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Eure Meinung: D&D4 als Nachfolger von D&D1-3

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Eulenspiegel:

--- Zitat von: killedcat am  8.02.2009 | 04:27 ---Öhm... und das macht SW weniger kampforientiert?
--- Ende Zitat ---
Nein. SW ist eines der kampforientiertesten Systeme, die ich kenne. Das will ich gar nicht abstreiten.
Ich will aber zeigen, dass SW auch schöne Rollenspielszenen außerhalb des Kampfes fördert, die D&D4 eher behindert.

So kann man sich bei SW von einer schönen Frau gesundpflegen lassen. Ob man diese Szene toll findet oder nicht, ist Geschmackssache. Aber sie wird in SW unterstützt und von D&D behindert.

Das sagt jetzt nichts über die Kampforientierung aus. Es zeigt aber, dass SW mehr Szenen außerhalb des Kampfes unterstützt als SW.


--- Zitat ---Dass du D&D4 das Recht absprichst ein Rollenspiel zu sein, SW aber als tolles Rollenspiel bezeichnest, obwohl sich beide von der Orientierung her so ähneln, kann ich noch immer nicht nachvollziehen.
--- Ende Zitat ---
Na Recht absprechen ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es ist halt vielmehr die Frage, wofür ich das System nutze.
Wenn ich mal wieder richtig Lust auf TableTop habe, aber nicht genügend Zeit für einen BattleMech Kampf, dann kann ich durchaus D&D 4 als Ersatz spielen und damit Spaß haben.

Wenn ich aber eher Lust auf cineastische Situationen habe und darauf, dass mein Char coole Stunts durchführt, sich am Kronleuchter entlangschwingt, dem Gegner ein Z auf die Brust ritzt und ihm anschließend die Gürtelschnalle durchschneidet, damit er ohne Hosen dasteht, dann verwende ich nunmal lieber SW.

Du hast doch sicherlich auch schon beide System gespielt, oder?
Würdest du nicht sagen, dass man bei D&D4 viel taktischer spielt. Weniger coole Sprüche reißt, sondern eher über der BattleMap sitzt und sich überlegt, wie man seine Figuren am effektivsten positionieren kann und welche Power man am besten anwendet?

Das alles sind Sachen, die in unserer Gruppe bei D&D 4 jedenfalls gemacht werden, bei SW jedoch nicht auftaucht. (Dazu muss man sagen, dass wir auch nicht nach der Explorers Edition spielen, sondern Pirates of the Spanish Main.)
Dieser Eindruck ist natürlich zutiefst subjektiv und es kann sein, dass eure Gruppe das anders handhabt. - Aber das ist mir halt an meiner Gruppe aufgefallen und dieser Eindruck wurde mir von anderen Gruppen bestätigt.

@ Bastian
Für mich ist ein Pazifist jemand, der Gewalt ablehnt. Und jemanden zusammenzuschlagen, bis er bewusstlos am Boden liegt, ist in meinen Augen auch Gewalt.

Klar, wenn ein Pazifist angegriffen wird, wird er versuchen, sich zu verteidigen. Aber erstmal versucht ein Pazifist natürlich solche Situationen zu vermeiden und zum anderen wird ein Pazifist wohl kaum ein guter Kämpfer sein. (Ein Pazifist wird wohl kaum Kampftraining machen.)

Klingenbrecher:

--- Zitat von: killedcat am  8.02.2009 | 04:43 ---
Ich sehe eine Lücke in deiner Argumentationskette. Warum ist das so? Unser SL baut eine ganze Welt auf, mit der wir frei interagieren können. Das verhindert D&D4 doch nicht. Ich verstehe dich an dieser Stelle nicht. Kannst du das näher erläutern?
...

--- Ende Zitat ---

Gerne.

Die Spieler schlüpfen nicht mehr in Rollen sondern bleiben sie selber und spielen sich als Action Figur.
Es ist nicht mehr vorgesehen das irgeneine Art von Interaktion mit der Welt statt findet.
Mir ist Bewusst das D&D immer schon Hack and Slay war aber jetzt ist einfach ein Sidepunkt erreicht wo ich sage schön ich habe gerade ein Konsolen/PC Game gestartet.

