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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Ein:

--- Zitat ---Sie macht irgendwas auf dem Planeten kaputt. Wenn man davon genug hat, ist das wie mit einer Schrotflinte, irgendwas wichtiges wird man schon treffen.
--- Ende Zitat ---
Also in der Regel will man nicht einfach irgendetwas treffen. Visiere einfach mal London an und ziehe einen 1000km Kreis drumrum. Da wirst du potentiell eine Menge treffen, dass dir überhaupt nichts bringt. (Den Atlantik zB)


--- Zitat ---Was natürlich recht einfach zu ermitteln ist, in dem man den Planeten einfach für die Dauer einer bis dreier Planetenumdrehungen beobachtet.
--- Ende Zitat ---
Jo, klingt dann aber nicht mehr nach 5-Minuten-Krieg. ;)


--- Zitat ---Dass das keine Wirkung auf das Wetter haben soll, kommt mir unwahrscheinlich vor, zumal die Energiemengen sich durchaus in dem für Wetterphänomene üblichen Rahmen bewegen.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube ich muss wohl mal meinen Schwippschwager (Klimatologe) mal fragen, ob er eine Ahnung hat, wie viel Energie bei so einem Sturm frei wird.

Thot:
Den Atlantik zu treffen wäre eigentlich sogar ziemlich nützlich, bei solchen Energiemengen. Besonders, wenn es mehrfach passiert.

Die Beobachtung wird wahrscheinlich zu Friedenszeiten durch automatische Sonden passieren.

Feuersänger:
Also erstmal, zu Sinn und Zweck dieser Geschosse: man will halt was kaputtmachen und die Bevölkerung demoralisieren. Die genauen Effekte, Trefferzonen und Schäden sind freilich bei einer Abschussentfernung von mehreren AU nicht unbedingt genau vorhersehbar.
Wenn man aber den Planeten kennt und über Dinge wie Rotation und taktische Ziele bescheid weiß, genau planen und sich beim Abschuss Zeit lassen kann (was meistens nicht der Fall sein wird), dann könnte man die Nägel ziemlich genau z.B. in planetare Verteidigungseinrichtungen hämmern.
Sonst aber wird es wohl eher auf eine Art Dresden Bombing im größeren Maßstab rauslaufen.


--- Zitat von: Hr. Rabe am 29.07.2008 | 09:25 ---Die Nagelgeschoße kommen an der äuseren Athmosphäre mit 3000km/s vollständig im festen Zustand an. 2 Tonnen Wollfram, mit einer effektiven Ausenfläche von 1,884 m2.
Zwischen 80km und 50km Höhe, hat die Atmosphäre einen Druck von 0Pa bis 2Pa s.
- Der Nagel (20*300cm) hat einen Equivalentradius von: 15,50m Wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe.
- Die Reibungskraft nach Stokes ist demnach (FR = -6*PI*r*η*v) 1.752.120 kN (bei η = 2Pa s)
- Daraus ergibt sich eine thermische Energie von ETH = 175212 GNm (Giganewtonmeter). Wie Wikipedia geh ich mal einfach davon aus, daß die Hälfte der Energie auf den Nagel und die andere Hälfte auf die Luft übergeht. (Hoffnungslos übertrieben, da der Nagel durch die enorme Geschwindigkeit und Nagelförmigkeit wesentlich weniger abbekommt.)
- Und daraus wieder eine Temperaturerhöhung von (Wolfram hat eine Wärmekapazität von 0,134) 326888060 °K.

So, wenn mir jetzt noch jemand sagt, ob das ausreicht, um den Nagel in 0,03 Sekunden (bevor er am Boden ist) zu verdampfen müßten wir das haben.

Ich will hierbei trozdem anmerken, daß sich auch die Luft in einer Säule um den Nagel herrum (und zwar wahrscheinlich zwischen 70 und 25 km Höhe) um besagte 326888060 °K aufheizt. Kann mir da mal jemand die entsprechende Gasexplosion sagen? >;D

--- Ende Zitat ---

Öhm, hilf mir mal bitte drauf, wie du auf diesen Äquivalentradius kommst und wie du ihn berechnet hast.

Jedenfalls: der Siedepunkt von Wolfram liegt bei 5828K. Wenn der Nagel im Weltraum kalt war, haben wir also grob 5800K Temperaturspanne zur Verfügung.

Ich habe allerdings die dringende Befürchtung, dass deine Näherung unbrauchbar ist. Bei mehreren Millionen Kelvin werde ich skeptisch. Aber vielleicht können wir zusammen mit einem anderen Ansatz etwas interpolieren. Aus der besagten Science-Newsgroup hat jemand vorgeschlagen:

Erste Näherung: wir nehmen an, dass der Nagel beim Flug durch die Atmosphäre einen "Stöpsel" aus Luft vor sich herschiebt. (Er drückt sich also um die Reibung des Gases am Feststoff, genau der entgegengesetzte Ansatz wie deiner).
Dadurch erhöht sich die Masse des Geschosses, sodass laut Impulserhaltung der Nagel mit ca. 3460km/s auf Normalnull ankommt. Dadurch sinkt auch die kinetische Energie von 16e15J auf 13,8e15J. Die restlichen 2.2e15J heizen die Luft auf, das entspricht ca. 500 Kilotonnen.
Der Nagel als solcher wird großteils intakt im Boden einschlagen, was einen entsprechenden Krater verursachen dürfte (meine ich jetzt), bzw wenn er ins Meer trifft, dürfte es einen gewaltigen Tsunami geben.

Das gilt nun für den vertikalen Einschlag. Wenn der Eintrittswinkel flacher ist, wird mehr Energie an die Atmosphäre abgegeben.

Energie von Naturgewalten:
durchschnittlicher Blitzstrahl: 5 Tonnen TNT
durchschnittlicher Tornado: 10 Tonnen TNT
durchschnittliches Gewitter: 9 Kilotonnen
durchschnittlicher Hurrikan: 140 Kilotonnen pro Sekunde  = 30Megatonnen pro Tag

Ein:
@thot
Naja, beim Einschlag den Atlantik wird es eine Druckwelle geben, die sich vielleicht als Tsunami vom Einschlagsort davon bewegt. Nur kann man sich gegen einen Tsunami recht effektiv schützen, wenn man sieht mit welchen Technologien hier um sich geworfen wird. Selbiges gilt auch für vitale Gebäude. Wenn man da nicht einen Direktreffer (innerhalb von 20-30km) landet, rollt die Druckwelle einfach über das Dach des entsprechend konstruierten Gebäudes ab.

Je mehr darüber nachdenke, desto mehr ähnelt das ganze der Kriegsführung während der Napoleonischen Zeit. Kontrolle von Engpässen, Abwehrwälle in Form von Festungen, befestigte Städte, große Bedeutung der Artillerie etc.

Funktionalist:
Ein Satz korrekturdüsen und schon werden die Dinger wesentlich zielsicherer...(abgesehen davon, dass man in einem Kanal ionisierter Luft zu Boden lasen kann. dafür brauchts nur einen starken Laserpuls , der nachfolgende Blitz könnte auch ganz lustig sein...

Ich glaube trotzdem, dass so ein Nagel sich einfach kilometertief in den Boden rammen würde und dort eine kleine Explosion entsteht...(denke da so an die Bunkerbrecher der Amis, die sich auf einer Plasmalanze 150m in den Boden schweißen...)

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