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Musik: Warum soll man sich anhören, was man nicht mag?
Smendrik:
Was mir einfach an "Ist halt scheisse.." nicht gefällt, ist die unreflektierte Antwort. Und sie kommt meistens von Leuten die sich keine fünf Minuten mit [Musikstil hier einsetzen] beschäftigt haben.
Denn die jenigen die sich damit beschäftigt haben führen aus wieso und warum.
Mit anderen Worten: Sie können mit Argumenten dienen.
Und ja, beim Essen ist's für mich das Gleiche. Ich probier auch Sachen die mir die ersten Male nicht geschmeckt haben immer wieder, einfach weil ich weiß, dass sich mein Geschmack immer wieder mal ändert. Heute mag ich sogar Oliven und höre (vereinzelte) Hip-Hop-Songs.
Es stellt in jedem Fall eine Bereicherung da wenn ich mich mit anderem Zeug auseinander setze, auch wenn ich es erst abgelehnt habe.
Etwas abzulehnen ohne sich damit auseinandergesetzt zu haben ist Ignoranz und Ignoranz tut mir in der Seele weh. :-\
Auch ein Grund warum mich solche unreflektierten Antworten und Standpunkte immer wieder wütend machen
Feuersänger:
--- Zitat von: Smendrik am 17.11.2008 | 18:11 ---Was mir einfach an "Ist halt scheisse.." nicht gefällt, ist die unreflektierte Antwort. Und sie kommt meistens von Leuten die sich keine fünf Minuten mit [Musikstil hier einsetzen] beschäftigt haben.
Denn die jenigen die sich damit beschäftigt haben führen aus wieso und warum.
--- Ende Zitat ---
Da differiere ich. Auch wenn ich mich jetzt wiederhole (weil ich es schon auf den Seiten 1 und 2 geschrieben habe): ich vermute erstmal, wenn jemand sagt, dass er etwas scheisse findet, dann wird er schon wissen, warum. Das ist mitnichten automatisch eine unreflektierte Antwort. Der Mathematiker würde vielleicht sagen: die Antwort lässt keine Aussage darüber zu, wie sehr über die Frage reflektiert worden ist.
Und auf deutsch: man ist nicht verpflichtet, seine Antipathie haarklein zu begründen. Genausowenig, wie man en detail erklären können muss, warum man etwas gut findet. Können viele ja auch nicht.
Funktionalist:
mik-star mag ich net so. Wahrs. hängt es damit zusammen, dass ich die "Vermarktung des Hiphop" nicht als ein dringendes Problem erlebe und dass es mich nicht unterhält, wenn mir jemand erzählt, wie er ist.
Alligathoa: Die sind ja mal saulustig! echt reinhören und mitlachen! Das ist Unterhaltung pur! ;D prollig, aber wirklich komisch.
Für Battleraps und Dizzs habe ich nichts übrig.
Wahrscheinlich ist die spoken Word Ecke eher etwas für meinen Geschmack.
OT: zu Elfenlied fällt mir nur das hier ein: http://www.youtube.com/watch?v=3EoCGwHz3T0&feature=related
@Topic
welche Herangehensweise an neue Musikrichtungen man für sich wählt, hängt stark davon ab, was man sich von Musik allgemein erwartet.
Wer einfach Hintergrundgedudel haben möchte, weil ihn das, was er primär macht viel mehr interessiert, als die Musik, verschwendet keine Zeit damit, sich an neue Klänge zu gewöhnen, wenn diese eh zweitrangig sind.
das hat nichts mit engstirnigkeit zu tun, sondern ist einfach rationels, zeitsparendes Verhalten.
sers,
Alex
Heretic:
Freut mich, wenn ich deinen Horizont bischen erweitern konnte, die Beispiele sind auch nur n kleiner Querschnitt an Musik, die ich so höre.
Funktionalist:
Ja vielen Dank!
Falls ich durch eine ähnliche Liste einige dunkle Ecken am Rand deiner bekannte Musikwelt erhellen soll, sag Bescheid!
Vielleicht könnte man ja einen Musikswchnupperthread aufmachen mit Hörbeispielen für versch. Musikrichtungen.
mal sehen...
sers,
Alex
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