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Erzählt mir von Legend of the Five Rings
K!aus:
Hi folks,
sehe ich das richtig, dass es kein eigenes Unterforum für L5R gibt?
Auf jeden Fall die Frage: Kann mir dazu jemand was erzählen?
Die Rezensionen auf Dragonworld sprechen eine ziemlich eindeutige Sprache. Ich bin ein wenig auf der Suche nach einem System, dass neben dem Kampf spannende Herausforderungen bietet und wenn ich zwischen den Zeilen richtig lese, dann scheine ich da in L5R ein solides System gefunden zu haben?
Gerade die Erweiterungsbände wie z.B. The Art of the Duel klingen sehr interessant. Dass ein Duell auch auf sozialer Ebene stattfinden kann oder ein einfaches Bogenschießen....ja wie? Ausgewürfelt wird mit mehr als nur einem Angriffswurf?!?
Cheers,
Evil DM.
Heretic:
L5R (zumindest die Version, die ich damals gern gespielt hab) ist der Hammer, stells dir vor wie ein gut gemachter Mix aus EDO-Fantasy, mit japanisch/chinesischen Einflüssen aus Mythologie und Kultur, und dann über eine das Setting tragende Regelstruktur vermittelt und unterstützt.
Ich bin mittlerweile sogar am Überlegen, ob ich nicht lieber auf das L5R GRW sparen soll, anstelle mir Necessary Evil EE zuzulegen...
Soll heissen: Wenn du gute, atmosphärische Samurai-Action haben willst, in der JEDER (Auch der gegen einen Goblin mit Katana!) Kampf tödlich enden kann, und du ein Setting haben willst, dass sowohl "36 Kammern der Shaolin" als auch "7 Samurai" supportet, dann solltest du dir L5R sichern.
Nebenbei: Das einzige RPG, das ich kenne, das aus einem TCG entstand, und genauso fast genauso gut ankam, und von der Fachpresse hoch gelobt wurde.
(Bis auf die d20 Version, die einfach das Flair und die Mechaniken des alten System wohl nicht trug.)
Drudenfusz:
--- Zitat von: Evil DM am 24.02.2009 | 22:41 ---sehe ich das richtig, dass es kein eigenes Unterforum für L5R gibt?
--- Ende Zitat ---
Ist schade, würde da nämlich recht aktiv sein, da L5R eines meiner Lieblingsspiele ist.
--- Zitat von: Evil DM am 24.02.2009 | 22:41 ---Auf jeden Fall die Frage: Kann mir dazu jemand was erzählen?
--- Ende Zitat ---
Ja, zur Stelle!
--- Zitat von: Evil DM am 24.02.2009 | 22:41 ---Die Rezensionen auf Dragonworld sprechen eine ziemlich eindeutige Sprache. Ich bin ein wenig auf der Suche nach einem System, dass neben dem Kampf spannende Herausforderungen bietet und wenn ich zwischen den Zeilen richtig lese, dann scheine ich da in L5R ein solides System gefunden zu haben?
--- Ende Zitat ---
Kämpfe sind ziemlich tödlich, aber auch Intrigen und fragen der Ehre sind an der Tagesordnung. Man kann eine ziemliche Bandbreite an möglichkeiten spielen, von Horror über Hofintriegen bis zu militär Feldzügen. Es gibt einen Reichhaltigen Metaplot, welcher aber dennoch nicht erdrückend ist (und auch nicht von jedem genutzt wird).
Kann dir auch die Fertigabenteuer empfehelen, welche es zur ersten Edition mal gab (die Regeln haben sich nicht groß geändert, so das sie sich immer noch gut verwenden lassen), besonders das Honor's Veil (da sind gleich 2 Abenteuer drin die beide unglaublich rocken, weil die Spielerentscheidungen mal wirklich das Abenteuer bestimmen).
--- Zitat von: Evil DM am 24.02.2009 | 22:41 ---Gerade die Erweiterungsbände wie z.B. The Art of the Duel klingen sehr interessant. Dass ein Duell auch auf sozialer Ebene stattfinden kann oder ein einfaches Bogenschießen....ja wie? Ausgewürfelt wird mit mehr als nur einem Angriffswurf?!?
