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Wer hat Erfahrungen mit "The Witcher"

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Heinzelgaenger:

--- Zitat von: Yerho am 13.02.2009 | 12:08 ---Eigentlich der einzige Punkt, in dem ich Deinen Ausführungen widersprechen muss. Er gilt nämlich nur, wenn man Oblivion als Kämpfer spielt oder zumindest signifikant in diese Richtung skillt.
Ansonsten bezweifle ich nämlich, dass man sich bei Diablo solche Aktionen möglich sind: Ich verstecke mich auf einem dunklen Sims und nehme drei Gegner erst einmal in aller Ruhe ins Visier. Der entfernteste wird Opfer eines vergifteten Pfeils, der ihn nicht sofort umbringt. Bevor er jedoch die zwei anderen warnen kann, springe ich hinter den einen, lande unbemerkt, kille ihn im Schleichangriff und mache mich für fünf Sekunden unsichtbar. Die genügen, um dem dritten (und stärksten) Gegner zu entwischen, ihn anschließend aus sicherer Entfernung mit zwei vergifteten Pfeilen in Gesundheit und Ausdauer zu schwächen und anschließend durch ausgewogenes Blocken und schnelles Zuschlagen ebenfalls aus dem Leben zu expedieren.
Man hätte natürlich als Kämpfer auch einfach direkt auf sie losgehen und sowohl rechte Maustaste als auch die Schnelltaste für Heiltränke behämmern können. Das wäre dann tatsächlich Diablo in 3D. Aber man muss es nicht.

Ansonsten: Ist es eigentlich sinnvoll, ausgerechnet The Witcher und Oblivion zu vergleichen, zumal die Konzepte - wie Du ja selbst anmerkst - weit auseinander gehen? Ein Vergleich von The Witcher mit - beispielsweise - Dark Messiah wäre da IMHO sinnvoller, da beide Spiele von der Spielmechanik her ähnlicher konstruiert sind.
Dann würde ich nämlich sagen: The Witcher hat die bessere Grafik (ist auch neuer), mehr Mikromanagement (wenn man es denn braucht) und geringfügig weniger Railroading, ist dafür aber auch im gleichen Maße weniger cineastisch. Beide richten sich grundsätzlich an ein erwachsenes Publikum.

--- Ende Zitat ---

Stimmt.
In Oblivion sind einige -durchaus interessante- Spielweisen möglich, welche im Witcher sowie in ähnlichen Spielen nicht möglich sind, die ich aber als untypisch klassifizieren und damit im Sinne der Kurzgegenüberstellung ignorieren möchte.

Zur Sinnhaftigkeit des Vergleichs Witcher-Oblivion.
Ich denke, der Vergleich muss schon sein:
Es gibt nicht so viele Spiele in dem Genre und Oblivion rangiert kurioserweise offiziell an der Spitzenposition. Der Vergleich mit dem "Primus" bietet sich also an, gerade die wesentlichen Unterschiede (Typ und Charakterhintergrund des Witchers vs Eigenbau, Riesenwelt vs Teilbereiche, Itemorgie hier, Schlagakrobatik dort) wollte ich herausgearbeitet wissen.
Leider kenne ich Mass Effect noch nicht, vielleicht hätte man hierzu noch ein paar Worte verlieren müssen.

Das äusserst gelungene Dark Messiah zähle ich allerdings mit Sicherheit zu einem anderen Genre (First Person Action).

Heinzelgaenger:
@Adanos
Neverwinter Nights ist ziemlich bekannt, gerade hier im Forum (vermute ich).
Das Spiel wurde ja nur erwähnt, um meine Spiel-Anekdote hinsichtlich der atmosphärischen Präsentation und der Unterschiede zu illustrieren.
Im allerweitesten Sinne sind ja schon beides Rollenspiele.

@Crimson King
Magie kann schon sehr nützlich sein. Sie erfüllt aber nicht so viele einzelne Funktionen wie bei den D&D Umsetzungen (wo es locker ein-, zweihundert Sprüche gibt) oder eben Oblivion (ebenfalls viele Einzelfeatures).
Bei Witcher gibts im Grunde fünf Sprüche, deren Funktion man langsam ausbaut, tweakt , oder auch nicht. Man kann keinen  Magier oä spielen.

Yerho:

--- Zitat von: Einzelgaenger am 15.02.2009 | 14:41 ---In Oblivion sind einige -durchaus interessante- Spielweisen möglich, welche im Witcher sowie in ähnlichen Spielen nicht möglich sind, die ich aber als untypisch klassifizieren und damit im Sinne der Kurzgegenüberstellung ignorieren möchte.
--- Ende Zitat ---

Ich bin sicher, mit der entsprechenden Konfiguration kann man auch The Witcher stark in Richtung der Spielmechanik von Diablo spielen. Was "typisch" ist, wird doch dadurch definiert, was die meisten (oder doch viele) Leute aus den gebotenen Möglichkeiten eines Spiels machen. Und so wie ich das sehe, wird Oblivion ebenso gerne taktisch wie actionbetont gespielt.

