Bonus" roll & shout style, fast in Star Wars-Geschwindigkeit.
Also ich hatte nur einen einzigen Kampf der etwas zäher war, das ging es gegen 12 Gargoyles und es waren 8+ Spieler. Und selbst da hatten wir glaube ich ganz gut Spaß.
Es gibt auch irgendwo nen Spielbericht auf der Forge, wo von dem epischen Endkampf 6 Spieler vs 6 Spieler mit allem Zippelzappel drin ist. Ging auch ziemlich gut und derselbe Kampf bei 4e hätte vermutlich doppelt so lange gebraucht.
In meiner 1.5 wöchentlichen aktuellen Runde haben wir drei Magienutzer drin, da geht wirklich kein Kampf ohne besonderes Ereignis zuende. In der davor war mal eine Situation, wo sie so westernmäßig ne Schießerei aus Deckungen hatten, da waren die MDCs aber auch nach 15 Minuten weg. Und nen Vergleichbarer kampf in anderen Systemen hätte Länger gedauert.
Und so weiter und so fort.
Erzähl mal von einem Beispiel aus dem SPIEL, woe es MDC Runterwürfelei und langweilig war.
Settembrini:
Hier habs gefunden:
http://www.indie-rpgs.com/archive/index.php?topic=21227.0
Da sagen auch die Spieler was zu, zum Teil. Ist vlt. interessant, weil wir da diese krasse Verfolgungsjadgt mit der Slaver Barge hatten, und die war doch ziemlich actionfilmmäßig anstatt "MDC-Runterwürfelei" trotz der hohen Werte. Zu Beginn sage ich auch was zum ABalancing, ich hatte das sogar mal ausgerechnet, die Tabellen habe ich noch.
tartex:
Also wir haben mit OSR-Regeln gespielt
--- Zitat von: Settembrini am 20.04.2017 | 20:38 ---Wo ist das Problem, daß Charaktere die gleichen Werte in Skills haben (haben sie ja nicht, aber mal nur so angenommen)? Ist bei allen D&D Varianten bis einschließlich 3.5 so, ich glaube bei 4.0 auch. Oder bei Warhammer 2nd Ed.
--- Ende Zitat ---
Also die Skills werden nicht durch Attribute modifiziert. Das ist schon mal ein Unterschied. Von der Skilliste selbst mag ich gar nicht reden.
Unsere Kämpfe sind auch regelmäßig schon in der ersten Runde an der großen Anzahl von Attacken pro Runde zerbröselt.
Nichtmals Siembieda sagt, dass er RAW spielt, oder tut das, will man den Berichten von den Palladium-Open-Houses trauen.
Aber wäre natürlich ein Traum von mir eine Runde zu finden, die funktioniert und spannend ist, wie scheinbar eure. Der Traum stirbt ja bekanntlich zu letzt. Meiner ist halt schon seit 2003 tot.
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