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[The Pool] PvP-Konflikte - wie behandeln?
Enkidi Li Halan (N.A.):
*hüstel* Ähm ja, es zeichnet sich ab, dass ich demnächst eine Pool-Runde leite, bei der es zu PvP-Konflikten kommen könnte.
Ich habe The Pool bisher immer als nur mäßig PvP-geeignet empfunden und wollte mal kurz fragen, ob hier jemand Erfahrungen damit hat.
Meines Wissens sieht Pool immer nur vor, dass SL gegen Spieler agiert (SL legt die Grundwürfel für einen Konflikt fest, Spieler nimmt Würfel aus dem Pool hinzu). Wie bei Spieler gegen Spieler vorgehen? Würden die Spieler dann nur Würfel aus dem Pool plus ihre passenden Traitwürfel werfen? Oder gibt der SL beiden eine Würfelbasis?
Dann zum Thema Gewinnen des Konflikts: im Normalfall reicht ja eine einzige 1, um einen Konflikt zu gewinnen und dann entweder den Siegesmonolog zu halten, oder vom SL einen Poolwürfel zu bekommen. Sollte man bei einem PvP-Konflikt evtl. 2 Einser fordern, da es (gefühlt) um mehr geht, wenn zwei SCs gegeneinander agieren?
Ich nehme außerdem an, dass bei einem PvP-Konflikt der Sieger immer den Monolog wählen würde, da stellt sich mir dann die Frage, inwieweit man vorher abklären sollte, welche Befugnisse der erzählende Spieler hat. Wie stark darf er den unterlegenen Spielercharakter reinreiten? Dürfte er ihn töten?
Ich bin da insgesamt unschlüssig und würde mich über eure Erfahrungen oder Anregungen freuen. :)
Dom:
Erfahrung habe ich damit keine. Und Regeln gibt es dazu auch keine. Daher ist es tatsächlich sinnvoll, Regeln vorher festzulegen.
Ich würde folgende Variante ausprobieren: Möchte ein Spieler A etwas gegen einen anderen Spieler B durchsetzen, was dieser verhindern will, so würde ich Spieler B für diesen Konflikt in die Rolle des SL setzen: Spieler B setzt also die Grundwürfel fest und gibt dem anderen (aus seinem Vorrat) einen Würfel, wenn Spieler A im Falle eines Sieges auf den Siegesmonolog verzichtet.
Das funktioniert auch, wenn Spieler A etwas gegen Spieler B machen will und umgekehrt, solange es plausibel sein kann, dass beide Aktionen, nur eine der beiden Aktionen oder keine der Aktionen gelingt.
Will Spieler A etwas erreichen, Spieler B etwas anderes erreichen und schließen sich beide Aktionen gegenseitig aus, so würde ich das trotzdem noch genauso machen, allerdings gewinnt der mit den meisten Erfolgen. Haben beide gleich viele Erfolge, misslingen beide Proben.
Bad Horse:
Ich hab auch keine Erfahrung damit, aber einen Vorschlag:
Erst mal wird der aktive Spieler bestimmt - das ist derjenige, der tatsächlich den Erfolgswurf schaffen muss. Wie die Bestimmung funktioniert, würde ich von der Situation abhängig machen, sollte am besten derjenige sein, der den Konflikt als erster in Richtung Kampf eskalieren lässt.
Der aktive Spieler bekommt keine (oder einen) Würfel, sondern muss seine Fähigkeiten und Würfel aus seinem Pool benutzen.
Der defensive Spieler kann jetzt auch Würfel aus seinem Pool nehmen und würfeln. Seine Einser fressen dann die Einser der aktiven Spielers weg. Wenn er alle Einser töten kann, hat der aktive Spieler keinen Erfolg. Wenn er dann noch Einser übrig hat, hat er vielleicht sogar die Option, den Siegesmonolog zu halten.
Wäre das machbar?
Mann ohne Zähne:
--- Zitat von: Enkidi Li Halan am 4.12.2008 | 13:01 ---*hüstel* Ähm ja, es zeichnet sich ab, dass ich demnächst eine Pool-Runde leite, bei der es zu PvP-Konflikten kommen könnte.
--- Ende Zitat ---
Cool, dass du das schreibst ;)
Ich habe gestern abend nach der Beantwortung der exakt gleichen Frage gesucht -- und bin auf der Forge fündig geworden.
Der gute alte Ron hat einen Vorschlag gemacht, der ebenso genial wie einfach umzusetzen ist:
1) The Pool regelt ja, dass bei einer Eins der Charakter erfolgreich ist.
2) Wenn nun zwei Charaktere was tun wollen, müssen sie ja zuvor die Stakes setzen.
3) Jeder Charakter, der mindestens eine Eins würfelt, ist erfolgreich.
Ron belegt das mit einem derben, aber eingängigen Beispiel:
Nehmen wir an, dass Charakter Adam Charakter Bert töten will -- klare Stakes.
a) Wenn Adam erfolgreich und Bert nicht --> Adam tötet Bert
b) Wenn Bert erfolgreich und Adam nicht --> Bert tötet Adam
c) Wenn Adam und Bert erfolgreich --> beide fallen tot um
Das ist sehr elegant und hat außerdem Potential für ordentlich zwiegespaltene Ergebnisse -- Drama, Baby :)
sir_paul:
--- Zitat von: Brautnacht Moser am 5.12.2008 | 09:57 ---Ron belegt das mit einem derben, aber eingängigen Beispiel:
Nehmen wir an, dass Charakter Adam Charakter Bert töten will -- klare Stakes.
a) Wenn Adam erfolgreich und Bert nicht --> Adam tötet Bert
b) Wenn Bert erfolgreich und Adam nicht --> Bert tötet Adam
c) Wenn Adam und Bert erfolgreich --> beide fallen tot um
--- Ende Zitat ---
Na da habe ich aber meine Schwierigkeiten mit, ändern wir die Stakes mal ein bischen:
Adam will Bert töten, Bert kann Adam aber nicht töten (Gewissen) und möchte lieber fliehen!
a) Wenn Adam erfolgreich und Bert nicht --> Adam tötet Bert
b) Wenn Bert erfolgreich und Adam nicht --> Bert flieht erfolgreich
c) Wenn Adam und Bert erfolgreich --> Bert flieht erfolgreich, wird aber trotzdem getötet???
Je nach den gegebenen Stakes gibt es mit diesem Vorgehen also Schwierigkeiten. Ich würde dann doch eher zu Erfolgsvergleich tendieren. Derjenige mit den meisten gewürfelten einsen gewinnt den Kontest... (ist aber nicht bis zum Ende durchdacht...)
Gruß
sir_paul
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