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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)
Enlil:
--- Zitat von: Luxferre am 22.08.2012 | 16:22 ---Wie sewhr sich die Geschmäcker doch unterscheiden. Sie hat keine Ausstrahlung, wird von den werten Kollegen und Kolleginnen locker an die Wand gespielt. Selbst neben den hervorragenden Männerrollen in ihrem Umfeld (Drogo, Jorah) ist sie völlig trist und vor allem mimisch echt ne Nullnummer. Schade. Sehr, sehr schade, gerade wenn man im Gegenzug Cersei betrachtet, welche einfach eine grandiose Besetzung ist.
--- Ende Zitat ---
Cersei ist eine phänomenale Besetzung, jap. Ähnlich sehe ich das auch bei Daenerys. Wie sowohl Jason Momoa als auch die Figur Drogo Jemanden an die Wand spielen sollen, ist mir allerdings schleierhaft. Die Rolle war gut gespielt und hat ihren Zweck erfüllt, aber herausragend in meinen Augen nicht unbedingt :D
Allerdings gibts in der Serie auch echt kaum Jemanden, der mir wirklich negativ aufgefallen wäre. Gut, vielleicht Jon Snow - der ist mir trotz allen "Publikumsliebling-Seins" zu .. weich und pussyhaft. Erinnert mich zu sehr an Orlando Bloom. Ist aber deutlich erträglicher!
Herausragend hingegen waren Einige, wie ich finde.. Tyrion, Cersei, Jaime, Eddard, Tywin, Arya ... selbst Joffrey ist genial gespielt, sonst wäre er nicht so extrem widerlich und "lightning rod of hate".
Niniane:
Ich finde, man merkt deutlich, dass die Schauspieler (fast) alle Engländer sind. Meiner Meinung nach lernen die mehr, mit dem Gesichtsausdruck zu spielen. Da reicht ein Braue hochziehen, und es ist alles gesagt. Das ist mir schon bei den neuen Dr Who - Folgen und auch bei Rom aufgefallen, und ich meine, ich hätte mal gehört, dass die amerikanische Schauspielausbildung auch anders ist als die europäische.
Emilia Clarke war stellenweise etwas arg verhuscht, was aber zur Rolle passte, ich meine, Daenerys ist 14, hat nur noch ihren durchgeknallten Bruder und wird dann an Khal Drogo verkauft, der ja nun nicht gerade im Lexikon unter "Frauenversteher" zu finden ist.
Jason Momoa beeindruckt in der Serie dann auch mehr durch seine reine physische Präsenz und den Gegensatz zu seiner Film-Frau. Er bleibt einem schon allein deswegen im Gedächtnis.
Bei Jon Snow und Theon Greyjoy hoffe ich, dass sie noch ein paar Register ziehen. Ich hätte mir eher den Schauspieler von Robb Stark als Jon gewünscht, Jon wirkt irgendwie sehr verzärtelt und guckt teilweise etwas schlicht. Gut, aber ich kenn auch erst die erste STaffel, das kann sich ja noch steigern.
Enlil:
Ich weiß nicht, wie groß die Unterschiede zwischen schauspielerischen Ausbildungen sind, aber da HBO sich prinzipiell gerne aus englischen Schauspielerkreisen zu bedienen scheint (zumindest was Historien- oder Fantasyserien angeht) kann ich das ganz gut glauben.
In der zweiten Staffel wirds meiner Meinung nach mit Jon "noch schlimmer", aber das ist natürlich Geschmackssache.
korknadel:
--- Zitat von: Niniane am 24.08.2012 | 12:11 ---Ich finde, man merkt deutlich, dass die Schauspieler (fast) alle Engländer sind. Meiner Meinung nach lernen die mehr, mit dem Gesichtsausdruck zu spielen. Da reicht ein Braue hochziehen, und es ist alles gesagt. Das ist mir schon bei den neuen Dr Who - Folgen und auch bei Rom aufgefallen, und ich meine, ich hätte mal gehört, dass die amerikanische Schauspielausbildung auch anders ist als die europäische.
--- Ende Zitat ---
Ich vertrete immer noch die These, dass es keine Frage der Schauspielerherkunft ist, sondern der Produktion und der Regie. In Deutschland gibt es zum Beispiel haufenweise exzellente Schauspieler, TV-Produktionen sind aber größtenteils reiner Schrott oder schlimmer. Oft liegt das nicht an den Schauspielern, sondern an Drehbuch, Kamera, Regie, Konzept.
Jedenfalls seit ich Carnivale, Sopranos, Tell me you love me, Mad Men, Six Feet Under, Battlestar Galactica, Deadwood, Friday Night Lights, Big Love etc. gesehen habe, glaube ich nicht mehr, dass die Briten die besseren Schauspieler haben sollen. Das schenkt sich nichts. Es kommt nur darauf an, wie sehr mit den Schauspielern gearbeitet wird, und welches Publikum man ansprechen will. US-Fernsehen hat einen Hang zur Überproduktion, zum Schema und zum Posen. Da reicht es über weite Strecken, wenn die Schauspieler Maschen abziehen (Ein gutes Beispiel dafür wäre für mich The Mentalist). Britisches Fernsehen kennt das zwar auch, bringt aber öfter noch einen derben Humor und Realismus mit rein.
Wobei es in den USA selbst bei den eher leichtgewichtigen Serien mitunter starke Typen und schauspielerische Leistungen gibt. Man denke nur mal an die umwerfende Claire Danes in My So-Called Life. Da können nur wenige der Kids aus Skins mithalten. Obwohl Skins im Vergleich sehr famos gespielt ist.
Enlil:
Kann auch daran liegen, dass für gewisse Serien gerne Theaterschauspieler rekrutiert werden, die einfach aus einem anderen Metier kommen.
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