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[Engel] Engel mit DitV-Dörfern - kurzer Erfahrungsbericht

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Pyromancer:

--- Zitat von: alexandro am 24.07.2007 | 15:02 ---Dogs funktioniert auch wunderbar, wenn man die Dämonen und Versuchungen weglässt und annimmt, dass die Menschen aus freiem Willen sündigen.
Absolut kein Problem.

--- Ende Zitat ---

Selbst in Original-Dogs sündigen die Menschen aus freiem Willen. Niemand wird dazu gezwungen, die Gebote zu brechen. Und die Dämonen haben keine Macht in Dörfern, in denen es keine Sünde gibt.

Das ist doch der ganze Witz an der "sin progression".

Passieren schlimme Dinge in einem Dorf, in dem alles in Ordnung ist, werden die Menschen damit selbst fertig, halten zusammen, lösen das Problem, sehen das ganze als Prüfung des HERRN an usw.

Passieren die selben schlimmen Dinge in einem Dorf, in dem sich Stolz, Ungerechtigkeit und Sünde tummeln, dann ist das auf einmal der Einfluß von Dämonen, und die ganze Sache wird noch schlimmer, weil die Menschen eben nicht mehr zusammenhalten, sondern gegeneinander arbeiten. Die Situation eskaliert.

Sheep2045:


--- Zitat von: alexandro am 24.07.2007 | 15:02 ---Nicht unbedingt. Schau dir mal "The Princes Kingdom" (oder die alternativen Kampagnen im Anhang von DitV) an.
Dogs funktioniert auch wunderbar, wenn man die Dämonen und Versuchungen weglässt und annimmt, dass die Menschen aus freiem Willen sündigen.
Absolut kein Problem.

--- Ende Zitat ---

Werd ich mir mal anschauen, danke :-)

Es gibt ja auch so schon Dörfer, die ohne dämonischen Einfluß auskommen, ich persönlich (und ein Teil meiner Spieler) mögen aber das "Übernatürliche" ganz gern. Am liebsten eben auch in dem Sinne, daß das Verhalten der Menschen ursächlich ist und nicht das Übernatürliche, sonst ist ja der Reiz/Konflikt weg (Übernatürliches/Dämonen/Traumsaat vernichten, schon gehts allen wieder gut ;-) ).


@Preacher/Haukrinn: Ganz genau, meine Spieler (und ich auch ein kleines bißchen) wollten es uns offenhalten, auch mal was anderes als das klassische Dogs-Thema zu spielen, deswegen haben wir den letzten Schritt nicht gemacht.
Ich persönlich finde die Idee eines "Angels in the Vineyard" auch ziemlich cool, da kann man sicher eine Menge rausholen, zumal die Engel ja schon ne ganze Menge an Konfliktpotential mit sich rumtragen :-).


Bye
Sheep2045

oliof:
Die Siedlungs-Regeln in Dogs in the Vineyard sind erstmal nur eine Methode, anhand derer man eine Situation in einer isolierten Gesellschaft baut, die unter Druck steht, bzw. deren Zusammenhalt erodiert. Das Verfahren läßt sich auf alle Settings umdeuten, in denen Autoritätspersonen (die SC) die Situation bewerten und aufgrund ihrer Bewertung Anstrengungen unternehmen, den Druck ab-, bzw. den Zusammenhalt wieder aufzubauen.

Wichtig dabei ist ein interpretierbarer Wertemaßstab (der Sündenkatalog), anhand dessen man als Spielleiter die destruktive Situation aufbauen kann (die "Stufen der Verdamnis/Leitersprossen der Sünder"), ohne eine vorgefertigte Meinung über das Geschehen zu haben ("Leite, ohne eine Lösung im Kopf zu haben").

Einige dieser Elemente kann man auch weglassen, aber irgendwann wird aus der Mechanik dann nur noch "denke Dir eine Situation aus, die die Spielfiguren interessiert". Das ist spätestens der Fall, wenn man den SCs die Autorität und dem Setting seinen allgemein akzeptierten Wertemaßstab wegnimmt.

Sheep2045:

--- Zitat von: Haarald am 24.07.2007 | 15:18 ---Die Siedlungs-Regeln in Dogs in the Vineyard sind erstmal nur eine Methode, anhand derer man eine Situation in einer isolierten Gesellschaft baut, die unter Druck steht, bzw. deren Zusammenhalt erodiert. Das Verfahren läßt sich auf alle Settings umdeuten, in denen Autoritätspersonen (die SC) die Situation bewerten und aufgrund ihrer Bewertung Anstrengungen unternehmen, den Druck ab-, bzw. den Zusammenhalt wieder aufzubauen.

Wichtig dabei ist ein interpretierbarer Wertemaßstab (der Sündenkatalog), anhand dessen man als Spielleiter die destruktive Situation aufbauen kann (die "Stufen der Verdamnis/Leitersprossen der Sünder"), ohne eine vorgefertigte Meinung über das Geschehen zu haben ("Leite, ohne eine Lösung im Kopf zu haben").

Einige dieser Elemente kann man auch weglassen, aber irgendwann wird aus der Mechanik dann nur noch "denke Dir eine Situation aus, die die Spielfiguren interessiert". Das ist spätestens der Fall, wenn man den SCs die Autorität und dem Setting seinen allgemein akzeptierten Wertemaßstab wegnimmt.

--- Ende Zitat ---

Volle Zustimmung. Dementsprechend ja mein "was man meiner Meinung nach anpassen muß"-Absatz in meinem ersten Post. Wenn die SCs/Engel nur Erfüllungsgehilfen mit klar definiertem Auftrag ("wenn x, dann y") sind, dann läßt sich da nicht viel machen außer auszuspielen, wie sie x finden und zwangsläufig y machen.
Und die Wertmaßstäbe muß man bei Engel meiner Meinung nach eben deutlich verbindlicher machen (wenn man so spielen möchte), damit eine Bewertung durch die SCs/Engel an Hand dieser Maßstäbe möglich wird.


Bye
Sheep2045

oliof:
ich kenne die Wertemaßstäbe der angelitischen Kirche nicht. Die Wertemaßstäbe des Glaubens an den King Of Life sind zumindest trotz ihrer scheinbaren Genauigkeit auch sehr schwammig. Z.B. ist Gesetz, dass es nur erlaubt ist, jemand in einem gerechten Krieg zu töten. Aber was ist ein gerechter Krieg?

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