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District 9

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Sha'Wush:
Als ich in den Film reinging, hatte ich zuvor absolut nix davon gesehen (d.h. keine Ausschnitte, keine Trailer, nicht mal Bilder) und auch nur wenig darüber gelesen (auch diesen Thread dazu habe ich erst hinterher bemerkt). Sowas passiert mir heutzutage nur noch selten, demzufolge war es endlich mal wieder ein Film, der in der Lage war, mich volle Kanne zu überraschen, ...
...und es wurde zum Glück eine angenehme Überraschung.

"District 9" war unkonventionell, hatte eine gute Portion Hintersinn und strotzte geradezu nur so vor filmischen Zitaten (und anscheinend nicht nur filmische; mein Sitznachbar war felsenfest davon überzeugt, im Finale irgend'n PC-Spiel aus den 90ern wiedererkannt zu haben).

Die teilweise recht wirren Wendungen in der Handlung fand ich gelegentlich etwas störend, aber die haben halt auch dafür gesorgt, dass die Spannung nicht abreißt.

Nachdem ich in den letzten Wochen so'n Murks wie "Transformers 2" und "GI Joe" ertragen musste, war das mal wieder ein sehr feines Kinoerlebnis.

dedan:
Servus,

also ich fand ihn sehr schön. Ein soziel und gesellschaftskritischer Antikriegsfilm sehr angenehm.

Gruß,
Dan

Mnementh:
Ich habe den auf dem FantasyFilmFest gesehen und fand ihn recht gut. Vor allen Dingen ist es mal endlich wieder gute SF-Kost. So etwas habe ich schon lange vermisst.

Arkam:
Hallo zusammen,

ich war gestern drin und kam mit gemischten Gefühlen aus dem Kino.

Der Film reiht sich ja in die Reihe der seid Blair Witch so beliebten Pseudodokus ein. Wo diese aber gerne auf eine Kamera und damit einen Blickwinkel beschränkt sind werden hier die verschiedensten Kameras und damit auch die verschiedenen Standpunkte genutzt. Auch auf die beliebten jetzt wackelt alles und ist zudem noch dunkel und in schlechter Qualität um zu zeigen wie real die Pseudodoku ist wurde verzichtet.

Die Geschichte klingt wie aus einem B SF Film:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ein außerirdisches Raumschiff schwebt über Johannisburg. Da die Außerirdischen nicht zurück kommen werden sie in ein Ghetto, besagten District 9 gesperrt. Da die Insektoiden Außerirdischen ihre Führung verloren haben benehmen sie sich wie Prolls, nehmen Katzenfutter als Drogen und haben keinen Respekt vor dem Gemeineigentum. Aber sie haben coole Waffen die man aber nur mit außerirdischer DNS / DNS bedienen kann.
Aufgrund eines Unfalls mit dem Treibstoff für die Fähre der Außerirdischen verwandelt sich ein Mensch in einen Mensch-Aliens-Hybrieden und kann jetzt diese Waffen bedienen.
Die Hetzjagd auf ihn ist nachvollziehbar.

Das der Film nicht zu einem billigen B Picture wird liegt an den "sozialen" Zwischenszenen. Da kann man dann Mal die seltsame Grundannahmen vergessen und mit den Außerirdischen als Betroffenen auch Mal über kritische Szenen lachen.

Als Rollenspieler schaue ich mir Filme mit einem interessanten Szenario immer auch mit einem Teil Spielerlogik an und versuche kritische Fragen voraus zu sehen.
Da bricht der Filmhintergrund dann nur leider zusammen.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das 20 Jahre nach der Landung von Außerirdischen Routine einkehrt glaube ich ja durchaus. Das aber eine private Organisation frei schalten und walten kann finde ich unglaubhaft. Schon am Anfang stellte sich für mich die Frage wo ist die UNO und was machen die Wissenschaftler.
Wieso brauchen die Außerirdischen 20 Jahre um den "Treibstoff" für die Fähre zu beschaffen? Nun die Antwort im Film ist einfach: Weil nur ein Erwachsener und sein Sohn an diesem Projekt arbeiten und der Rest der Außerirdischen ungelenkte triebgesteuerte Drohnen sind. Da fragt man sich doch was mit der restlichen Schiffsführung passiert ist. Nur ein Ingenieur und kein Capitän? Das Kontrollmodul das am Anfang erwähnt wird stellt sich ja als Fähre heraus.
Genau und die Fähre fällt herunter, wird in den Boden versenkt und keinem fällt etwas auf? Ein derartiges Teil das in der Nähe des Aufschlagorts bleibt findet man.
Einen Schwarzmarkt für außerirdische Artefakte halte ich ja für möglich. Das aber diese Teile auf der Müllhalde landen halte ich für unglaubhaft.
Der Treibstoff verwandelt den Helden dann zum Hybriden. Ich bin ja bereit vereinfachte Lösungen in einem Film zu akzeptieren aber das geht zu weit. Es wird ja noch nicht Mal gezeigt wo sich der Held dann mit außerirdischer DNS / DNA infiziert. Schon ein Eintrag der außerirdischen DNA in die Zelle ist möglich aber unwahrscheinlich. Dsa daraufhin eine Umwandlung in einen Außerirdischen beginnt ist Unfug.
Das Ende ist dann zum Glück kein schmalziges wird sind alle Brüder Ende sondern erfreulich offen.
Insgesamt ein Film der leider weit unter seinen Möglichkeiten bleibt.
Hätte man nicht nur einen Konzern als Oberbösewicht aufgebaut sondern ihn als zusätzliche Partei zu staatlichen Stellen und vielleicht noch Wissenschaftlern und der UNO aufgestellt wäre das Szenario "realistischer" geworden.
Statt einem Hybriden hätte es doch auch eine Möglichkeit getan die Waffen irgendwie zu entsperren.

Gruß Jochen

bandit:
Natürlich gibt es Bessere, aber ich fand den Film großartig. :d

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich gehöre auch nicht zu jenen Mitmenschen, die bei der Bezeichnung "Sci-Fi-Film" den Part vor "-Film" übersehen und versuchen alles mit den bekannten Natur-Gesetzen erklären zu müssen. Außerdem ist es eben ein ... Film. Der will unterhalten, Mensch.
 |:(( ImWeltraumGibtsKeinGeräuschJammerer

Wenn man beim Zuschauen von District 9 aufpasst, wird durchaus alles recht schlüssig erklärt. Im Rahmen des Science Fiction halt.
Und einiges wird halt bewusst offen gehalten: Wann es spielt, Wo sie herkamen, Wo ihre Häuptlinge hin sind (wobei ich denke, dass der Shrimp mit dem Kind einer der Anführer oder zumindest ein inteligenteres Alien als die übrigen "Arbeiter" ist.)

Das Hauptthema des Films "Rassismus" steht für mich auch klar im Vordergrund, ist mir also wichtiger als die Sci-Fi-Kulisse. Letztere macht im Film aber sehr gut deutlich, wie ehemalige Opfer zu Tätern werden Stichwort "Nigger Aliens raus!"

Ich finde, dass hier mit einem vergleichsweise geringen Budget und ausnahmslos unbekannten Schauspielern ein sehr solides Stück Filmmaterial guter und intelligenter Unterhaltung fabriziert wurde.

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