Selbst wenn du mal dir die Klassen gibts werden diese bestenfalls wie Schachfiguren erklärt...

Oder hast du das Buch über Ferun gesehen. Das Abenteuer Fängt mit Gespräch an:
Hilfe Goblins
Spieler können nur kurz Handeln dann ab töten.
Kurz mit geretteten reden
auf zur nahe liegenden Stadt
töten
in der Stadt, Handel und weiter

So Rp auf Minimum gesetzt

PS 27,3 % Finden D&D 4 schlecht. S.o. aber trotzdem wird immer noch versucht dem Dreck was abzugewinnen.  ~;D

@ Bolverk

Sehe dich bei mir als geblockt an. Danke ;D

Bastian:

--- Zitat von: Eulenspiegel am  8.02.2009 | 04:52 ---@ Bastian
Für mich ist ein Pazifist jemand, der Gewalt ablehnt. Und jemanden zusammenzuschlagen, bis er bewusstlos am Boden liegt, ist in meinen Augen auch Gewalt.

Klar, wenn ein Pazifist angegriffen wird, wird er versuchen, sich zu verteidigen. Aber erstmal versucht ein Pazifist natürlich solche Situationen zu vermeiden und zum anderen wird ein Pazifist wohl kaum ein guter Kämpfer sein. (Ein Pazifist wird wohl kaum Kampftraining machen.)

--- Ende Zitat ---

Nicht nur in deinen Augen.  ;) Du hast natürlich recht. Theoretisch könnte man zwar noch sagen das hp in D&D ja nur eingeschränkt Lebenspunkte darstellen (ohne diese Diskussion aufwärmen zu wollen). Und das die Magic Misseles des pazifistischen Magiers die Form von Feen haben die Blitzschnell auf den Gegner Schlafstaub verstreuen und dieser somit im Schlummerland versinkt wenn er auf 0 hp fällt und er auch sonst einfach rollenspielerisch als Pazifist gespielt wird aber ...

... das ändert natürlich nichts daran das D&D nicht für pazifistische Charaktere ausgelegt ist und auch nicht den Anspruch stellt.
Wenn Savage Worlds das kann und man so etwas gerne Spielen will ist man dort wohl besser aufgehoben.



Klingenbrecher:
Ohne jetzt blöd zu kommen aber wer spielt jetzt wirklich mal einen Helden der keine Waffe nutzen mag.
Verdamt selbst der gute Paladin nutzt das SChwert zum Schutz der Schwachen.

killedcat:
Wobei wir uns hier auf einem Niveau bewegen, das schon recht gleich ist. D&D4, Savage Worlds, Rolemaster, ... all diese Spiele geben irre viel Unterstützung für Kampf und nur wenig Unterstützung für das drumherum. Dass D&D4 so angegangen wird liegt, so vermute ich, eher daran, dass man versucht hat, von Online-Rollenspielen zu lernen. Man kann mit D&D4 nicht weniger Rollenspiel betreiben als in D&D1. D&D1 hat nicht mal Skills, keinerlei Unterstützung für IRGENDEINE Interaktion, außer der Ermutigung dazu im Fließtext. Aber es ist die Mutter aller Rollenspiele. Dass D&D4 nun aber kein Rollenspiel mehr sein soll, ist für mich unbegreiflich.

Ich verstehe auch die Kritik an der starken Orientierung an MMORPGs nicht. Ich kritisiere ja Vampire auch nicht, weil man nur Vampire spielen kann (an die Spitzfinder: ich meine oWod ohne Erweiterungen). Oder BESM dass man sich an Mangas orientiert. Das ist eben der anvisierte Fokus. Rollenspiel ist nach wie vor voll möglich genauso wie in D&D1. Punkt. Wer's nicht glaubt, der soll sich nochmal D&D1 ansehen: da geht noch viel weniger als in D&D4, aber es ist quasi die Definition von Rollenspiel.

Seufz. Es ist schon zu spät. Ich geh jetzt mal. Aber ich glaube nicht, dass ich die Kritik ohne Schlaf noch begreifen werde. Vielleicht fällt mir ja später alles wie Schuppen von den Augen  ;)

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