Übrigens sehe ich es nicht so, dass das Spiel irgend eine Genre-Liste anführen würde. In seinem Segment wird es als führend angesehen, aber es ist eben nicht das Segment des Computer-RPG an sich Es steht an der Spitze, was der jeweiligen Spielweise des Bewertenden am ehesten entspricht. Unzählige Leute schwören auf Knights of the Old Republic, andere auf World of Warcraft, Final Fantasy oder Two Worlds (welches ich von dem Möglichkeiten her noch am ehesten mit Diablo vergleichen würde).


--- Zitat ---Leider kenne ich Mass Effect noch nicht, vielleicht hätte man hierzu noch ein paar Worte verlieren müssen.
--- Ende Zitat ---

Das wird nicht nötig sein. Mass Effect ist sicher cineastisch, aber im Grunde nur ein sehr stark vereinfachtes KotOR, bringt also in Sachen RPG keine Besonderheiten mit sich.


--- Zitat ---Das äusserst gelungene Dark Messiah zähle ich allerdings mit Sicherheit zu einem anderen Genre (First Person Action).
--- Ende Zitat ---

Dafür sehe ich insbesondere die Möglichkeiten der Charakterentwicklung als zu stark an. Sicherlich gibt es praktisch kein Mikromanagement und auch kaum Stellen, an denen eigene Entscheidungen den Ablauf beeinflussen, aber es besteht die prinzipielle Möglichkeit, das Spiel so um Action reduziert zu spielen, dass es einfach kein Action-Titel mehr ist.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Yerho am 15.02.2009 | 15:04 ---Und so wie ich das sehe, wird Oblivion ebenso gerne taktisch wie actionbetont gespielt.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, es geht nicht um Taktik oder actionbetont, sondern darum, falls es zum Kampf kommt:
- Bei Diablo oder bei Oblivion drücke ich einfach wild auf die Maustaste. Es kommt nicht wirklich ein Kampfgefühl auf, da es nur darum geht, möglichst schnell auf die Maustaste zu drücken.
- Bei Gothic oder Witcher dagegen kommt ein Kampfgefühl auf, da es darum geht zur richtigen Zeit auf die Maustaste zu drücken.

Oblivion: Drücke möglichst schnell auf die Maustaste.
Witcher: Drücke im richtigen Moment auf die Maustaste.

Beim zweiten fühle zumindest ich mich wesentlich stärker im Kampf involviert.

Suro:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 15.02.2009 | 16:11 ---Ich glaube, es geht nicht um Taktik oder actionbetont, sondern darum, falls es zum Kampf kommt:
- Bei Diablo oder bei Oblivion drücke ich einfach wild auf die Maustaste. Es kommt nicht wirklich ein Kampfgefühl auf, da es nur darum geht, möglichst schnell auf die Maustaste zu drücken.
- Bei Gothic oder Witcher dagegen kommt ein Kampfgefühl auf, da es darum geht zur richtigen Zeit auf die Maustaste zu drücken.

Oblivion: Drücke möglichst schnell auf die Maustaste.
Witcher: Drücke im richtigen Moment auf die Maustaste.

Beim zweiten fühle zumindest ich mich wesentlich stärker im Kampf involviert.

--- Ende Zitat ---
Also das finde ich nun etwas merkwürdig zusammengefasst. Ich drücke bei Gothic meistens auf Cursor- und nicht auf Maustasten, bei Diablo halte ich die Maustaste gedrückt(bei einem Gegner, und wenn man z.B. Assassine mit Combos spielt dann klicke ich auch in der Richtigen Reihenfolge) und bei Oblivion ist "bash all buttons like crazy" auch ziemlich sinnbefreit, da man ja eh auch n Cooldown-Interval hat, dass es dauert bis man wieder zuschlagen kann (und blocken kann man auch.).

Bei Witcher warte ich bis bunte Icons leuchten, und drücke dann, oder hab halt irgendwann nen Rythmus im Gefühl.
Dass das viel dynamischer sein soll als bei Oblivion halte ich mal für dahingestellt, von Magieanwendern und Bogenschützen mal ganz abgesehen, darüber kann man sicher gut streiten.


--- Zitat von: Yerho am 15.02.2009 | 15:04 ---Das wird nicht nötig sein. Mass Effect ist sicher cineastisch, aber im Grunde nur ein sehr stark vereinfachtes KotOR, bringt also in Sachen RPG keine Besonderheiten mit sich.

--- Ende Zitat ---
Also das ist nun auch eine leicht verfälschende Aussage. Mass Effect besitzt im Gegensatz zu Kotor gar keinen D&D Hintergrund, keine Autoattacke sondern verwendet ein Egoshooter-Ähnliches Kampfsystem mit Anlegen von Waffen, Deckung, Überhitzung u.Ä. Schnickschnack. Es ist auch kein in Echtzeit umgesetztes Rundenkampfsystem.

Was sich bei Kotor vergleichen lässt ist natürlich der Spielstil von wegen Art der Quests, Dialoge, etc.
Aber Wertemechanik/Kampf zu vergleichen ist denke ich nicht sinnhaft.

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