Medien & Phantastik > Sehen
[TV Serie] Moonlight
Timo:
war ein OT zu Dr. Who...
Selganor [n/a]:
Mach das doch im Doctor Who Thread ;)
alexandro:
Blade war ziemlich cool (bzw. die Stories +so ziemlich JEDER Schauspieler außer dem der den Titelhelden spielt)- schade dass es keine 2. Staffel mgab, das Finale war wirklich spannend.
Moonlight...tja, mein Kommentar dazu:
Die metrosexuelle Alternative "Forever Knight", mit extrem schmalzigen (und leicht dümmlichen- ich hab mal versucht mitzuzählen, wie oft das Wort "Vampir" innerhalb von 45 Minuten erwähnt werden muss, damit es sich abnutzt) Dialogen und einem Haupdarsteller, der irgendwie so aussieht wie der Schmacht-Arzt von Greys Anatomy... man muss wohl nicht lange raten, um zu erkennen welche Zielgruppe mit dieser Serie angepeilt wurde, oder?
Einzig Jason Dohring (Logan) kommt cool rüber als Chefvampir, einer der wenigen Lichtblicke in dieser ansonsten komplett uninteressanten Serie.
alexandro:
Tja so kann's gehen. Erst lästere ich und dann mausere ich mich zum Fan der Serie (aber ich steh wenigstens zu meinem Sinneswandel).
Mick ist irgendwie doch ganz cool. Er gibt sich als moderner "Mensch", doch im Konzept ist er ein Sam Spade/Phillip Marlowe/Mike Hammer der lediglich in der modernen Zeit gefangen ist. Ein rauher Kerl, der von seinen Instinkten gesteuert wird und noch einige Probleme damit hat, mit den subtileren Nuancen der modernen Gesellschaft zurecht zu kommen (z.B. seine etwas naive Einstellung Frauen gegenüber). Seine inneren Monologe drehen sich (genau wie bei seinen Vorgängern) um Banalitäten und illustrieren sehr gut die blue-collar-Denkweise des Hauptcharakters- mehr als es jede gekünstelte "Probleme mit der modernen Welt" Szene könnte.
Seine Fälle enthalten ebenfalls die klassischen Noir-Elemente von Verdacht, Vertrauen und Täuschung (besonders die erste Folge mit Morgan/Coraline ist erwähnenswert) und damit ist in diesem Zusammenhang weniger eine geradlinige Crime-Series (Fall >Hinweise >Aufklärung/Verhaftung), als vielmehr eine verschachteltes Beziehungsdrama. Schön fand ich die Einbindung der Vampirgesellschaft in einigen Folgen (wie dem alten Feind von Joseph oder den Vampiren aus französischen Adligen) in diese Geschichten- da wurden viele "Leichen im Keller" angedeutet- auch ein Stilelement von dem Noir lebt.
Von den Nebenfiguren ist Joseph weiterhin mein Liebling, er ist einfach herrlich lakonisch, sich seiner Unsterblichkeit so bewusst dass er Probleme eher "aussitzen" möchte, denn sich tatsächlich in Gefahr begeben und insgesamt ein guter Gegenpart zu Mick.
Die anderen: naja Schwamm drüber. Sie erfüllen ihre "Rolle" ohne zuviel Tiefgang zu erzeugen und mehr als zweidimensional zu bleiben. Aber mittlerweile kann ich damit (nachdem ich das Serienkonzept erstmal kapiert hatte) ganz gut leben.
Chaosdada:
Ich habe zwar noch nicht mehr als ein paar kurze Ausschnitte gesehen, aber da kam mir es schon recht dümmlich vor.
Aber meine Mutter schaut es immer an.
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