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Nicht "Twilight", sondern finster!

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Yerho:
Ich kopiere der Einfachhheit halber mal die Kurz-Rezi rein, die ich anderswo geschrieben hatte:


--- Zitat ---Sicherlich kein schlechter Film, aber an sich vielmehr ein Gesellschaftsdrama, bei dem der Vampirismus eher sinnbildlich für Integrations- und Identifikationsprobleme steht. Die Freundschaft zwischen (kindlichem) Mensch und Vampir dient eher als Mittel, nicht als Zweck. Das Teenager-Prädikat wurde umschifft, indem die Darsteller im Grunde noch nicht einmal Teenager sind.

Wer aufgrund der Beschreibung so etwas wie "Der kleine Vampir" auf Schwedisch erwartet hat, liegt grundlegend falsch. Das Ganze zeigt keine lustige Aktionen, die nur mit Vampir-Kumpeln möglich sind. Es gibt noch nicht einmal düstere Romantik - der Film ist einfach nur beklemmend, aber das dafür richtig.

Positiv fällt auf, dass die jungen Darsteller exzellent spielen. Die verkörperten Figuren können aufgrund ihrer Sorgen keine idealtypischen Kinder sein und nehmen selbst typische Probleme ihrer Altersgruppe (Ausgrenzung, Schulstress etc.) viel intensiver und tragischer wahr. Kurz, sie agieren auf eine Weise erwachsen und auf unheimliche Weise emotional aufgeräumt, wodurch im Endeffekt mehr Grauen entsteht als durch die ohnehin sparsamen blutigen Momente.

Also, wer einen Film nach einem der üblichen Genre-Schemata erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Das Ganze ist ein Autorenfilm und sieht auch so aus: Ein kafkaeskes Schauspiel vor Ikea-Plattenbaukulisse.
--- Ende Zitat ---

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