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[Dogs in the Vineyard] (i) Demonic Influence (ii) Relationships

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Gaukelmeister:
Liebe Leute, ich habe zwei Fragen zu DitV:

(i) Demonic Influence
So wie ich die Regeln verstehe, gibt es drei Situationen, in denen Demonic Influence gewürfelt wird, nämlich wenn ein kritisch verwundeter Charakter medizinische Hilfe bekommt, wenn ein Charakter einen Konflikt ohne klaren Gegner führt und schließlich wenn ein Charakter gegen einen Sorcerer kämpft, der die Dämonen um Hilfe bittet. (Dies sind die drei Situationen, die im Regelwerk angeführt werden.)

Nun habe ich als Spieler bei verschiedenen SLs (es waren genau zwei) den Eindruck gehabt, dass Demonic Influence in jedem Konflikt gewürfelt wird, der auf die Enthüllung eines dämonischen Einflusses folgt. Wenn die Charaktere also bspw. Injustice aufgedeckt haben (und noch nichts anderes), beträgt der aktuelle Demonic Influence 1d10. In nachfolgenden Konflikten mit NPCs wird dieser Demonic Influence jetzt aber, so wie ich es verstehe, nicht standardmäßig mitgewürfelt. Oder doch? Könnt ihr mir da weiterhelfen?

(ii) Relationships
Das Einbringen von Relationships in Konflikte ist laut Regelwerk nur sehr eingeschränkt möglich: entweder kämpft man gegen die entsprechende Relationship oder die Relation ist "what's at stake". In den Spielen, bei denen ich mitgemacht habe, wurde das sehr viel liberaler gehandhabt. Bspw. konnte man seine Relationship auch würfeln, wenn man so Sachen gesagt hat wie: "Onkel Samuel (Relationship 1d8) hat mir immer gesagt, ich soll mich beim Schießen konzentrieren." Dafür gab's dann einen 1d8 für den laufenden Konflikt, bei dem geschossen wird.
Ich frage mich nun, ob es vielleicht inzwischen üblich geworden ist, die Regel weiter zu fassen. Wie spielt ihr das?

Kleine Folgefrage noch zu den Relationships: Wenn man die entsprechende Siedlung als Relationship festlegt (was ja gerade bei einem OneShot nahe liegt), unter welchen Bedingungen kann man die dann nicht in einen Konflikt einbringen? Die interessanten Konflikte sind doch alle auf das Wohl und Wehe dieser Herde in dieser Siedlung bezogen. Würdet ihr einem Spieler also gestatten, seine Beziehung zur Siedlung immer mitzuwürfeln mit der Begründung, dass ja irgendwie immer die Siedlung "what's at stake" ist?

(Und noch eine kleine Übersetzungsfrage: What's at stake - wie würdet ihr das übersetzen? Worum es geht? Was auf dem Spiel steht?)

Lord Verminaard:
Im Zweifel hast du Recht, weil du es gerade nachgelesen hast, und im Spiel wurde es falsch gehandhabt. Das gibt’s bei den Indie-Spielen leicht mal zu, dass man da durcheinander kommt, in welchem Spiel Traits, Stakes & Co. nun wie genau gehandhabt werden. Bzw. manchmal lässt ein weiser SL auch mal fünfe gerade sein, um die Kreativität der Spieler positiv zu honorieren, statt sie zu frustrieren und zu demotivieren.

Meiner Erfahrung nach tut es auf Dauer gerade bei Dogs jedoch gut, das „Hineinerzählen“ von Traits restriktiv zu handhaben, da Konflikte ohnehin schon lange genug dauern und ohnehin schon genug Würfel auf dem Tisch liegen, und auch um ein Gefühl von Beliebigkeit zu vermeiden, wenn in wirklich jedem Konflikt wirklich jeder Trait an den Haaren herbeigezogen wird. Noch wichtiger ist aber, jeweils beizeiten aufzugeben und nicht jeden Konflikt bis zum bitteren Ende auszufechten.

Dom:
Zu den Relationships: Bisher habe ich DitV nur als Oneshot gespielt. Dabei ist es sicherlich sinnvoll, die Relationships liberaler zu handhaben, damit die nicht völlig sinnlos sind. Für eine Kampagne halte ich die Regeln, wie sie im Buche stehen, für sinnvoll, weil man dann eine engere Bindung mit den NSC bekommt. Dann reicht es eben nicht, den Onkel zu erwähnen.

Wenn du es schaffst, für ein Oneshot die SC mit dem Hintergrund der Siedlung zu verbinden, dann würde ich die strengere Variante spielen. Wenn du aber ein generisches Dorf hast, das nicht unbedingt zu den SC "passt", spiel die lockerere Version. Ähnlich sehe ich das auch beim Demonic Influence. Und überhaupt gilt das, was Vermi zum Hineinerzählen von Traits und zum Aufgeben schreibt.

Zu What's at stake: Was auf dem Spiel steht.

Pyromancer:

--- Zitat von: Gaukelmeister am 15.04.2009 | 11:54 ---(ii) Relationships
Ich frage mich nun, ob es vielleicht inzwischen üblich geworden ist, die Regel weiter zu fassen. Wie spielt ihr das?

--- Ende Zitat ---
Streng nach Regeln. Wenn man wirklich unbedingt mehr Würfel braucht, dann kann man ja immer noch im laufenden Konflikt ein paar seiner freien Relationship-Würfel dem aktuellen Konfliktgegner zuordnen.


--- Zitat ---Kleine Folgefrage noch zu den Relationships: Wenn man die entsprechende Siedlung als Relationship festlegt (was ja gerade bei einem OneShot nahe liegt), unter welchen Bedingungen kann man die dann nicht in einen Konflikt einbringen? Die interessanten Konflikte sind doch alle auf das Wohl und Wehe dieser Herde in dieser Siedlung bezogen. Würdet ihr einem Spieler also gestatten, seine Beziehung zur Siedlung immer mitzuwürfeln mit der Begründung, dass ja irgendwie immer die Siedlung "what's at stake" ist?

--- Ende Zitat ---
Nääh.
"irgendwie" zieht nicht. Wenn es konkret ist, gerne. Aber die meisten Konflikte drehen sich meiner Erfahrung nach ja gerade eben nicht um das Wohl der ganzen Siedlung, sondern um konkrete Einzelpersonen. Das hängt zwar diffus im Hintergrund schon mit dem Wohl der Siedlung zusammen, aber nicht so stark, dass es den Einsatz der Relationship-Würfel generell und immer rechtfertigen würde.

Gaukelmeister:
Vielen Dank für die Klärungen. Mit Blick auf die Relationships bin ich jetzt schon einmal ein ganzes Stück weiter. Aber die Sache mit der Demonic Influence ist mir noch nicht ganz einsichtig. Wenn mir dazu jemand noch einmal ein paar Takte sagen könnte, wäre das herzallerliebst.

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