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[Film] James Bond 007- Quantum of Solace

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JS:

--- Zitat von: Arkam am 12.11.2008 | 23:07 ---was hat dich im Vergleich zu anderen Bondstreifen denn so fürchterlich gestört?

--- Ende Zitat ---

das ist kurz gesagt: einfach alles. (wobei ich viele andere bonds auch eher grottig finde.)
am schlimmsten war wohl, daß nach dem großartigen casino royal, der bond endlich, endlich aus dem hightechschnickschnack-schönlingsmief befreit hat, ein solcher absturz ins handlungslose, hirnlose und spannungslose folgte. tumberes brutalbrachialactionkino habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

dieses urteil teilen übrigens die jungs, mit denen ich im kino war. und beim verlassen des kinos waren viele kommentare der anderen besucher auch vernichtend. daher bin ich erstaunt, daß es hier soviel lob gibt. aber naja.

aber: bonds auto am anfang hat mir gefallen. das war schick.

Suro:

--- Zitat von: JS am 13.11.2008 | 01:17 ---dieses urteil teilen übrigens die jungs, mit denen ich im kino war. und beim verlassen des kinos waren viele kommentare der anderen besucher auch vernichtend. daher bin ich erstaunt, daß es hier soviel lob gibt. aber naja.

--- Ende Zitat ---

War bei uns im Kino genau andersrum, meine Mitschauer fandens sehr gut, und auch von den anderen hörte man recht positive Stimmen - bis auf die Amerikaner, die sich über die deutschen Untertitel der Bolivianer in ner englischen OV geärgert ham ;)
Auch die Kritiken waren was ich so überblicke eigentlich sehr zufrieden.

Aber klar, ich sehe was du mit " brutalbrachialactionkino" meinst, die ruhigen Szenen sind sehr selten, und Dialoge waren schon mal mehr. Mich hat das nur ehrlich gesagt nicht gestört - was an Story da war fand ich zumindest symbolisch ziemlich schick, und auch einige Wendungen ham mir gefallen. Und das Mr. Bond selbst brutaler und brachialer drauf war, ist ja durch die Vorgeschichte bedingt.

Nuja, kann man vmtl. so und so sehen, ich fands sehr angenehm ;)

Uebelator:
Erstmal das Positive:
- Technisch und künstlerisch gut gemachtes Actionkino. Schöne, gut gefilmte Actionsequenzen
- Weniger Technik-Schnickschnack, mehr "realistischeres" Spionage-Kino (wenngleich das sicherlich Geschmackssache ist.)
- Man gewöhnt sich langsam an Daniel Craig als Bond

Und jetzt die Dinge, die mir nicht so gefallen haben:
- Wenig Handlung
- Teils unnütze und zweidimensionale Charaktere
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)z.B. Miss Fields diente nur fürs "Goldfinger"-Zitat

Der Scherge vom Bösewicht blieb vollkommen farblos und ist zum Schluss einfach explodiert

- seltsame Handlungswendungen
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Warum hat Bond sein Girl von diesem Boot gerettet? Was wollte er denn von ihr? Und wenn er was wollte, warum hat er sie dann direkt wieder bei erster Gelegenheit abgegeben, ohne sie zu befragen?

Brennstoffzellen hin oder her, aber ein Hotel, das nach und nach komplett explodiert, nur weil man in der Garage mit einem Auto irgendwo gegenfährt? Ich weiss ja nicht...

- Timing-Probleme. Bei so viel Daueraction gabs keinen richtigen Höhepunkt und der Showdown war dadurch unspektakulärer als andere Actionsszenen zuvor.

Insgesamt fand ich den Film ganz okay. Bei weitem besser als die Brosnan-Filme (Goldeneye mal ausgenommen.), aber lange nicht so gut wie z.B. die Bourne Trilogie.

Suro:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich fand die "eingeölte" Ms. Fields sowohl eine relativ bösartige Wendung, udn es diente mM. auch diesem "everything you touch dies, Bond"-Thema, dass sich durch den Film zieht. Ob man dafür extra einen größeren Charakter einführen muss ist natürlich fraglich, aber das Nebencharaktere irgendwo schnell tot enden, kommt mir aus recht vielen Bonds bekannt vor. Auch optisch sah ihr Ende zumindest interessant aus, fand ich.

Das mit dem explodierenden Brennstoffhotel war...gewagt, ja. Schließlich sind wir nicht mehr in Zeiten in denen man die Erde mit Killerorchideen beschießt oder die NASA Raumstationen mit Lasern stürmt. Aber k.a. irgendwie schocken mich explodierende Autos (v.a. da man ja auch nicht genau sieht, wo er da reinfährt) nach fliegenden Atombunker-Kühlschränken dieses jahr wohl nicht mehr.

Das mit dem Boot ist allerdings wikrlich merkwürdig, ja, ist mir so garnicht aufgefallen, aber stimmt. Seinen "lead" hatte er ja schon.
Und nein, ich fand Bourne nicht besser. Aber es kann natürlich sein, dass hier mein Bond-Bonus überwiegt.

Preacher:

--- Zitat von: Uebelator am 13.11.2008 | 11:19 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Warum hat Bond sein Girl von diesem Boot gerettet? Was wollte er denn von ihr? Und wenn er was wollte, warum hat er sie dann direkt wieder bei erster Gelegenheit abgegeben, ohne sie zu befragen?

--- Ende Zitat ---
Und (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)warum war sie später wieder bei Greene, der sie doch loswerden wollte? Überhaupt hat mich das ganze drumherum um das Mädel am meisten gestört. Das war unplausibel und sinnlos. Der Film wäre ein besserer, wenn man Camille (hieß die so?) einfach weggelassen hätte. Dann wäre auch die Hälfte der von Uebelator - dessen Urteil ich gänzlich teile - genannten Kritikpunkte weggefallen.

Ich hatte riesige Erwartungen an den Film und bin ein bischen enttäuscht...

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