--- Ende Zitat ---
Das normale Schwert-Duell besteht darin das sich beider Kontrahenten voreinander aufstellen den gegener einschätzen und dann quasi sich mental in das Kommende hineinsteigern, es ist eine Mischung aus entscheidungen treffen und Würfeln, schwer zu beschreiben (bekomme selbst immer ganz feuchte Hände so nervös wie man dabei wird), und mit der Thrid Edition (eigentlich schon in einem Quellenbuch der 2nd eingeführt) sind die Duelle perfekt geregelt und fühlen sich dabei auch asiatisch an.
--- Zitat von: Undead Gunslinger am 25.02.2009 | 01:32 ---L5R (zumindest die Version, die ich damals gern gespielt hab) ist der Hammer, stells dir vor wie ein gut gemachter Mix aus EDO-Fantasy, mit japanisch/chinesischen Einflüssen aus Mythologie und Kultur, und dann über eine das Setting tragende Regelstruktur vermittelt und unterstützt.
Ich bin mittlerweile sogar am Überlegen, ob ich nicht lieber auf das L5R GRW sparen soll, anstelle mir Necessary Evil EE zuzulegen...
--- Ende Zitat ---
Mit der Third Edition bekommt man eigentlich alles was man braucht wirklich schon im Grundregelwerk (wie viele Spiele können das Heutzutage von sich behaupten). Kann es wirklich nur jedem empfehlenen (was mich daran erinnert, habe mir die Revised der Third edition noch nicht gekauft)...
--- Zitat von: Undead Gunslinger am 25.02.2009 | 01:32 ---Soll heissen: Wenn du gute, atmosphärische Samurai-Action haben willst, in der JEDER (Auch der gegen einen Goblin mit Katana!) Kampf tödlich enden kann, und du ein Setting haben willst, dass sowohl "36 Kammern der Shaolin" als auch "7 Samurai" supportet, dann solltest du dir L5R sichern.
Nebenbei: Das einzige RPG, das ich kenne, das aus einem TCG entstand, und genauso fast genauso gut ankam, und von der Fachpresse hoch gelobt wurde.
(Bis auf die d20 Version, die einfach das Flair und die Mechaniken des alten System wohl nicht trug.)
--- Ende Zitat ---
Ja, die D20-Variante war die Hölle (nur Engel mit D20-Regeln ist schlimmer).
Heretic:
Neue Duellregeln?
Nimmer die alte "Raise, und desto gefährlicher..."-Version(Oder so ähnlich...), sondern eine weiter ausgebaute?
Anubis:
Hallo!
Angesichts der Tatsache, dass L5R mein Lieblingssystem ist, wollte ich hierzu auch mal was sagen. Wenigstens eine Sache von der man Ahnung hat... ;)
Kurz zusammengefasst finde ich folgendes an diesem Spiel gut:
1. Es bietet ein gut beschriebenes asiatisches Fäntelalter, mit schönem Flair und Fluff, das man spielen kann, ohne Sinologie studiert zu haben. Gleichzeitig ist es aber auch keine Welt, in der man einfach nur statt "Ritter" "Samurai" sagt, sondern es wird immer wieder auch die spezifische für Rokugan typische Weltsicht, Philosophie und Moral betont (an die man sich als Mitteleuropäer des 21. Jahrhunderts erst gewöhnen muss).
2. Es ist ein Setting, in dem Dich das falsche Wort (gerichtet bspw. an die falsche Person) töten kann. D.h. Etikette und Betragen sowie gesellschaftliche Verstrickungen sind sehr wichtig (bzw. können sehr wichtig sein). Ein Charakter ist niemals (nicht einmal als Ronin) vollkommen uneingebunden in die Gesellschaft und "einfach nur auf Reisen" wie der "klassische" Abenteurer.
3. Das wurde schon gesagt, aber: es ist eine sehr breite Spanne von Abenteuern möglich (Horror, Schlachten, Intrigen - manchmal sogar alles zusammen 8)).
