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[Film]Star Trek 11
Yerho:
--- Zitat von: Malicant am 13.05.2009 | 10:07 ---Die Nerds werden wohl noch eine ganze Weile rumjammern, jetzt wo plötzlich normale Menschen Spass an Star Trek haben.
--- Ende Zitat ---
Ich weiß, Du meinst das augenzwinkernd, aber mir stellt sich da ganz ernsthaft die Frage, was "normale Menschen" in diesem Zusammenhang bedeutet?
Man muss ja kein Trekkie sein und noch nicht einmal allzu viel von Star Trek wissen, um den Film stark oder schwach zu finden. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand in den Film geht, der von Star Trek noch nie etwas gehört hat, dürfte der ziemlich perplex dastehen, was das alles für komische Gestalten sind, die da so denkwürdige Sachen tun und sich ganz selbstverständlich auf Dinge berufen, und von denen der arglose Zuschauer noch nie gehört hat. ;)
Will sagen: Für absolute Neueinsteiger ist der Film gar nichts, denn er setzt Vorwissen voraus.
Ich unterstelle einfach mal, dass jeder, der in den Film geht, sich zumindest der Science Fiction zugeneigt fühlt. Jeder, der sich der Science Fiction zugeneigt fühlt, hat wenigstens rudimentäre Kenntnisse von Star Trek - will sagen, hat wenigstens ein, zwei Serien zumindest sporadisch verfolgt und kennt, wenn auch nicht die detaillierten Hintergründe, so doch zumindest die Grundmechaniken des Franchise und kann sich mit ihnen anfreunden, weil er sonst ja nicht in einen gleichnamigen Film gehen würde ... Der ihm nun aber womöglich was ganz anderes liefert. Dieses Andere kann man nun immer noch gut finden oder eben nicht.
Es läuft auf zwei Varianten hinaus: Entweder auf "normale Menschen", die niemals in solche Filme gehen würden, oder auf "normale Menschen", denen Star Trek ein Begriff ist, weil es irgendwie zur "normalen" Medienkultur gehört. Jeder davon kann - muss aber nicht - Spaß an dem Film haben.
Auf ein "alte Fans hassen den Film, neue Fans müssen den Film lieben" kann man die Debatte jedenfalls nicht reduzieren.
Malicant:
Irgendwie erinnert mich das ganze an den Fallout von Episode 1...
Und mit "normale Menschen" meine ich Leute, die normalerweise nichts mit Star Trek zu tun haben, egal aus welchen Gründen. Vielleicht sogar StarWars Fans, Gott bewahre.
Falcon:
Yerho schrieb:
--- Zitat ---Ich weiß, Du meinst das augenzwinkernd, aber mir stellt sich da ganz ernsthaft die Frage, was "normale Menschen" in diesem Zusammenhang bedeutet?
--- Ende Zitat ---
Das ist eigentlich ganz einfach.
Alle die Star Trek mögen sind ab sofort keine Trekkies mehr (aka normale Menschen), zumindest in den Augen derer, die Star Trek nicht mögen, so einfach lässt sich das trennen. Zumindest nach der Meinung von letzteren, nicht das die paar etwas zu sagen hätten.
Joe Dizzy:
1. Ich hatte Spaß. Der Film war abenteuerlustig.
2. Der Film hatte leider herzlich wenig mit Sci-Fi zu tun gehabt. Aber: siehe 1.
3. Die Freundschaften standen im Mittelpunkt und alles andere diente nur dafür diese Freundschaften und Charaktere zu etablieren.
4. Nach dem Film fielen mir so einige Ungereimtheiten im Plot auf. Aber: siehe 1.
5. Vulkan und Romulus wurden gesprengt. Schade eigentlich. Aber: siehe 3.
6. Uhura und Spock. Fand ich super! Mit einem kleinen Twist zwei Charaktere auf unerwartete und vielversprechende Weise erweitert.
Die große Schwäche des Films ist mMn, dass er lediglich Akt 1 von irgendetwas ist. Es fehlt der Nachfolger in dem man sehen kann wie diese neu kennengelernten Charaktere richtige Helden sein dürfen, statt einfach nur Grünschnäbel die einige glanzvolle Momente hatten. Ich hoffe, dass der nächste Teil erneut die Beziehungen zwischen der Crew nach vorne stellt. Die Loyalität, die Freundschaft und der Respekt den die Charaktere füreinander (auch gerne stark schwankend) haben, haben mich den ganzen Film über bei der Stange gehalten.
Das war die Geheimwaffe dieses Films und der eigentliche Kern des Ganzen. Davon will ich gerne mehr sehen.
carthoz:
--- Zitat von: Yerho am 13.05.2009 | 11:03 --- auf "normale Menschen", denen Star Trek ein Begriff ist, weil es irgendwie zur "normalen" Medienkultur gehört.
--- Ende Zitat ---
Ohne deine Argumentation widerlegen zu wollen: Ich bin mir gar nicht so sicher, ob Star Trek aktuell wirklich noch zu Medienkultur gehört. Das klingt erst einmal seltsam, aber ich begründe das mal kurz. Meine Freundin unterrichtet gerade eine 10. Klasse in Philosophie und wollte irgendwie auch den rational denkenden Menschen hinaus. Als Beispiel hat sie Mr Spock angeführt, der halt rein logisch, blablabla... Jedenfalls wurde sie von ihrer Klasse vollkommen perplex angeschaut. Und zwar nicht, weil sie nicht ihrer Meinung waren, sondern weil sie Mr Spock überhaupt nicht kannten! Heutige 16jährige kennen keine Star Trek-Charaktere! Das finde ich ziemlich erstaunlich.
Daher ist diesem Film auch hoch anzurechnen, dass er versucht, das Ganze neu zu verkaufen - keine Zahl hinter dem Titel, Medienpräsenz durch einzelne Schauspieler und den Regisseur, hübsche Leute, Effektgewitter (zumindest dem Trailer nach, gesehen hab ich den Film ja noch nicht) - alles für den Durchschnittsmenschen.
Dann kennen die Teenies demnächst auch wieder Kirk und Spock.
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