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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie
Chaos:
--- Zitat von: Feuersänger am 24.03.2013 | 12:35 ---Noch ein paar Nachträge:
1. nochmal zur Elektronikfrage. Wenn ich da so pessimistische Aussagen höre, dass es nicht mehr lange so weitergeht mit der Verbesserung, denke ich unweigerlich daran, dass das schon vor 20 Jahren der damalige örtliche Computerhändler auch schon gesagt hat. Also wenn's nach dem gegangen wäre, wäre 1997 Schluss gewesen mit dem Fortschritt.
Oder wie in den 70ern Professor Frinks prognostizierte:
Innerhalb von hundert Jahren werden Computer doppelt so schnell sein, zehntausendmal größer und so teuer, dass sich nur die fünf reichsten Könige Europas einen leisten können.
Weiter oben habe ich ja prognostiziert, dass die Computer noch mindestens um Faktor 1000 aufgebohrt werden. Zum Vergleich, das entspricht in etwa dem gleichen Faktor wie eine heute aktuelle CPU gegenüber einem 486er. Passt doch.
--- Ende Zitat ---
Kleine Quengelei: Mein 486er damals hatte 133 MHz, mein derzeitiger Laptop hat ca. 2,5 GHz, also ca. 20-fach schneller, nicht 1000-fach. Was du beschreibst, klingt eher wie der Sprung vom C-64 zu heutigen Computern.
--- Zitat ---2. Und noch ein paar Sätze zum Thema Bewaffnung: wie schon gesagt, sollen die Schiffe nur maximal leicht bewaffnet sein, um das Setting nicht zu einem lanchestrischen Wettrüsten verkommen zu lassen. Schwere Waffen werden gar nicht produziert -- dies auch mit der Absicht, den irgendwann anstehenden ersten Unabhängigkeitskrieg mit improvisierten Waffen und Tricks führen zu lassen.
Langstreckenschiffe sind zuweilen mit 1-2 Coilguns ausgestattet, die in erster Linie der Abwehr von Meteoriten dienen, aber auch zur Abschreckung von Raumpiraten nützlich sind.
Andere Schiffe sind vielleicht mit Bergbaulasern ausgestattet. Sollte sich der Mißbrauch von Lasern als Waffen andeuten, können die Schiffe mit reflektierenden Oberflächen beschichtet werden, und Laser so weitgehend ineffektiv machen.
--- Ende Zitat ---
Das liefe darauf hinaus, dass, wer zuerst einen Treffer landet, schon so gut wie gewonnen hat... ein wenig wie 1.-Stufe-D&D-Charaktere. ;)
Man würde also alles daran setzen, möglichst nahe ans Ziel heranzukommen, bevor die Feindseligkeiten losgehen, und dann überraschend möglichst viele Schüsse in möglichst kurzer Zeit abzugeben. Tarnung im Sinne von Unsichtbarkeit ("Stealth") im Weltaum gibt´s ja nicht, dafür wohl einen Riesenkatalog an Tricks, nicht wie das auszusehen, was man ist, um möglichst nah ans Ziel zu kommen beziehungsweise das Ziel möglichst nah an sich heranzulocken.
--- Zitat ---Mit ein Grund für die geringe Bewaffnung ist rein technischer Natur: die o.g. Waffen benötigen Strom, Stromerzeugung erzeugt Abwärme, und Abwärme ist bekanntlich schwer loszuwerden im Weltraum.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe da einen Trend in Richtung Raketen - die produzieren ihre Abwärme erst, nachdem sie nicht mehr im Schiff sind, und sind damit nicht mehr dessen Abwärmeproblem.
Dark_Tigger:
--- Zitat von: Chaos am 24.03.2013 | 17:37 ---Kleine Quengelei: Mein 486er damals hatte 133 MHz, mein derzeitiger Laptop hat ca. 2,5 GHz, also ca. 20-fach schneller, nicht 1000-fach. Was du beschreibst, klingt eher wie der Sprung vom C-64 zu heutigen Computern.