4. Das Kampfsystem ist vergleichsweise schnell und sehr tödlich. Selbst "schwache" Gegner stellen immernoch eine Gefahr dar. Gleichzeitig merkt man aber eine Auswirkung von Erfahrung im Kampf - d.h. das Umgehauenwerden erfahrener Kämpfer durch "schwache" Gegner ist möglich aber die Ausnahme. Kurz: es lässt sich sehr schön chambara damit spielen (siehe Lonewolf & Cub etc.). Mit eimerweise Blut und abgehauen Gliedmaßen. >;D
5. Die Charaktererschaffung funktioniert recht einfach und es ist - da das System skillbasiert ist - eine sehr breite Spanne an Charakteren möglich. Ich kann fünf bushi (Krieger) aus einer bestimmten Familie innerhalb eines bestimmten Clans bauen, die auch diesselbe Schule besucht haben und es werden fünf völlig unterschiedliche Charaktere sein.
Neutral zu betrachten ist:
1. ...dass der Einstieg in diesen mindset (bushido, eine Aussage gilt mehr als ein Beweis, Höherrangige haben - in der Theorie - immer Recht, ritueller Selbstmord etc. etc. etc.) oft vielen Spielern schwer fällt.
Das führt auch dazu, dass viele Spieler (und besonders Spielleiter) dann schnell zur...ähm...Überkompensation neigen: seppuku dauernd und für alle! (Oder es werden nur noch Stereotype gespielt - was schnell langweilig wird.)
2. Der neuere Metaplot ist doof (Meiner bescheidenen, unmaßgeblichen Ansicht nach.). Aber glücklicherweise kann man ja in anderen Zeiten spielen oder ihn einfach ignorieren. :d
3. Der Kampf erfordert in seiner Tödlichkeit hohes Fingerspitzengefühl. Das gilt auch, wenn man interessante Kämpfe haben will, weil sonst verfällt man schnell in ein Schema von "Ini gewonnen, Angriff, Gegner tot".
Schlecht oder sagen wir schwierig ist meiner Ansicht nach folgendes (Mal ehrlich, ich muss diesen Punkt aufführen, wenn ich wenigstens den Anschein eines objektiven Urteils wahren will. ~;D):
1. Das System ist nicht wirklich ausgewogen - insbesondere sind die Schulen (Bushi(Krieger)-Schule, Shugenja(Elemantarpriester)-Schule, Höflingsschule), die von Charakteren in aller Regel besucht werden und die sehr zahlreich sind, durchaus oft unausgewogen.
2. Es gibt inzwischen leider eine Inflation der Schulen, was dem spieltechnischen - teilweise fluffwidrigen - Powergaming/Missbrauch Tür und Tor öffnet. (Das Buch Art of the Duel ist ein gutes Beispiel für teilweise missratenen Crunch - wenn auch der Fluff richtig gut ist.)
3. Die Qualität der (durchaus reichlichen) supplements schwankt stark, was zum Beispiel daran liegt, dass das RPG nunmal nur eine Nebenproduktlinie des CCG. So ist beispielsweise das neue REVISED Grundregelwerk in drei Wochen mit der heißen Nadel zusammengestrickt worden. Folge: massive Fehler (bspw. fehlt eine komplette Schultechnik, hier steht stattdessen die Technik einer anderen Schule... ::)), halbgare Korrekturen, Fluff nicht der Zeitlinie angepasst usw. Meiner Ansicht nach fast schon unspielbar - wenn man nicht das vorige 3rd edition Regelwerk hat. Ich hab sie beide - bin halt willenloser Fanboy. ;D
Andere, wie die Bücher der Masters-of-Reihe (3 davon gibt es) schwanken ebenfalls. Das erste "Masters of War" war ein Totalverlust (falsches Buchformat, massive Layout- und Editing-Fehler, fehlender Content, eine fehlende Seite, halbgarer, uninteressanter, uninspirierter Inhalt), während "Masters of Court" und "Masters of Magic" beide sehr sehr gute Bücher sind.
4. Wie die meisten Systeme hat auch dieses seine Lücken und Schwächen, aber die erschließen sich im Spiel und werden nicht immer von allen auch so wahrgenommen, weswegen ich hier erstmal nichts weiter sage - wenn Du noch was wissen möchtest frag bitte.
...
Sagte ich nicht "kurz zusammengefasst"...?
...
Kann es sein, dass ich zu viele Anführungszeichen benutze? ~;D
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