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[Erzählt mir von] Everway
Kinshasa Beatboy:
Ah, danke! Das hilft mir insofern als meine Neugier etwas gedämpft ist. Werd mal nen Bot bei EBay drauf ansetzen und Everway anschaffen, wenns auftaucht. Aufwendigere Beschaffungsaktionen bieten sich aber erst einmal nicht an, scheint mir.
@ Oliof: Als Publikationsliste hatte ich mir diese hier angeschaut: http://www.pen-paper.net/rpgdb.php?op=showcreator&creatorid=1653 . Stolze ist zumeist nur ein Autor unter vielen oder gar in anderer Funktion verantwortlich und so ist natürlich eine direkte Zuordnung von Inhalten schwierig. Versuche es trotzdem einmal:
Stolze scheint recht viel für Demon: The Fallen beigesteuert zu haben. Das hätte ich klasse gefunden, wenn nicht vorher schon 700fach der gleiche Quatsch durchpermutiert worden wäre. So isses aus meiner Sicht vollkommen überflüssig. Und obwohl Stolzes Schreibstil mir auf seiner HP eigentlich ganz gut gefällt, habe ich auch die mühsam durchgeackerte Demon-Trilogie als ein einziges Grauen in Erinnerung und versuche mich in Vergessen.
Hunter halte ich für einen kompletten Fehlschlag. Das Thema hätte vollkommen anders angegangen und umgesetzt werden müssen. Was die sich bei dem Scheiß gedacht haben, entzieht sich meinem Verständnis. Auch da hat Stolze offenbar massiv seine Griffel drin.
Von Over the Edge hatte ich verschiedene Hefte in der Hand und habe einige intensivere Leseversuche gestartet. Bin eigentlich ein ausgesprochener Freund des Surrealismus und kann den bei Over The Edge als Referenz genannten Schriftstellern (besonders Burroughs und Borges) sehr viel abgewinnen. OTE aber finde ich trotzdem misslungen.
Kenne ansonsten nicht alles von der Liste, aber in die meisten Teile habe ich mal mehr oder minder intensiv reingeschaut. Die Trinity-Klamotten hatte ich beispielsweise alle mal in der Hand, aber begeisternd fand ich das nicht.
Mit Unknown Armies, der ORE, Reign (wie es nach den ersten 100 Seiten scheint), anderem WW-Kram und sogar Feng Shui (wers mag) hat sich Stolze seine hohe Reputation vollkommen zu Recht verdient und sein Name sei gepriesen. Dennoch sehe ich bei dem Mann eine Menge Schatten inmitten all des Lichts ;)
Mann ohne Zähne:
Als alter Freeformer und GROSSER Fan von Everway muss ich hier meinen Senf abgeben ;)
Es gibt ja zwei Arten von Karten in Everway:
1) Die Vision Cards -- das sind die Karten, die man als optischen Kickstarter fuer die Charaktererschaffung verwendet. Ich habe sie durch ungefaehr 200 andere Fantasy- und SF-Sammelkarten ergaenzt. Sie helfen dir wirklich, deine Kreativitaet anzustossen.
2) Das Fate Deck -- die tarotaehnlichen Karten mit einer positiven und einer negativen Seite. Man kann die Karten aber noch auf vielerlei andere Arten interpretieren: nach dem zugeordneten Element (Feuer, Wasser, Erde, Luft), nach den Farben, was immer einem einfaellt.
3) In der Praxis habe ich als SL immer festgestellt, dass es gut funktioniert, wenn ich die Karten aus Sicht der Charaktere deute. Wenn es sich gut anfuehlt oder angemessen, dann lasse ich die Spieler interpretieren. Hier ist halt Vertrauen gefragt.
4) Wenn man lange genug spielt und sich auf das Regelwerk bzw. die Karten einlaesst, dann kommt man irgendwann an den Punkt, dass man auch die Vision Cards neben dem Fate Deck (als Zufallselement) verwendet. Klappt gut. Sind ja alles nur Bilder.
Ich habe auf meinem Blog vor einiger Zeit mal kurz angerissen, wie ein Everway-Spiel aussieht:
http://storyentertainment.wordpress.com/2007/11/15/everway-wie-man-spielt/
Hoffentlich hilft's dir!
:)
Norbert
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