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[Serie] True Blood

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Lyonesse:
Die erste Staffel hab ich auch und ungefähr halb gesehen, aber mein Problem war von Anfang an ein konzeptionelles. Vampire sind öffentlich und der Burner, das hat bei mir irgendwie nicht funktioniert, auch wenn mir klar ist, dass in dem Genre alles andere schon so ziemlich durch ist. Komischerweise bin ich aber immer noch ein Fan der Vampire Diaries.

Nocturama:
Gerade die Sache mit "Die Vampire sind an der Öffentlichkeit" hat bei mir völlig falsche Vorstellungen geweckt - ich dachte, da geht es darum, wie man jetzt mit den Vampiren umgeht, wie sich das politisch auswirkt, im Militär (die Vampire haben ja das volle Superman-Paket, warum sollte man die nicht einsetzen?) und im Rechtssystem (belange ich Leute, die über Jahrhunderte als Massenmörder gelebt haben?). Total spannendes Zeug.

Stattdessen gibt es das "obligatory Vampire-Love-Triangle", Parallelgesellschaft mit eigenen Gesetzen und ein paar lahme religiöse Fanatiker. Die im übrigen meine totale Sympathie haben, denn diese Vampire will ich auch nicht in meiner Nachbarschaft haben.

Außerdem habe ich eine starke Abneigung gegen Supervampire, da geht mir immer die Suspension of Disbelief verloren. Warum übernehmen die nicht einfach die Welt?

Länger als bis zur Vampirsex-mit-Genickbruch-Folge in der dritten Staffel habe ich es deshalb auch nicht geschafft. Die zweite Staffel fand ich mit der Mänade und weniger Vampiren auch als Urban Fantasy ganz cool.

Lyonesse:

--- Zitat von: Nocturama am 24.05.2012 | 14:29 ---Gerade die Sache mit "Die Vampire sind an der Öffentlichkeit" hat bei mir völlig falsche Vorstellungen geweckt - ich dachte, da geht es darum, wie man jetzt mit den Vampiren umgeht, wie sich das politisch auswirkt, im Militär (die Vampire haben ja das volle Superman-Paket, warum sollte man die nicht einsetzen?) und im Rechtssystem (belange ich Leute, die über Jahrhunderte als Massenmörder gelebt haben?). Total spannendes Zeug.

--- Ende Zitat ---

Hm, wurde das nicht sogar am Anfang der ersten Staffel angedeutet? Ich meine mich da an eine Art Vampirbotschafterin erinnern zu können. Ja, schade, dass der Aspekt im weiteren Serienverlauf offenbar nicht vertieft wurde.  

Teylen:
Es kommt ab und an nochmal auf, bleibt aber sehr oberflaechlich und imho eher zweckgebunden.
[Heisst die Ablehnung/Nicht-Ablehnung der Vampire steht und faellt damit was den Autoren grade passt - imho]

Nocturama:

--- Zitat von: Lyonesse am 24.05.2012 | 15:29 ---Hm, wurde das nicht sogar am Anfang der ersten Staffel angedeutet? Ich meine mich da an eine Art Vampirbotschafterin erinnern zu können. Ja, schade, dass der Aspekt im weiteren Serienverlauf offenbar nicht vertieft wurde. 

--- Ende Zitat ---

Ja, diese Vampirbotschafterin wird mal gezeigt. Aber ansonsten ist alles total WoDig organisiert - es gibt Vampirkönige und Sheriffs und die machen, was sie wollen. In welchem Verhältnis das Vampir-Recht zum Recht der jeweiligen Staaten steht, wird natürlich nicht erwähnt. Kann ja wohl nicht sein, dass ein Rechtsstaat einer Bevölkerungsgruppe erlaubt, eigene Gerichte abzuhalten und brutale körperliche Strafen (oder gar die Todesstrafe) zu verhängen.
Oder Sklaven zu halten. Oder Leuten den Geist zu verdrehen.
Aber neeeeiiinnn, das sind ja unwichtige Details...

In den Büchern (zumindest den zwei, die ich gelesen habe), ist das sogar noch schlimmer. Da kommt es mir nur so vor, als hätte die Autorin bis dahin gedacht: "Wenn Vampire an die Öffentlichkeit treten, dann kann ich mich mit einem Vampir verabreden! Juhu!"

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