--- Ende Zitat ---
Naja 2,5 GHz aber pro Kern, die CPU von meinem Läppi hat 4 davon. Und ich könnte mir durchaus auch einen Laptop kaufen der noch mehr Leistung bringt, wenn ich das Geld dafür in die Hand nehmen wollen würde.
--- Zitat ---Ich sehe da einen Trend in Richtung Raketen - die produzieren ihre Abwärme erst, nachdem sie nicht mehr im Schiff sind, und sind damit nicht mehr dessen Abwärmeproblem.
--- Ende Zitat ---
Und da sind wir wieder bei Laser gg Raketen. ;D
Raketen haben halt das Problem das du nur wenige davon mitführen kann, und die "leichter" abzuschießen sind wärend sei auf dem Weg sind.
Gasbow:
Zur Rechenleistung:
Hz sind da nicht wirklich eine sinnvolle Maßeinheit, die geben nur an wie schnell der Processor getaktet ist.
In verarbeiteten Anweisungen pro Sekunde hat sich die Leistung seit einem Intel Pentium 1994 zu einem Intel Core i7 Extreme Edition 3960X (Hex core), knapp vertausendfacht.
http://en.wikipedia.org/wiki/Instructions_per_second
Ich halte auch eine vertausendfachung der Leistung für keineswegs zu hoch gerechnet.
Wenn du "ein paar mehr" Jahrzente Moore's Law ansetzt kommst du ja auf viel höhere Zahlen.
Nur wenn man das in ein Setting einbaut, sollte man halt eine Erklärung dafür haben.
1000 Fach mehr Leistung in 50 Jahren, sagt ja im Prinzip, dass Moores Law sein Ende gefunden hat, da kann man auch fröhlich mit Silizium weiter machen.
Feuersänger:
Computer:
Intels aktuelle Roadmap sieht eine Verfeinerung des Fertigungsprozesses bis Ende dieses Jahrzehnts auf 10nm vor, und hält sogar 7 oder gar 5nm für denkbar, bevor Silizium an seine Grenzen stößt (hab ich erst heute gelesen; bis dato dachte ich, 10nm sei aus physikalischen Gründen Schluss. Aber man soll nie den Erfindungsreichtum der Menschen unterschätzen).
Moore's Law sagt nichts über die Taktung aus sondern über die Transistorendichte. Wenn überhaupt, müsste man Takt * Schaltungen rechnen, um einen ungefähren Anhaltspunkt für die Rechenleistung zu bekommen, wenn man diesbezüglich keinerlei Daten hat. Ein heutiger Prozessor hat 1000mal mehr Transistoren als ein 486er und läuft mit etwa der 500fachen Taktfrequenz (die hatten meist zwischen 33 und 100MHz) --> das ergäbe einen theoretischen Faktor von einer halben Million!
Allerdings glaube ich tatsächlich nicht, dass sich die Taktfrequenz nochmal so extrem steigert; da kämen wir ja bald in den Terahertzbereich. Aber das ist auch nur ein Bauchgefühl und ich könnte damit total falsch liegen, obwohl sich da in den letzten ~8 Jahren nicht mehr viel getan hat.
Wir reden hier auch nicht von der tatsächlich auf die Straße gebrachten Rechenleistung; dazu wären die Anweisungen pro Sekunde ein genauerer Benchmark, aber das lässt sich ja schwerlich auf Prozessoren projizieren, die es noch nichtmal auf dem Reißbrett gibt.
Und wie gesagt wird ja durchaus erwartet, dass Silizium schlicht abgelöst wird, wenn da das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Denkbar wäre wie gesagt optische Chips - d.h. Informationsübertragung durch Photonen statt Elektronen - oder wahlweise Graphen, in dem sich Elektronen verhalten als hätten sie keine Masse. Oder was ganz anderes.
