Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
[Requiem for Rome] Erste Eindrücke ?
Kalanni:
Habe es leider noch nicht bekommen, aber steht auf meiner Liste.
Nachdem, was ich hier höre, will ich es noch dringender als vorher ...
Kardinal Richelingo:
--- Zitat von: Illusionista am 26.11.2007 | 17:24 ---Wird es denn auch was in Richtung allgemeiner Antike geben oder ist das nur Rom? Ich mein, das römische Reich war ja etwas größer.
--- Ende Zitat ---
im buch selbst gibt es hauptsählich direkte bezüge zu rom. hoffen wir mal das die serie nicht zu erfolgreich ist, sonst droht uns auch vampire greece, was ich nur begrenzt attraktiv finde ;)
Seth:
Ich fand vor Allem die neuen Regeln zum Debattensystem ziemlich ansprechend. Da wir ins unserer Runde vor Allem oWoD und da vornehmlich DarkAges (im Augenblick eben im antiken Rom ;)) spielen, hab ich die für uns ein wenig angepasst aber sie funktionieren auch ohne einige nWoD-Mechanismen ziemlich gut. Die Idee, eine Debatte im Grunde wie einen Kampf aus zu spielen halte ich direkt für genial und auch wenn die Umsetzung auf den ersten Blick vielleicht ein wenig komplex wirkt, funktioniert sie im Spiel ziemlich flüssig und einwandfrei.
Natürlich war das gesamte Buch eine grandiose Inspirationsquelle für unsere Rom-Chronik, allein was einige Anregungen zur Gesellschaftsstruktur der Vampire in der "Ewigen Stadt" angeht. Sollte ich irgendwann widererwarten einem spontanten Heißhunger auf Requiem erliegen, werde ich mit Sicherheit zu Requiem for Rome greifen.
Edit: Ich sehe erst jetzt, dass das Thema schon was älter ist *ähem* man entschuldige bitte, dass ich hier den Thread-Digger spiele.
Teylen:
Wie ist das mit der Debatte den geregelt?
Weil nachdem wie z.B. in Imperium die roemischen Debatten beschrieben werden ist das doch eher .. depremierend? Wenn sich da wer ueber die Redezeit schwallt damit der andere nicht zu Wort kommt ^^;
Nun und sollte es in der nWoD nicht eigentlich keinen Meta-Plot mehr geben?
Weil das klingt schon sehr metaplottig,..
Seth:
--- Zitat von: Teylen am 22.12.2009 | 11:55 ---Wie ist das mit der Debatte den geregelt?
Weil nachdem wie z.B. in Imperium die roemischen Debatten beschrieben werden ist das doch eher .. depremierend? Wenn sich da wer ueber die Redezeit schwallt damit der andere nicht zu Wort kommt ^^;
--- Ende Zitat ---
Ich nehme mal an, dass das auf mich bezogen ist ;)
Ich will hier jetzt nicht die gesamten Regeln darlegen, aber grob gesagt sind die Regeln auf einen offenen Schlagabtausch zwischen einem oder mehreren Debattierenden ausgelegt. Natürlich, wenn man sich die rhetorischen Theorien und den Aufbau einiger Reden von altmeister Cicero und co ansieht, dann steht da der Aspekt der Überlagerung klar im Vordergrund. Anders geht es in einem physischen Kampf allerdings wohl auch nicht ab und so versucht man in einer Debatte ebenso seinen Standpunkt zu festigen und den des Gegenübers zu widerlegen. Auf Attacke folgt Parade und Gegenattacke. Dazu gibt es verschiedene Techniken, die die Argumentationen in Richtungen lenken. Ein der wichtigsten Faktoren ist das Publikum, ohne das eine Debatte im Grunde keinen ernsthaften Aspekt erreichen kann. Die Art des Publikums und ihr finales Urteil entscheiden, wer den Sieg in der Debatte davon getragen hat. Neben Prestige innerhalb der Bünde, wenn ich das richtig verstanden hab, steht wahlweise auch schonmal mehr im Spiel (Punkte in Hintergründen, die man quasi in den Topf wirft um den Einsatz zu steigern.)
Vor Allem die Techniken finde ich sehr interessant und spiegeln im Grunde genau das wieder, was auch schon damals in Rhetorik gelehrt wurde. Bemerkst du, dass dein Publikum zugänglich für sachliche Argumente ist, argumentierst du sachlich. Will es nur eine gute Show und gerne auch unterhalten werden, dann reißt du ein paar Witze über die völlig stümperhaft gesetzte Toga deines Gegenübers oder über seinen letzten Aufenthalt in einer Schabracke in der Subura, wo ihn sogar einer der dortigen Huren nicht ranlassen wollte. Der Schlagabtausch kann durch Begleiterscheinungen und Bedingungen beeinflusst werden - einer der Kontrahenten kann durch die Argumentation oder andere Sticheleien seines Gegners so gereizt werden, dass er in Frustration gerät und damit dem Tier sehr nahe kommt etc.
Wir haben das Ganze, eben mit leicht abgeänderten Regeln (die den Kern sicher nicht verändert haben) ein paar Mal durchgespielt und auch im aktiven Spiel schon getestet und es läuft verdammt gut. Die Dynamik lässt auch für unbeteiligte Spieler selten Langeweile aufkommen, zumal die ebenso in Aktion treten können, indem sie das Publikum beeinflussen oder Ähnliches.
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