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Space Gothic kommt 2008 bei Ulisses

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Waldviech:
Bei der Erde von SG muss ich auch immer latent an Judge Dredd denken......weite Teile nuklear verwüstet, der wichtige Teil der Menschheit in gesicherten, urbanen Zonen, cyberpunkige Kommerzstimmung, Fortschrittsglaube und Durchtechnisierung überall.....


--- Zitat ---Aber so eine Diskussion verselbstständigt sich halt schnell.
--- Ende Zitat ---

Ist ja auch nicht ganz unberechtigt gewesen. Durch die starke Konzentration vieler Rezensenten auf den Teil mit den "katholischen Weltraumrittern" kann für einen sehr oberflächlichen Betrachter schnell der Eindruck entstehen, SG wäre praktisch die deutsche Antwort auf Warhammer 40K. Da kann´s nicht schaden, mal darzulegen, warum SG das eben nicht ist :)

GustavGuns:
Ich finde sowieso, anstelle dieses Kapitels "Was ist ein Rollenspiel" - oder zumindest zusätzlich dazu - brauchen wir dringend ein weiteres Kapitel namens "Ich habe schon eine Million andere Rollenspiele im generell gleichen Setting. Was kann dieses Rollenspiel, was die alle nicht können?"

Die Frage kann einem auf der SPIEL immer schon keiner beantworten ;D

Waldviech:
Je nach RPG ist das auch eine recht gemeine Frage  ;D. Gerade bei dicht beackerten Feldern wie Space-Opera oder klassischer Fantasy. Ich denke mal, mit mehr als "Geschmäckle" kann man da kaum argumentieren. So ist SG z.b. ideal für Leute, denen Star-Trek zu abgehoben, Traveller zu dröge, Fading Suns zu nahe an Fantasy und Dark-Heresy zu übertrieben und überdüstert ist, die aber trotzdem gerne "was mit Weltraum" spielen möchten: Es ist vergleichsweise bodenständig, bietet vielseitig etliche Themen klassischer SF, einen Schuß Horror und Mystik ohne es damit zu übertreiben und nimmt sich selbst nicht übermäßig ernst.

GustavGuns:
Ich denke, das wäre auch schon eine gute Antwort. Ich finde bloß, man sollte so eine Antwort parat haben, da ein Großteil der Rollenspieler nun mal schon 1000 Systeme besitzt und sich die Leute beim In-Die-Hand-Nehmen eines neuen Regelwerks einfach extrem selten die Frage stellen "Was ist ein Rollenspiel?", sondern zu 90% fragen "Wofür brauch ich denn das jetzt auch noch?"

Sollte auch kein Vorwurf sein, sondern einfach nur ein Hinweis darauf, daß so etwas in Regelwerken und in Werbung/Rummelmacherei für Rollenspiele generell fehlt (aus Vegesslichkeit, Konkurrenzangst oder Arroganz). Dabei gibt es so viele Dinge, in denen sich solche Spiele unterscheiden. In dem Fall Sci Fi zum Beispiel: Ist das Setting eher "Hard SF" oder eher Space Opera? Geht es mehr um Horror oder mehr um "To boldly go..."? Sind die Charaktere "Helden" die 3 Mooks pro Runde wegmachen oder doch eher Typen, die nach einem unglücklichen Treffer auch mal an Blutverlust sterben? Baue ich die Charaktere mit Punkten, mit Würfelwürfen, nach Templates oder frei? Und so weiter, und so fort.

DAS sind die Fragen, die ich mir stelle, wenn ich ein neues Regelsystem in die Hand nehme, oder davon höre, daß ein neues System entwickelt wird, grade wenn es für das Setting schon hundert andere Regelwerke gibt.


Ach ja, atmosphärische Geschichten sollten natürlich trotzdem weiter gepostet werden ;D

Hector:
Was ist Space Gothic?

So in der Art?

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