--
Waffen:
--- Zitat von: Chaos am 24.03.2013 | 17:37 ---Das liefe darauf hinaus, dass, wer zuerst einen Treffer landet, schon so gut wie gewonnen hat... ein wenig wie 1.-Stufe-D&D-Charaktere. ;)
--- Ende Zitat ---
Hä? Ganz im Gegenteil! Leichte Waffen sollen One-Hit Kills bedeuten? Wie um Himmels willen kommst du darauf?
Da musst du dich wohl verlesen haben. Sinn und Zweck der Leichte-Waffen-Doktrin ist ja gerade, dass die Kämpfe _nicht_ in ein "wer zuerst schießt, gewinnt" degenerieren.
- Laser lassen sich bis in niedrige UV-Frequenzen durch reflektierende Oberflächen negieren; die Frequenz wiederum ist durch die Baugröße begrenzt.
- Raketen können von Point Defense, also v.a. Coilguns abgepflückt werden;
- Coilguns wiederum haben eine geringe effektive Reichweite und relativ wenig Durchschlag, da auch hier die Projektilgeschwindigkeit begrenzt ist (und zwar nicht durch die Baugröße, sondern durch die Temperaturtoleranz der Projektile, wie ich mir gerade ins Gedächtnis rufe.)
Andererseits haben interplanetare bzw Sternenschiffe immer eine starke Frontpanzerung, deren Dicke sich nach ihrer typischen delta-V richtet, da sie Frontaltreffer von Mikrometeoriten in voller Fahrt standhalten müssen. Wir reden hier von relativen Geschwindigkeiten um 2-300km/s. Im Vergleich dazu kommt eine normal große Coilgun vielleicht auf 10-15km/s.
--> man muss sich in der Tat einiges einfallen lassen, um einem Gegner/Opfer gefährlich werden zu können. Das ist auch genau so beabsichtigt.
Chaos:
--- Zitat von: Feuersänger am 24.03.2013 | 19:36 ---Waffen:
Hä? Ganz im Gegenteil! Leichte Waffen sollen One-Hit Kills bedeuten? Wie um Himmels willen kommst du darauf?
Da musst du dich wohl verlesen haben. Sinn und Zweck der Leichte-Waffen-Doktrin ist ja gerade, dass die Kämpfe _nicht_ in ein "wer zuerst schießt, gewinnt" degenerieren.
- Laser lassen sich bis in niedrige UV-Frequenzen durch reflektierende Oberflächen negieren; die Frequenz wiederum ist durch die Baugröße begrenzt.
- Raketen können von Point Defense, also v.a. Coilguns abgepflückt werden;
- Coilguns wiederum haben eine geringe effektive Reichweite und relativ wenig Durchschlag, da auch hier die Projektilgeschwindigkeit begrenzt ist (und zwar nicht durch die Baugröße, sondern durch die Temperaturtoleranz der Projektile, wie ich mir gerade ins Gedächtnis rufe.)
Andererseits haben interplanetare bzw Sternenschiffe immer eine starke Frontpanzerung, deren Dicke sich nach ihrer typischen delta-V richtet, da sie Frontaltreffer von Mikrometeoriten in voller Fahrt standhalten müssen. Wir reden hier von relativen Geschwindigkeiten um 2-300km/s. Im Vergleich dazu kommt eine normal große Coilgun vielleicht auf 10-15km/s.
--> man muss sich in der Tat einiges einfallen lassen, um einem Gegner/Opfer gefährlich werden zu können. Das ist auch genau so beabsichtigt.
--- Ende Zitat ---
Okay, da habe ich wohl falsch gedacht. Ich bin automatisch von Zivilschiffen ausgegangen, die relativ leicht gebaut sich und entsprechend nicht viel aushalten, wo also jeder ordentliche Treffer auch ordentlich Löcher schlägt. Mea culpa... ignorier einfach, was ich geschrieben habe.
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