Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Überfordert mit High Level Gruppe
Rowan:
Erstmal Hallo an die Community, bin ein regelmäßiger Leser und verfolge seit einiger Zeit das Forum. Jetzt habe ich als Spielleiter ein kleines Problem und trotz der vielen Threads nicht wirklich eine Idee bekommen oder ähnliches. Deshalb eröffne ich einmal ein Thema.
Ich leite derzeit eine Gruppe aus 5 Leuten (D&D 3.5), wir fingen mit Level 9 an, inzwischen sind sie auf Lvl 19 angekommen, nach drei Kampagnen und einem guten Jahr wöchentlich einmaligem Spielen. Bisher hatte ich nicht viele Probleme mit dem Abenteuer, da sich die Macht der Spieler in Grenzen hielt, aber jetzt wo sie einfach nur mächtig sind (und zwei Spieler sind Powergamer), bin ich etwas überfordert.
Die Gruppe besteht aus:
* Magier (Nekromant)
* Barbar
* Zauberdieb
* Schurke
* Krieger / Kensai
Das Problem sind wohl der Kensai und der Magier. Ersterer verteilt mit seinem +8-Schwert jede Runde um die 160 Schadenspunkte (ohne Krits, dafür mit ner Menge +1 Verzauberungen), der Magier vernichtet entweder Gegner durch Auflösung oder durch Nekromantie-Sprüche wie Entkräftender Strahl (welcher negative Level verursacht). Gut, habe ich eben einigen Gegnern Lebensentzugimmunität verliehen, aber ein Magier ist ja durchaus flexibel - und Lvl 19 ermöglicht Grad 9 Zauber. Arghs.
Dazu sei gesagt, dass ich bei wichtigen Kämpfen, also Plotfights, stets die Gegner wie Spieler erstelle. Sprich, ich verfüge über einen Charakterbogen für jeden Gegner, mit allem drum und dran.
Das Setting spielt (momentan) in N'Gati, einer Stadt auf einem kugelförmigen leblosen Konstrukt in der Ätherebene mit 10 Meilen Durchmesser. Die Idee hatte ich aus einem Magazin zu 3.0-Zeiten. Dabei dreht sich alles um Konstrukte erschaffen von einem wahnsinnigen Magier, der inzwischen als belebter Schatten für den Magier-Spieler dient (*seufz*), Dämonen, die das uralte Konstrukt auf dem die Stadt N'Gati erbaut wurde, erwecken wollen und Tieflingen, die (unfreiwillig) mit Ilithiden Geschäfte machen um den Bewohnern der Stadt die Rohstoffbeschaffung zu erschweren.
Okay, man könnte meinen das wäre dann doch kein Problem. Nur, irgendwie fände ich es ziemlich flach, die Spieler z.B. auf einmal gegen eine Horde Gedankenschinder antreten zu lassen - sie hätten keine Chance. Die Tieflinge sind ohnehin schon ausgerottet worden und die Stadt ist dem Erdboden gleichgemacht worden nachdem das Konstrukt für kurze Zeit erwachte und sich gekratzt hat. Bleiben also die Dämonen.
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie ich effektiv Dämonen gestalten könnte? Also alte, kluge, hinterhältige Dämonen. Ich habe die Spieler bisher gegen einen auf effektiver Stufe von 32 kämpfen lassen, aber innerhalb von vier Runden und 1700 Schadenspunkte später war der auch Geschichte. Versteht ihr, was ich meine?
Ich bin recht ratlos, weil ich meinen Spielern nichts aufzwingen will von wegen "Dein Spruch hat keinen Effekt" wenn das nicht regeltechnisch zumindest ansatzweise begründet ist. Schadensreduzierung ist eine Methode, Regeneration auch, aber das sind nur Peanuts.
Naja, während unser Zauberdieb den Anführer der Ilithiden unter Kontrolle hat (ich hasse automatische Erfolge *g*) und damit die Macht an sich reißen will (chaotisch böse), ist der Rest der Gruppe mit der notdürftigen Reorganisation der Stadt unter ihrer Aufsicht beschäftigt. Der Stadtrat ist tot, es lebe der Stadtrat undso.
Derzeit befindet sich ein (neutral böser, das wissen die Spieler nicht) Lich-NPC bei der Gruppe (ist die Unbeschwertheit in Person), der ehemalige Diener des wahnsinnigen Magiers - der ja jetzt dem Spieler-Magier gehorcht - also gehorcht der Lich ihm auch. Daraus kann man bestimmt etwas machen, mir fehlen derzeit nur die Ideen, irgendwie.
Naja, das wäre dann die zu lang geratene Beschreibung meines Problems. Aber lieber zu viele Details als keine und später "Nein das geht in meinem Abenteuer nicht" erklären müssen usw.
Ich wäre überglücklich für jede Idee, sei sie noch so klein. Vielen Dank schonmal.
Grüße,
Rowan.
Sequenzer:
Klingt nach D&D? Also generell zwecks Powergamer nimm ihnen halt ihre Spielzeuge weg das ist die leichte Art, aber da können die Spieler meckern. Also suboptimal, Alternative II: Schick deine Charaktere in Situationen wo ihnen ihr 8+ Kram nichts bringt. Charakterplay z.B ;) Meine Highpowerrunden Spieler betteln mich regelmäßig an das ich ihrer Chars zerbreche und wieder neu Aufbaue.(ohja ich hab mein Spaß in der Runde *muhaha*)
Ich weis jetzt allerdings nicht was du für Spieler hast, ob die bei so aktionen rumjammern würden oder nicht. Aber das ist generell eine Möglichkeit, wenn man den Spielern halt was rein charakterliches aufbrummt an dem die zu knabbern haben. Also gerade so sachen was die Standardpowergamer mit Regellücken Auslegungen sich hindrehen ^^
Blizzard:
Das ist dann aber ein D&D-spezifisches Problem und hat erstmal nichts mit deinen Spielern zu tun, oder? Von daher denke ich, dass dein Thread im D&D-Channel besser aufgehoben wäre. ;)
Rowan:
Oha, danke für die schnellen Antworten.
@ Sequenzer:
Das Problem sind die Spieler und meine Unsicherheit, nicht das System. Charakterplay wurde bisher sehr oft eingesetzt, allein zwei Abende diesen Monat verbrachte die Gruppe mit politischen Angelegenheiten, daran mangelt es sicher nicht. Auch ist sie sehr leicht... reizbar. Ein wenig Drohen seitens eines NPC und er hat das berüchtigte +8-Schwert im Kopf stecken. Das ist bereits einmal eskaliert, ein ganzer Kontinent (Mulhorand) war hinter ihnen her. Es endete damit, dass sie aus Machtdemonstration eine Kleinstadt in Schutt und Asche legten.
Gegenstände einfach so abnehmen ist zu dreist. Eine Idee die ich hatte war, sie in einer komplett magiefreien Umgebung handeln zu lassen - z.B. im Metier des Dämonenlords oder was weiß ich, aber habe das recht schnell verworfen, weil ich als Spielleiter dann ebenso eingeschränkt bin.
@ Blizzard:
Naja, das Regelwerk ist hier eigentlich nicht von Bedeutung, mir geht es eher um Einfälle was den Plot betrifft.
Danke trotzdem. :)
Sequenzer:
Rowan - das lass sie halt spüren das jede Aktion einen Preis hat. In meinen Runden hat jedes Artefakt einen Preis was es den Charakter kostet. Damit sich jeder überlegt "setzt ich es ein oder lass ich es"
Deine Idee mit den Dämonenlord ist ganz nett bausch das ein bißchen auf ^^ nehmen wir mal das 8+ Schwert als Beispiel pimp das mit einem Dämonen auf der davon besitzt ergreift es quasi Stärker macht aber einen Preis verlangt. Der darf aber nicht zu gering sein, der Char wo das ding hat muß es spüren. Mit D&D kenn ich mich nicht wirklich aus aber wenn du aus den 8+ Schwert ein 12+ machts das aber bei jeder benutzung 5 Permanten Lebenspunkte nimmt. Die nicht irgendwie regeniert werden können hättest du ein Problem weniger ^^ der wird das ding nicht benutzen wollen. Aber das Schwert will halt benutz werden und springt ihm andauernd in die Hand.
Das Magierproblem kenn ich ebenfalls da hab ich auch einen der mi zu mächtig ist. Immerhin hab ich jetzt ein paar Punkte gefunden wo ich den Charakter aushebeln kann und was negatives reinwürgen kann *muhaha* Freitag wird sicher wieder lustig :D
Ähm zurück zum Thema: Den Magier kannst du auch runterleveln auf die Art, in dem er entweder wenig Magie zugriff hat oder gar keinen. Aber da wird der Spieler maulen... rein Erfahrungsgemäß *grummel* Ich würde mal spaßes halber die ganzen Zauberkosten verzwei oder dreifachen, wenn du schon bei deinen Dämonenlord bist.
Mit der Magiefreien Umgebung schränkts du dich ja selber ein, aber was solls dafür bist du SL mach was drauß dann jag halt unmengen von irgendwelchen heftigen Kreaturen auf die SCs. Schick die SCs auf die Art einfach in eine unbekannte Situation für sie rein.
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